Demichelis: „Gegen starken Gegner eine überragende Reaktion“

Kantersieg im Derby gegen Haching - FC Bayern II schießt sich in Rolle des Titelfavoriten

Tipps vom Chef: Bayern-Trainer Martin Demichelis (r.) mit Kapitän Nico Feldhahn.
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Tipps vom Chef: Bayern-Trainer Martin Demichelis (r.) mit Kapitän Nico Feldhahn.

33 Treffer nach neun Spielen! Der FC Bayern II mausert sich nach dem klaren Derby-Sieg gegen die SpVgg Unterhaching zum Aufstiegsfavoriten für die 3. Liga.

München – Die Weichen sind gestellt. Seit Freitagabend ist die Rolle des großen Aufstiegsfavoriten zweifelsohne an den FC Bayern II vergeben. Wenngleich sich Trainer Martin Demichelis wohl auch noch im April hinter der „Wir-schauen-von-Spiel-zu-Spiel“-Phrase verschanzen wird, war das 5:1 gegen Mitabsteiger Unterhaching doch ein Statement, das nachhallt. Für Sandro Wagners Hachinger dagegen war diese Demontage nach zuvor fünf Siegen in Serie ein herber Dämpfer, der Rückstand zur Spitze wuchs damit wieder auf sechs Punkte an.

Als gefährlichster Verfolger der kleinen Bayern scheint sich derweil die SpVgg Bayreuth zu etablieren. In acht Tagen – am Dienstag, 31. August – empfangen die Bayern die Oberfranken zum Gipfeltreffen. Aktuell liegt der ehemalige Zweitligist – zudem noch mit einem Nachholspiel in der Hinterhand – nur einen Zähler zurück.

FC Bayern II zeigt nach Pleite gegen Schalding-Heining „überragende Reaktion“ gegen Haching

Trotz Unterlegenheit auch schon im ersten Abschnitt waren die Hachinger nach Boipelo Mashigos Ausgleichstreffer (38.) noch mit einem 1:1 in die Halbzeit gekommen. Im zweiten Abschnitt jedoch wurden sie in ihre Einzelteile zerlegt. Die Tore für die kleinen Bayern erzielten Gabriel Vidovic (15.), Timo Kern (48.), Taylor Booth (59.), Tizian Zimmermann per Eigentor (61.) und schließlich Kapitän Nicolas Feldhahn (81.). „Im genau richtigen Moment“, so der zufriedene Bayern-Coach Martin Demichelis nach dem Abpfiff, habe seine Mannschaft „gegen einen starken Gegner eine überragende Reaktion auf die Niederlage in Schalding-Heining“ gezeigt.

Am Dienstag zuvor hatten die zweite Mannschaft des FC Bayern* beim 1:2 die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen, nachhaltigere Spuren aber hinterließ dieser Ausrutscher augenscheinlich keine. Vielmehr schien dieser Kratzer den Talentschuppen des Rekordmeisters nur zusätzlich anzustacheln.

„Wir hatten uns viel vorgenommen und eigentlich eine gute Mentalität, aber es fehlte das Spielglück gegen einen sehr starken FC Bayern.“

Haching-Coach Sandro Wagner nach der 1:5-Niederlage gegen die U23.

Dennoch gab sich Demichelis als Mahner. Dieser Sieg garantiere noch nichts, betonte er, „das einzige, was wir garantieren können, ist, dass wir weiter hart arbeiten werden“. Bei den Hachingern indes, die mit dem 1:5 sogar noch gut bedient waren, ging Trainer Wagner trotz dieses herben Rückschlags mit seinen Schützlingen keineswegs hart ins Gericht: „Wir hatten uns viel vorgenommen und eigentlich eine gute Mentalität, aber es fehlte das Spielglück gegen einen sehr starken FC Bayern“.

Auch für die schwache Leistung der Neuzugänge Pisot, Stiefler, Vunguidica und Skarlatidis fand Wagner eine Erklärung: „Sie haben in der letzten Saison wenig gespielt, da mangelt es an der Spielpraxis, das gleiche gilt für unsere jungen Leute, die nur wenige Spiele in der Junioren-Bayernliga hatten, für uns bleibt es ein Entwicklungsjahr“. Dennoch schließt Präsident Manfred Schwabl weitere Neuzugänge nicht aus: „Es laufen Gespräche, wir müssen uns in der Abwehr noch verstärken“. Bereits am Dienstag (18.30 Uhr) steht im Sportpark das Totopokalspiel gegen den in der Liga nun sogar vor den Hachingern platzierten Ligarivalen TSV Buchbach, der zudem erst fünf Gegentore kassierte, auf dem Programm. (Klaus Kirschner und Matthias Horner)

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