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Rekordtransfer! Augsburg schnappt FC Bayern Sturmjuwel weg - Hatten Münchner dennoch ihre Finger im Spiel?

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Von: Christoph Klaucke

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Der FC Augsburg schnappt dem FC Bayern Sturmjuwel Ricardo Pepi weg.
Der FC Augsburg schnappt dem FC Bayern Sturmjuwel Ricardo Pepi weg. © Robin Alam/Imago

Der FC Augsburg hat den FC Bayern womöglich auf dem Transfermarkt ausgestochen. Das 18-jährige Sturmjuwel Ricardo Pepi wechselt für eine Rekord-Ablöse zum FCA.

Augsburg/München - Der FC Augsburg* beginnt das neue Jahr mit einem Transfer-Kracher! US-Sturmjuwel Ricardo Pepi wechselt offenbar für 13 Millionen Euro Ablöse vom FC Dallas in die Fuggerstadt - absoluter Rekordeinkauf beim FCA. Laut mehreren Medienberichten sei der Transfer in trockenen Tüchern, die Summe könne sogar durch Bonuszahlungen noch steigen.

Damit schnappt der FCA der Bundesliga-Konkurrenz ein heißes Transfer-Versprechen weg. Auch der FC Bayern soll am 18-Jährigen interessiert gewesen sein, der VfL Wolfsburg galt zuletzt als Favorit im Werben um Pepi. Halb Europa, darunter auch Real Madrid, machten Jagd auf den Angreifer. Dennoch könnte der US-Nationalspieler in Zukunft noch den Weg nach München nehmen.

Ricardo Pepi: Augsburg schnappt FC Bayern Sturmjuwel weg

13 Millionen Euro für einen 18-Jährigen?! Wie kann sich der FC Augsburg diese Investition angesichts der Corona-Pandemie leisten, dürften sich nicht wenige Beobachter fragen. In den vergangenen zehn Jahren wirtschaftete der FCA gut, über 55 Millionen Euro Eigenkapital wurden der Bild zufolge aufgebaut. Trotz der Pandemie machte Augsburg in der Spielzeit 2020/21 nur ein Mini-Minus von 774.000 Euro.

Der oft knallharte Sparkurs macht sich nun bezahlt: Augsburg kann im Abstiegskampf nachlegen und den schwachen Angriff verstärken. 17 Tore in genauso vielen Spielen waren nicht zufriedenstellend. Florian Niederlechner ist mit drei Toren Toptorjäger. Der FCA befindet sich mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem Abstiegs-Relegationsrang auf dem 15. Platz der Bundesliga. Dass sich Top-Talent Pepi nun Augsburg anschließt, ist trotzdem etwas verwunderlich. Nicht auszuschließen, dass der FC Bayern seine Finger im Spiel hat.

Ricardo Pepi
Geboren: 9. Januar 2003 (Alter 18 Jahre), El Paso, USA
Stürmer
Marktwert: 8 Millionen Euro
aktuelle Saison: 13 Tore und zwei Vorlagen in 31 MLS-Spielen
Länderspiele/-tore: 7/3

FC Bayern: Landet Pepi über den Umweg Augsburg doch noch in München?

Der FC Bayern könnte in den Pepi-Transfer involviert sein und einen Teil der Ablöse übernehmen. Im Gegenzug sichert sich der deutsche Rekordmeister womöglich eine Art Vorkaufsrecht. Solch ein Vorgehen haben die Bayern bereits 2016 bei Serge Gnabry angewandt, als dieser vom FC Arsenal zu Werder Bremen wechselte und über die Station Hoffenheim zwei Jahre später an die Säbener Straße kam.

Im Februar hatte Pepi an der Säbener Straße in München ein Probetraining absolviert. Der FC Dallas ist Kooperationspartner der Bayern. Pepi soll damals Eindruck hinterlassen haben, verpflichtet wurde er dennoch nicht. In 31 Spielen in der Major League Soccer (MLS) erzielte der Teenager in dieser Saison 13 Tore, zwei weitere Treffer bereitete er vor. Zudem gelangen dem jungen Mittelstürmer in sieben A-Länderspielen für die USA drei Tore. Von den bisher sechs Toren des US-Teams in der WM-Qualifikation war Pepi an fünf beteiligt.

Ricardo Pepi: FC Augsburg gelingt neuer Rekordtransfer

In Augsburg kann sich Pepi nun in aller Ruhe entwickeln und den Schritt von der MLS in eine europäische Topliga vollziehen. Den Fuggerstädtern halfen bei der Verpflichtung der Bild zufolge auch die guten Kontakte von US-Unternehmer David Blitzer, der mit seinem Unternehmen „Bolt Football Holdings“ 45 Prozent der Anteile des FCA übernommen hatte. Zudem ist Präsident Klaus Hofmann in den USA bestens vernetzt: Er ist der Vorstandsvorsitzende des Brandschutz-Unternehmen Minimax, welches in den USA mehrere Firmensitze hat.

Darüber hinaus ist US-Nationaltrainer Gregg Berhalter ein alter Bekannter von Augsburg-Manager Stefan Reuter und Christoph Janker, Augsburgs Leiter der Lizenzspieler-Abteilung. Sie kennen sich aus gemeinsamen Tagen bei 1860 München und konnten Berhalter davon überzeugen, dass Augsburg der richtige Klub für Pepis Entwicklung ist. Womöglich waren auch die Bayern-Bosse von dieser Idee überzeugt. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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