Verträge laufen aus

Ribéry und/oder Robben: Der FCB muss sich entscheiden

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Die Kult-Flügelzange des FC Bayern: Arjen Robben (l.) und Franck Ribéry (r.).

Die Erfolgs-Flügelzange des FC Bayern ist in die Jahre gekommen und die Verträge von Franck Ribéry und Arjen Robben laufen im Sommer aus. Wird sich der Verein am Ende gegen einen oder sogar beide entscheiden?

München - Es gibt kaum Spieler, die so für den Erfolg des FC Bayern München im letzten Jahrzehnt stehen, wie Franck Ribéry und Arjen Robben. Die kongeniale Flügelzange der Münchner verlieh dem Erfolg ein Gesicht, genannt: Robbéry. Doch die beiden Flügelflitzer sind in die Jahre gekommen und die Verträge von beiden laufen im Sommer aus. Währenddessen will der FC Bayern die Weichen für die Zukunft stellen. Nun stellt sich die Frage, ob sich die Münchner von ihrem Traumduo trennen müssen.

Es ist kein ganz neues Thema: Schon seit längerem ist bekannt, dass die Verträge von Robben und Ribéry im Sommer 2018 auslaufen. Bislang ist nichts über mögliche Verlängerungsgespräche bekannt. Mit der Rückkehr von Jupp Heynckes auf den Trainerposten setzt der FC Bayern derzeit auf Altbewährtes, hat jedoch auch diese Lösung befristet. Der Verein hat sich so wohl auch Zeit erkauft, und könnte sich am Ende der Saison neu aufstellen. Noch ist dabei völlig offen, ob hier auch mit Robbéry geplant wird.

Gute Karten für Robben

Die Sportbild griff das Thema nun wieder auf und stellt in ihrem Artikel die Frage, ob sich der FC Bayern am Ende sogar für den Verbleib von nur einem der beiden Flügelflitzer entscheiden könnte. Demnach hat der Holländer aktuell die besseren Karten. Zwar hätten „sowohl Franck Ribéry als auch Arjen Robben (...) noch den Bayern-Standard“, zitiert das Blatt Ex-Trainer Ottmar Hitzfeld, jedoch habe Robben mehr Zukunftspotential. Das sieht Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge wohl ähnlich. Auf das Duo angesprochen, fokussierte er sich darauf, dass man von Robben in der aktuellen Saison noch einiges erwarten könne. 

Im aktuellen Vergleich der beiden Außenspieler steht der Holländer sicherlich besser da. Bislang kann dieser sieben Bundesliga- und zwei Champions League-Einsätze vorweisen. In der Liga traf Robben zweimal und bereitete ein Tor vor. Hinzu kommt eine Vorlage im DFB-Pokal. Außerdem hat sich der 33-Jährige gerade erst aus der holländischen Nationalelf verabschiedet und kann sich somit auf seine Aufgaben in München konzentrieren. 

Luft für Ribéry wird dünner

Franck Ribéry dagegen fällt wohl noch die gesamte Hinrunde mit einem Außenbandriss im Knie aus. Doch auch vor der Verletzung konnte der Franzose in sechs Liga- und einem Champions League-Einsatz nicht treffen oder vorlegen. Lediglich im DFB-Pokal traf er einmal und bereitete einmal vor. Auch Ribéry will gerne in München bleiben, die Luft für den Franzosen ist allerdings wohl dünner als für Arjen Robben.

Aktuell bauen die Bayern-Verantwortlichen noch auf eine Rückkehr der Flügelzange, zumindest in der Rückrunde. Doch in München könnte auch die Frage aufkommen, ob das alte Dreamteam nicht einem Umbruch im Weg steht. Schließlich waren die laufenden Verträge der beiden auch ein Grund, in der vergangenen Transferperiode keine neuen Stars für die Außenbahnen zu verpflichten. Auch Hitzfeld sagte gegenüber der Sportbild: „Wenn man einen Topspieler holt, muss man sich von einem anderen trennen“. 

Doch einen Joker haben Robben und Ribéry derzeit, und der heißt Jupp Heynckes. Der Kult-Coach weiß, was er an beiden Spielern hat undversprach den Fans zuletzt auch, dass auch Ribéry unter ihm wieder funktionieren werde. Allerdings werden sich beide Stars, trotz ihrer enormen Verdienste in der Vergangenheit, in der aktuellen Saison beweisen müssen, wollen sie auch in der kommenden Spielzeit bei den Bayern unter Vertrag stehen. Mit der Rolle des Jokers von der Bank werden sich wohl weder Robben noch Ribéry zufrieden geben. Deshalb kann durchaus von einer Entweder-Oder-Situation gesprochen werden. Doch noch haben es beide Spieler selbst in der Hand.

rjs

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