Reaktionen zu Bayern - ManCity

"Alonso ist einfach ein Chefrollentyp"

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Pep Guardiola (l.) weiß, was er an Xabi Alonso hat.

München - Der Sieg war verdient, aber am Ende glücklich: Der FC Bayern ist mit einem 1:0 gegen 'Manchester City in die Champions League gestartet. Wir haben die Reaktionen der Beteilgten gesammelt:

Es gibt Fragen, die kritische Fußballfans umtreiben. Eine davon: Wie teuer ist eigentlich so eine WM? Bevor man sich darüber unnötig den Kopf zerbricht, sollte man aber jemanden fragen, der sich auskennt. Nicht Joseph Blatter, den FIFA-Boss, der eigentlich zuständig wäre, sondern Franz Beckenbauer. Denn es scheint tatsächlich so zu sein, dass mit einem kleinen Umweg über die Säbener Straße der WM-Wert ermittelt werden kann. „Der FC Bayern zahlt jetzt die Zeche der Weltmeisterschaft“, sagte der Kaiser bei Sky. Und, bitte nicht erschrecken: „Das ist ganz normal.“

Natürlich meinte er die Physis der Roten und den noch etwas undefinierten Zustand der Mannschaft. Aber was dann zu sehen war, bestätigte seine Befürchtungen nicht. Spielerisch war der Auftritt durchaus ansehnlich, und als Jerome Boateng die Fans mit seinem Last-Minute-Knaller erlöste, da war klar: Vielleicht ist so eine WM doch nicht so teuer wie alle sagen…

Boateng sorgt für Explosion der Gefühle

Ein gut gelaunter Oliver Kahn, der nicht mal vom Siegtreffer überrascht war („Ich rechne natürlich permanent mit allem…“), machte nach dem Spiel sogar eine ganz andere Rechnung auf. „Heute hast du gesehen, dass dieses WM-Finale dich auch trägt. Das bringt Selbstvertrauen. Das zeigt sich auch daran, dass ein Innenverteidiger in der letzten Minute da vorne steht und das Ding reinmacht“, sagte er im ZDF.

Was so ein Tor auslöst, zeigte Boatengs Gefühlsexplosion beim Jubel – ungefähr eine Millisekunde später aber war er schon wieder ganz cool. „Das war die pure Emotion“, erklärte er mit Ruhepuls 48 nach dem Spiel.

"Alonso ist einfach ein Chefrollentyp"

Eines jedenfalls war klar: Mit dem Tor hatte Boateng die richtige Mannschaft belohnt. „Bayern ist die bessere Mannschaft“, erkannte Klaus Augenthaler schon in der Pause. Und die Qualität der Bayern steigert derzeit vor allem ein Spieler, so Augenthaler: „Xabi Alonso. Den könntest du zu jedem Verein stecken, er wäre wohl überall sofort der Chef – der scheißt die Spieler zusammen, obwohl er die Sprache gar nicht spricht. Der ist einfach ein Chefrollentyp.“

Diese Einschätzung teilt im privaten sicher auch Matthias Sammer, trotzdem wollte er aber den Hype um den Spanier vor dem Sky-Mikro etwas eindämmen: „Xabi ist ein großartiger Spieler, er ist sehr schnell angekommen hier – aber wir sollten Bayern München nicht von Xabi Alonso abhängig machen.“

Zwei mal die 2! Bilder & Noten zu Bayerns Last-Minute-Sieg gegen ManCity

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Hinter Alonso spielte Medhi Benatia, dessen Zustand Pep Guardiola zuletzt kritisiert hatte. Sammer aber konnte keine Überraschung darin entdecken, dass der Ex-Römer seine ersten Minuten im Bayerndress absolvierte. Sammer: „Das ist kein Risiko, Medhi hat in Rom letztendlich weniger trainiert, als er das bei uns getan hat.“

Und der Mann, der für das Treiben auf dem Platz verantwortlich ist? Auch der wurde gelobt, zum Beispiel von Augenthaler – weil Pep sich gewandelt habe: „Jetzt wird wieder mehr der vertikale Pass gesucht, schneller in die Spitze gespielt – und ich glaube, dass das so auch den Fans viel besser gefällt.“ Ein paar mehr Tore hätten das Vergnügen zwar sicher gesteigert, aber Oliver Kahn sagte im ZDF dazu sehr treffend: „Das Mia san mia verträgt schon auch mal eine Portion Bescheidenheit. Diese ganzen Dinge nach einer WM müssen verarbeitet werden.“ Da wäre er wieder: der Preis der WM.

tz

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