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FC Bayern II hofft noch - Buchbach und Wacker stark - bei Haching dreht sich alles um Wagner

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Reicht die Zeit noch für Martin Demichelis (li.) und den FC Bayern II? Sandro Wagner (Mitte) legte vor der Winterpause eine Serie hin. Buchbach-Coach Andreas Bichlmaier spielt eine starke Runde mit seinem Team.
Reicht die Zeit noch für Martin Demichelis (li.) und den FC Bayern II? Sandro Wagner (Mitte) legte vor der Winterpause eine Serie hin. Buchbach-Coach Andreas Bichlmaier spielt eine starke Runde mit seinem Team. © Imago Images / Sven Leifer

Vier oberbayerische Teams stehen in der ersten Tabellenhälfte der Regionalliga Bayern. Wir werfen einen Blick auf die Leistungen bis zur Winterpause.

München - Mit vier Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger als Verfolger FC Bayern II geht die SpVgg Bayreuth im neuen Jahr von der Pole Position ins Rennen um den direkten Aufstieg. Unter den Top Ten sind neben den kleinen Bayern auch der TSV Buchbach, Wacker Burghausen und die SpVgg Unterhaching. Wie haben sich die einzelnen Teams bis zur Winterpause geschlagen? Wir geben einen Überblick.

FC Bayern II: Offensive Feuerwerke, aber in der Abwehr oft noch zu grün

FC Bayern II: Platz zwei, 52 Punkte: Der Absteiger aus der 3. Liga startete furios. Martin Demichelis und sein neuformiertes Team waren zu Saisonbeginn vor allem in der Offensive kaum zu stoppen. 3:0 zum Auftakt bei der Reserve des FC Augsburg*, 6:2 in Eltersdorf, 6:3 im Heimspiel gegen den VfB Eichstätt und 4:0 beim FC Memmingen - die 2. Mannschaft des FC Bayern* spielte sich teilweise in einen Rausch und lehrte der Konkurrenz das Fürchten.

„Insgesamt stehen wir gut da und können recht zufrieden sein mit dem bisherigen Saisonverlauf“, sagt Kapitän Nicholas Feldhahn im FuPa-Interview. „Ausbaufähig sind die vielen Gegentore, speziell nach Standards.“ Die Offensive ist mit 73 Treffern nach 24 Spielen sicherlich drittliga-tauglich, doch defensiv ist noch Luft nach oben. 31 Mal musste der Nachwuchs von der Säbener Straße* den Ball aus den eigenen Maschen holen - keines der Top-sechs-Teams kassierte mehr Gegentore.

„Bayreuth hat die letzten Wochen sehr konstant gespielt. Ich bin gespannt, ob sie das so durchziehen werden.“

NLZ-Leiter Holger Seitz hofft noch auf die Rückkehr in die 3. Liga

Holger Seitz, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, lobt die Auftritte der neuformierten Mannschaft auf Rückfrage von Fussball Vorort/FuPa Oberbayern: „Wir haben mit einer sehr jungen Mannschaft – teilweise lag der Altersdurchschnitt der Startelf bei 18-19 Jahren – überwiegend erfolgreichen und ansehnlichen Offensivfußball gespielt“, findet der 47-Jährige.

Der ehemalige U23-Trainer will die Rückkehr in die 3. Liga noch nicht gänzlich abschreiben. „Bayreuth hat die letzten Wochen sehr konstant gespielt. Ich bin gespannt, ob sie das so durchziehen werden“, sagt Seitz. „Für uns gilt es, nach der Winterpause gleich wieder voll da zu sein und unsere Qualitäten auf den Platz zu bringen. Und somit den Druck auf den Spitzenreiter hoch zu halten. Wenn uns das gelingt, glaube ich nach wie vor an den direkten Wiederaufstieg.“ 

TSV Buchbach: Bärenstarke Runde und im Toto-Pokal gegen den TSV 1860

TSV Buchbach (Platz sechs, 37 Punkte): Der TSV Buchbach spielt eine fabelhafte Saison. Nach 22 Spielen hat die Mannschaft von Trainer Andreas Bichlmaier schon 14 Zähler Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz zur Bayernliga Süd. „Die junge zusammengestellte Mannschaft hat mit dem Trainerteam hervorragende Leistungen abgeliefert“, freut sich Anton Bobenstetter, der sportliche Leiter des Kult-Klubs.

Ein Sieg im - laut Löwen-Fan Bobenstetter - „Spiel des Jahres“ gegen seinen zweiten Herzensklub TSV 1860 wäre das i-Tüpfelchen gewesen. Bis zur 73. Minute führte Buchbach mit 2:1, am Ende setzte sich der Traditionsklub aus Giesing doch noch mit 3:2 durch.

TSV Buchbach: Starke Ergebnisse gegen die Top-Teams der Regionalliga Bayern

Dennoch hat der TSV beachtliche Ergebnisse eingefahren. Die beiden Drittliga-Absteiger FC Bayern II und SpVgg Unterhaching bissen sich die Zähne aus. Sandro Wagner verlor im Toto-Pokal mit 1:4, in der Liga reichte es für Haching im Hinspiel (beide Partien im Sportpark) immerhin zu einem 2:2.

Auch die U23 des Rekordmeisters tat sich schwer und glich in der SMR-Arena erst in der 96. Minute aus. Andere Teams aus dem oberen Drittel strauchelten ebenfalls gegen die Bichlmaier-Elf. Schweinfurt im Auswärts- und Bayreuth im Heimspiel holten ebenfalls nur einen Punkt, Illertissen verlor zuhause, setze sich aber kurz vor der Winterpause in Buchbach durch.

SV Wacker Burghausen: Sieg bei Spitzenreiter SpVgg Bayreuth trotz kurioser Anreise

SV Wacker Burghausen (Platz sieben, 36 Punkte): Der Saisonstart ging in die Hose. Im Prestige-Duell gegen den SV Schalding-Heining setzte es eine 0:1 Niederlage für Wacker. Doch dann folgten vier Siege in Serie - und was für welche: Mit 2:1 setzte sich die Elf von Leo Haas zunächst in Unterhaching durch, ehe der TSV 1860 Rosenheim mit 8:0 nach Hause geschickt wurde.

Mit dem 3:2 in Bayreuth und dem 5:2-Erfolg im Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt mussten gleich zwei Aufstiegsanwärter Burghausen den Vortritt lassen. Obwohl die Anfahrt zum Spitzenreiter nicht optimal lief: „Das Hinspiel in Bayreuth war schon kurios“, erinnert sich Haas. „Nach sechs Stunden im Bus sind wir 45 Minuten vor Spielbeginn angekommen.“

„Insgesamt würde ich von einer guten Vorrunde sprechen.“

Fazit von Wacker-Trainer Leo Haas bis zur Winterpause.

Ab Ende August wechselten sich Siege und Niederlagen ein bisschen ab. Den Dreiern gegen Aubstadt, Illertissen und Nürnberg II folgten Pleiten gegen Augsburg II und den SV Heimstetten. Danach gab es erneut drei Erfolge und ein Remis gegen den FC Bayern II, ehe es vor der Winterpause aus fünf Partien nur zu einem Punkt im letzten Spiel gegen Schweinfurt reichte.

Wacker-Burghausen-Trainer Leo Haas ist mit den Ergebnissen seiner Mannschaft bis zur Winterpause zufrieden.
Wacker-Burghausen-Trainer Leo Haas ist mit den Ergebnissen seiner Mannschaft bis zur Winterpause zufrieden. © Imago / Sven Leifer

„Insgesamt würde ich von einer guten Vorrunde sprechen. Wir hatten lange Zeit keine großen Verletzungen, was sehr gut für uns als Mannschaft war“, sagt Haas. „Im November hatten wir dann den einen oder anderen Ausfall durch Verletzungen und Corona was für die Gesamtstärke der Mannschaft negativ war.“ Für Wacker könnte das Ziel im neuen Jahr sein, „best of the rest“ hinter der SpVgg Bayreuth und FC Bayern II zu werden.

SpVgg Unterhaching: Der größte Star sitzt mit Sandro Wagner auf der Bank

SpVgg Unterhaching (36 Punkte, Rang 8): „Der Star ist der Trainer“ bei der SpVgg Unterhaching. Nach dem Abstieg aus der 3. Liga verpflichtete Präsident Manni Schwabl Ex-DFB*-Star Sandro Wagner zunächst als Jugendtrainer. Nachdem er die Mission „Bundesliga-Aufstieg“ mit der U19 erfolgreich abgeschlossen hatte, wurde der 34-Jährige zum Cheftrainer der Profis befördert.

Der Start des ehemaligen Mittelstürmers in der Regionalliga lief dann aber nicht nach Plan. Zum Auftakt gab es ein Remis gegen Aufsteiger Aubstadt, danach folgten zwei Pleiten gegen Wacker (1:2) und den 1. FC Nürnberg II (1:5), ehe gegen die 2. Mannschaft des FC Augsburg dann endlich der erste Dreier eingefahren wurde. Der 34-Jährige legte früh die erhofften Aufstiegsambitionen ad acta.

SpVgg Unterhaching klettert durch starke Serie vor der Winterpause nach oben

Wagners Team ließ vier weitere Siege folgen, um dann - inklusive Toto-Pokal - fünfmal in Folge nicht mehr zu gewinnen. Nach dem Abstieg aus der 3. Liga und dem daraus folgenden Umbruch bei der Spielvereinigung fehlte der jungen Mannschaft oft die Konstanz. Erst in den letzten sieben Spielen vor der Winterpause stabilisierte sich das Team und startete eine Serie von sieben ungeschlagenen Partien (vier Siege, drei Remis).

Eine Überraschung gab es kurz vor Weihnachten. Die beiden Co-Trainer Robert Lechleiter und Roman Tyce wechselten zu den A-Junioren und coachen im neuen Jahr in der U19-Bundesliga. An Wagners Seite ist dafür ab sofort Sven Palinkasch. Er unterstützt den 180-fachen Erstligaspieler als Co-Trainer und Video-Analyst. Ex-1860-Rosenheim-Trainer Thomas Kasparetti assistiert Wagner ebenfalls. (Jörg Bullinger) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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