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Rasenkrieg: Hoeneß vs. Magath

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Miro Klose (M) sichert sich den Ball. Das ist alles andere als einfach auf dem holprigen Platz. © Getty

Gelsenkirchen - Eigentlich hätte Bayern-Präsident Uli Hoeneß nach Spielende in der Arena Auf Schalke allen Grund zur Freude gehabt. Doch anstatt zu jubeln, feuerte er verbal gegen Felix Magath.

Stein des Anstoßes war der schlechte Rasen in der Arena. "Ich kenne den Felix, und ich habe das Gefühl, er hat das als

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Mittel zum Zweck benutzt, um spielerische Defizite seiner Mannschaft auszugleichen und das ist nicht in Ordnung", schimpfte Hoeneß nach Spielschluss. Das Spiel sei zum reinen Zufall geworden. Zur "tz" sagte er: "Wir werden uns bei der DFL beschweren. So ein Rasen ist in 24 Stunden gelegt. Die haben heute 3 Millionen eingenommen und so ein Rasen kostet 100.000 Euro. Das ist doch kindisch!"

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Zur Erinnerung: Der FC Bayern hatte den FC Schalke kurz zuvor mit 1:0 durch ein Tor von Arjen Robben in der 112. Minute besiegt und war ins DFB-Pokalfinale eingezogen. Felix Magath zeigte sich von der Hoeneß-Attacke wenig beeindruckt. Der Schalke-Coach konterte cool: "Der Rasen ist halt so, auch an so einer Stelle merkt man manchmal die Unterschiede in den finanziellen Möglichkeiten der Vereine." Außerdem machte er den harten Winter für den miserablen Zustand des Geläufs verantwortlich.  

Wie der Coach hielten auch seine Profis die Kritik an der Spielfläche für überzogen. Den Vorwurf von Hoeneß in Richtung Magath quittierte Nationalspieler Heiko Westermann mit einem Lächeln: “Wir haben extra ein paar Schafe auf das Spielfeld geschickt, damit sie noch ein bisschen herumwühlen.“

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Auch Bundestrainer Jogi Löw meldete sich zu Wort: "Das Spiel ist schlecht. Und ich glaube, das liegt am Platz. Der ist für März in einem verheerend schlechten Zustand“, sagte er bereits zur Halbzeit in einem ARD-Interview. Und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge befand: "Der schlechteste Platz, den ich je in einem Bundesliga-Stadion gesehen habe."

Die Forderung von Hoeneß nach Konsequenzen wurde offenbar bereits erhört. So kündigte Holger Hieronymus, Geschäftsführer Spielbetrieb der Deutschen Fußball Liga (DFL), ein Gespräch mit den Schalkern an. “Es geht hier auch um Wettbewerbsbedingungen. Und die sollten der Bundesliga angemessen sein. Ich bin mir nicht sicher, ob das auf Schalke derzeit der Fall ist“, sagte er der “Welt“ (Freitag-Ausgabe). Allerdings könne kein Club zu einem Austausch des Rasens gezwungen werden.

mm/tz/dpa 

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