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Revolution rückwärts

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Jürgen Klinsmann hat gut Lachen: Bei den Bayern läuft es rund.

Er trat an als Revolutionär. Am Samstag ist Jürgen Klinsmann seit exakt 152 Tagen im Amt.

Pfiffe gibt es keine mehr für den kalifornischen Macher, die jüngsten Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. Sechs Siege und ein Unentschieden in sieben Liga-spielen, überzeugende Auftritte in der Champions League – für die bayrische Glückseligkeit fehlt vor dem Spiel in Leverkusen nur noch die Herbstmeisterschaft.

Allein: Von den großen Reformen ist nicht mehr viel übrig. Klar, das Leistungszentrum setzt noch immer Maßstäbe. Ansonsten schaffte Klinsi aber zahlreiche Neuerungen wieder ab. „Langsam kommen die Antworten. Der Trainer hat in den ersten Wochen viel ausprobiert: ein anderes System, verschiedene Spieler, ein neues Hotel“, betonte Philipp Lahm diese Woche in der tz: „Jetzt weiß er: Diese Aufstellung ist die beste, mit diesen Spielern kann ich meine Philosophie am besten durchsetzen.“

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Restauration statt Reformen: Die tz zeigt Klinsis neues, altes Erfolgsrezept – und Änderungen, die bis jetzt noch nicht bekannt waren. Klinsis Revolution rückwärts!

Das System:Mit dem 4-4-2 kehrte der Erfolg zurück. Den Ausdruck „Hitzfeld-System“ hören die Bosse nicht gern – dennoch kommen nun natürlich die Automatismen aus der vergangenen Saison zum Tragen. Die Dreierkette ist abgeschafft: Wurde zum Saisonstart sogar gegen Bremen das neue System gespielt, setzte Klinsi heute nicht einmal mehr gegen Bukarest oder Cottbus auf diese Variante. Trotzdem verteidigt der Trainer weiter sein Experiment. Klinsmann am Freitag zur tz: „Wir brauchen weiter Alternativ-Möglichkeiten in der Hosentasche. Als Mannschaft wie der FC Bayern muss man Minimum zwei Spielsysteme haben, das ist ein Muss. Es ist kein Problem, umzustellen. Das System ist nicht gestorben.“ Gebraucht wird es derzeit aber nicht. Das 4-4-2 bringt Erfolg – auch, weil es die Aufstellung ist, in der sich Franck Ribéry am besten entfalten kann.

Das Arbeitsumfeld:Der größte Aufreger ist schon seit Anfang September wieder weg – die Buddha-Figuren. Die neuesten Änderungen im Leistungszentrum an der Säbener Straße sorgen für weit weniger Aufregung – so kommt beispielsweise bald ein Turnier-Billardtisch in den Aufenthaltsraum der Profis.

Das Hotel:Nach einer Abstimmung unter den Spielern stand fest: Wir wollen zurück in den Limmerhof! Das belebte Arabella Sheraton kam bei den Profis nicht gut an. Im Taufkirchener Limmerhof – vor Klinsi jahrelang das Mannschaftshotel – sind die Spieler unter sich, sie fühlen sich wohl. Und es wird noch besser: Demnächst soll auch in den Limmerhof ein Billardtisch kommen.

Das Handy-Verbot:Es war eine von Klinsis Revolutionen, die die Spieler wirklich traf. Keine Telefonate, keine SMS auf dem Trainingsgelände – und das den ganzen Tag! Dieses Verbot ist nun gelockert: Die Stars benutzen sowohl an der Säbener Straße als auch im Mannschaftsbus wieder ihre Mobiltelefone. Klinsi lässt den Spielern mehr Freiraum – einen Strafenkatalog gibt es bei ihm sowieso nicht, er appelliert an die Vernunft der Spieler.

Der Acht-Stunden-Tag:In den ersten Wochen die Regel, nun nicht abgeschafft, aber sehr selten. Der einfache Grund: Die englischen Wochen. Wird nur noch einmal täglich trainiert, dürfen die Spieler mittags nach Hause. Das kommt an – genauso wie die Reduzierung der Yoga-Stunden.

„Mit dem Erreichten des Achtelfinals in der Champions League haben wir einen Riesen-Meilenstein gesetzt“, sagte Klinsi am Freitag zufrieden, „jetzt wollen wir in der Bundesliga die Defizite Schlag auf Schlag aufholen. Wir wollen angreifen, um den Platz da oben möglichst schnell inne zu haben. Wir fahren mit breiter Brust nach Leverkusen.“ Die Wochen der Wahrheit gehen weiter – und die Bayern sind dank Restauration bestens gerüstet!

Quelle: tz

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