Diagnose da: So lange fehlt Müller dem FC Bayern

Diagnose da: So lange fehlt Müller dem FC Bayern

Das Offensiv-Duo wird langsam zum Problem

Ribéry und Robben: Wann holen die Bayern Ersatz?

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Wie lange werden Franck Ribéry und Arjen Robben noch die prägenden Figuren des Bayern-Spiels sein?

München - Franck Ribéry und Arjen Robben haben über lange Zeit für den FC Bayern den Unterschied ausgemacht. Doch das Alter macht beiden langsam Probleme. Die Alternativen: rar.

Drei Trainer hatte der FC Bayern in den vergangenen sechs Jahren. Die Konstante in der Offensive war in so gut wie allen Spielen die Anwesenheit von Franck Ribéry und Arjen Robben. Doch die beiden Dribbler werden nicht jünger. Und die Abhängigkeit von ihnen wird für den FC Bayern mittel- bis kurzfristig zum Problem werden.

Dabei ist ihre Spielweise durchaus unterschiedlich: Während Robben es vorzieht, im höchsten Tempo auf die Verteidiger zuzulaufen und dann in die Mitte zu ziehen - ein Trick der zwar berechenbar erscheint, ihm aber immer wieder gelingt - läuft Ribéry eher mal bis zur Grundlinie durch und flankt dann scharf nach innen. Der Franzose und der Holländer verfügen beide über eine exzellente Ballbehandlung, und keiner der beiden braucht sich vor den großen europäischen Superstars wie Cristiano Ronaldo (Real Madrid), Lionel Messi (FC Barcelona), Eden Hazard (Chelsea London) oder auch Angel di Maria (Manchester United) zu verstecken.

Ist Bayern ohne Ribéry und Robben nur die Hälfte wert?

Ribéry und Robben sind allerdings älter als alle Genannten. Und auch wenn sie das noch nicht zu latent anfälligen Spielern macht: Die Verletzungen beider werden in der Zukunft nicht seltener werden. Während Robben einen Großteil der laufenden Saison ohne Probleme mitspielte und allein dadurch auf seine starke Torquote kam, fehlte Ribéry bis Mitte Oktober mit einer Reizung an der Patellasehne, hatte zu Beginn der Rückrunde eine Verletzung am Muskel und quält sich nun mit Sprunggelenksproblemen herum. In den sechs Spielen, welche die Bayern in der laufenden Saison in der Bundesliga nicht gewannen, war Ribéry bei fünf nicht anwesend, und ohne Robben spielte der FCB drei mal Remis bzw. verlor zuletzt gegen Mönchengladbach.

Aus diesen Statistiken ist die Verwundbarkeit des Münchner Spiels abzulesen. In der Triple-Saison standen die beiden noch als Garanten für den Erfolg da, im besten Fußballeralter und auf der Höhe ihrer Schaffenskraft. Und obwohl Rib und Rob beide betonen, wie wohl sie sich in München fühlen: Der Rekordmeister wird sich langsam, aber sicher nach Alternativen umsehen müssen.

Shaqiri konnte oder wollte nicht

Ein erster Ansatz in diese Richtung wurde vor drei Jahren unternommen: Mit Xherdan Shaqiri verpflichtete man ein vielversprechendes Talent vom FC Basel. 12,5 Millionen Euro war den Bayern-Bossen diese Investition in die Zukunft wert. Und in seiner ersten Saison machte Shaqiri auch positiv von sich reden. Der Publikumsliebling lieferte seine Tore und Assists, bei den ganz wichtigen Spielen kam er aber nicht an Ribéry und Robben vorbei. Unter Pep Guardiola wurden seine Einsätze weniger und sein Unmut darüber lauter. Woraufhin er im Winter zunächst an Inter Mailand verliehen wurde, doch die Italiener besitzen eine Kaufoption, bei der jetzt schon feststeht, dass sie gezogen wird.

Bleibt also die Frage nach weiteren Alternativen zu Ribéry und Robben. Mario Götze fällt als solche tendenziell eher heraus, denn seine Glanzposition liegt eher hinter der Spitze auf der Zehn. Thomas Müller kann rechts vorne spielen, aber nur im Notfall links. Und der Anspruch der Münchner ist es, auf jeder Position weltklasse besetzt zu sein, mit einem immer noch starken Mann als Ersatz.

Ribéry und Robben: Mögliche Alternativen

Einer, der den Franzosen ersetzen könnte, wäre Roberto Firmino. Der Brasilianer spielt derzeit bei Hoffenheim und macht dort nicht erst seit dieser Saison auf sich aufmerksam. Ein Interesse der Bayern an ihm wurde zuletzt auch schon in den Raum gestellt. Ein weiterer Kandidat: Karim Bellarabi. Auch der deutsche Nationalspieler ist begehrt. Rudi Völler äußerte sich außerdem am Sonntag über das Interesse einiger Top-Klubs am Rechtsaußen, der bis 2020 in Leverkusen verlängert hat.

Klar ist: Für diese wichtigen Positionen werden die Bayern keine Experimente eingehen. Schon für Ribéry und Robben war man damals bereit, einen ordentlichen Geldbetrag in die Hand zu nehmen. Und deren Nachfolger dürften nicht billiger werden. Einer wird wohl ausscheiden: Um eine mögliche Verpflichtung von Marco Reus war über Monate hinweg spekuliert worden. Doch der verlängerte bei Dortmund bis 2020 - und zwar ohne Ausstiegsklausel.

bix

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