Ex-Manager über Kimmich, Müller und James

Calmund über Bayern: „Wer das nicht erkennt, muss zum Augenarzt“

Reiner Calmund glaubt, niemand kann den Bayern gefährlich werden.
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Reiner Calmund glaubt, dass niemand den Bayern gefährlich werden kann.

Wird es in der Bundesliga in der kommenden Saison spannend? Nicht, wenn man den Worten von Rainer Calmund glaubt. Der ist sich sicher: Die Schale geht am Ende einmal mehr nach München.

Ismaning - Wenige Wochen müssen sich die Fans noch gedulden, dann wird auch in der Bundesliga endlich wieder Fußball gespielt. Der bevorstehende Saisonstart bringt natürlich noch einige Fragen mit sich: Welche Überraschungen birgt die neue Spielzeit? Wie verkraftet Leipzig die zusätzliche Belastung durch die Champions League? Wie entwickelt sich Borussia Dortmund unter dem neuen Trainer Peter Bosz? Und vor allem: Wer kann dem FC Bayern gefährlich werden?

Fußball-Urgestein Rainer Calmund, ehemals Manager von Bayer Leverkusen, hat dazu eine klare Meinung: niemand. „Die können in der neuen Saison gar nicht so viel Verletzungspech haben, dass sie nicht Deutscher Meister werden“, sagte Calmund während der Eröffnung des neuen Sendezentrum des Senders Sky, für den er künftig als Experte arbeiten wird. Die Dominanz der Münchner erklärt Calli mit folgendem Vergleich: „Ich sag immer: Sie haben Weltmeister in kurzen Hosen und in langen Hosen, damit meine ich die Führung um Uli Hoeneß.“

Calmund äußerte sich auch zu der nach wie vor unbesetzten Position des Sportdirektors: „Sie suchen einen, der alles rund um die Mannschaft abwickelt. Der ein Ansprechpartner für die Spieler ist, ein Ausgleich zwischen Trainer und Mannschaft“, fasst er die Anforderungen für den Posten zusammen. Als mögliche Kandidaten sieht Calmund Thomas Linke, Miroslav Klose oder Philipp Lahm, der den Bayer allerdings bekanntlich eine Absage erteilte. Ein Medienbericht hat unterdessen einen weiteren ehemaligen Profi ins Spiel gebracht

„Wer das nicht erkennt, muss zum Augenarzt gehen“

Auch personell sieht Calmund die Bayern gut aufgestellt für die neue Saison. Den Abgang des Kapitäns kann Joshua Kimmich seiner Meinung nach kompensieren: „Der Junge ist für mich ganz klar der Nachfolger von Philipp Lahm. Wer das nicht erkennt, muss zum Augenarzt gehen.“ 

In der Offensive hat sich bei den ersten Testspielen der Roten bereits ein Konkurrenzkampf zwischen Thomas Müller und Neuzugang James angedeutet. Calmund lobt den Neuzugang aus Kolumbien mit deutlichen Worten: „James ist Torschützenkönig der WM, das spricht für sich. Stellst du eine Cola-Flasche auf die Latte, schießt er dir die bei 20 Schüssen 19 Mal runter.“ Thomas Müller sieht er dennoch als gesetzt. „Ich bin Müller-Fan und drücke ihm alle Daumen und Zehen, dass er seine Formkrise überwindet“, so Calmund.

Calmund: Leipzig wird sich schwer tun

Probleme prophezeit Calmund dagegen Vizemeister RB Leipzig. „Der Verein ist gut aufgestellt, doch es wird schwer werden für sie in der neuen Saison. Ich sehe sie nicht direkt auf Platz zwei. Sie müssen sich jetzt auf die vielen englischen Wochen einstellen, die sie in der vergangenen Saison noch nicht hatten“, meint er. 

Und welche Vereine müssen wohl um den Abstieg bangen? Calmund geht davon aus, dass Leverkusen, gemeinsam mit Gladbach, Schalke und Wolfsburg wieder Aufwind bekommen. Die Aufsteiger Stuttgart und Hannover sieht er dagegen im Abstiegskampf - genauso wie Hamburg, Augsburg, Mainz und Frankfurt. 

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sr

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