„Das ist nicht nur Ronaldo“

Real Madrid? Das denkt FCB-Star James über das CL-Halbfinale

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Bayerns Offensivstar James Rodriguez bekommt es im Semifinale der „Königsklasse“ mit alten Bekannten zu tun.

Die Neuauflage des „Euro-Clásico“ zwischen Bayern München und Real Madrid bestreitet James Rodriguez diesmal in Rot statt weiß. Im Interview spricht der Kolumbianer über das Erfolgsrezept gegen seinen Ex-Klub.

Noch gut eine Woche, dann heißt es wieder: FC Bayern gegen Real Madrid! Was der Ex-Madrilene James Rodriguez (26) bei der Auslosung zum Champions-League-Halbfinale dachte, wie man gegen die „Königlichen“ spielen muss und wie man Superstar Cristiano Ronaldo aufhält, verrät er im Interview:

Señor Rodríguez, im CL-Halbfinale geht es gegen Real. Was ging Ihnen bei der Auslosung durch den Kopf?

James Rodriguez: Wenn man in einem Wettbewerb so weit kommt, spielt es letzten Endes kaum eine Rolle mehr, auf welchen Gegner man trifft. Sowohl Real Madrid, als auch Liverpool und Rom sind schwere Gegner. Bei allen muss man ans Limit gehen, um eine Runde weiterzukommen. Worauf es wirklich ankommt, ist, dass wir jetzt die Ruhe bewahren, an uns selbst glauben und zwei starke Spiele absolvieren. Nur das ist es, was ich will.

Wie stehen die Chancen beim europäischen Clásico par excellence?

James Rodriguez: Gut. Ich glaube, wir sollten die beiden Partien gegen Real nicht als Revanche für letztes Jahr sehen, sondern einfach als zwei weitere Spiele auf dem Weg ins Endspiel. Natürlich sind die Begegnungen zwischen diesen beiden Mannschaften fast immer einzigartig, aber wir Spieler müssen uns auf das wirklich Wichtige fokussieren: Um gegen eine Mannschaft wie Real Madrid dagegenhalten zu können, müssen wir spielerisch wie physisch in Top-Verfassung sein.

Gibt es ein Mittel gegen das Selbstverständnis Reals in diesem Wettbewerb?

James Rodriguez: Sie haben recht, in der Champions League legen sie stets einen anderen Chip ein als in der Meisterschaft und schaffen es, das Letzte aus sich herauszuholen. Sie wissen, was es braucht, um Jahr für Jahr um diesen Pokal zu kämpfen, schließlich haben sie im Europapokal und der Champions League Geschichte geschrieben. Aber der FC Bayern braucht sich nicht zu verstecken. Die Geschichte hat gezeigt, dass Bayern weiß, wie man Partien gegen Real Madrid anzugehen hat.

Von 2014 bis 2017 kickte James Rodriguez für die Weißen, vergangenen Sommer kam der Kolumbianer zum FCB.

Ihre Meinung zur umstrittenen Schlussphase und dem Elfmeter in der Nachspielzeit gegen Juve?

James Rodriguez: Ich habe nur die Tore gesehen, an diesem Tag fand ja unser Rückspiel gegen Sevilla statt. So ist Real, sie wollen jedes Spiel gewinnen und versuchen das auch bis zur allerletzten Sekunde. Keiner hat erwartet, dass Juve 3:0 führen würde, letzten Endes hat Real es aber bis zum Schluss versucht und hat in dem Elfmeter die Belohnung für seine Mühen erhalten. Wenn man es bis zum Ende probiert, wird man auch dafür belohnt.

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Freuen Sie sich auf die Rückkehr in die alte Heimat?

James Rodriguez: Natürlich, die zwei Partien sind etwas Besonderes für mich. Ich habe dort drei Jahre lang gespielt, ich war glücklich und habe nach wie vor Freunde und schöne Erinnerungen an meine Zeit in Madrid. Es ist etwas Schönes, mit Blick auf die Partie versuche ich aber, die Gefühle auszuklammern. Ich denke nur an meine Mannschaft und die Vorbereitung.

Wie lässt sich Cristiano Ronaldo aufhalten?

James Rodriguez: Er ist eine Tormaschine und hat das immer wieder unter Beweis gestellt. Er ist immer da, wenn er gebraucht wird, das belegen auch seine Zahlen. Hoffentlich erwischen wir einen guten Tag und liefern eine Top-Teamleistung ab, damit er nicht seinen allerbesten Tag hat. Man muss auf ihn aufpassen, allerdings auch auf die anderen Spieler. Real Madrid ist nicht nur Ronaldo, sie verfügen auch auf den restlichen Positionen über starke Spieler. Einfach wird es nicht, soviel steht fest.

Und ab kommender Saison übernimmt Niko Kovac beim Rekordmeister. Ihre Meinung zum neuen Bayerntrainer?

James Rodriguez: Er ist ein junger Trainer und hat bei Frankfurt Großes bewirkt, hoffentlich gelingt ihm das auch in München. Genau darauf kommt es bei einem großen Klub wie Bayern nämlich an. 

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Interview: José Carlos Menzel López

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