Robben: Kampfgeist gefragt

"Es sind mehr Bälle über meinen Kopf geflogen"

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Arjen Robben.

München - Mit einem hart erkämpften Sieg hat der FC Bayern München seine Hinrunde abgeschlossen und sich in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub verabschiedet. Arjen Robben erklärte, wie schwer sich sein Team tat.

Das seit über acht Monaten in der Bundesliga ungeschlagene Starensemble gewann auch sein letztes Spiel des Jahres mit 2:1 (1:1) beim FSV Mainz 05, musste aber lange um den Dreier bangen.

Weitere Bestmarken sprangen trotzdem heraus: Mehr als zehn Punkten Vorsprung auf den Verfolger, wie die Bayern (45) auf den erst am Samstag spielenden VfL Wolfsburg (31) haben werden, hatte nach einer Hinrunde noch nie ein Bundesliga-Spitzenreiter. Nur vier Gegentore nach 17 Spieltagen sind ebenfalls ein neuer Ligarekord, über den sich besonders Weltmeister-Keeper Manuel Neuer freuen dürfte.

„Natürlich bin ich glücklich, aber es tut mir auch ein bisschen leid für Mainz. Sie hätten einen Punkt verdient gehabt“, sagte Arjen Robben bei Sky nach seinem entscheidenden Tor in der 90. Minute. Auch Neuer betonte den starken Auftritt beider Mannschaften: „Umso schöner ist es, dass wir das Spiel gedreht haben. In der Schlussphase das 2:1 zu erzielen, war einfach traumhaft.“

Robben gesteht: "Wir hatten Probleme in der ersten Halbzeit, sind nicht gut gestanden, hatten zu viele Lücken. Ich glaube, es sind mehr Bälle über meinen Kopf als in die Füße geflogen. Da muss man kämpfen und laufen. Aber wir sind zurückgekommen, ich kann mich nur wiederholen: Kompliment an die Mannschaft. Wir können jetzt stolz und glücklich in den Urlaub fahren."

Manuel Neuer meinte: "Am Ende spielt es keine Rolle, dass wir so spät gewonnen haben. Wir mussten heute sehr viel investieren, zumal wir so viele Rückschläge unter der Woche hatten mit den ganzen Verletzten. Wir sind mit 14 Mann hierhergekommen, umso schöner ist es, dass wir das Spiel hier heute noch gedreht haben."

Vor 34.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena besiegelten Bastian Schweinsteiger (24.) und Robbens Last-Minute-Treffer den 14. Erfolg für die seit 21 Bundesligapartien ungeschlagenen Münchner. Für die Mainzer, die durch Elkin Soto (21.) in Führung gegangen waren, verlängerte sich durch die fünfte Saison-Pleite die schwarze Serie von nun neun Begegnungen ohne Dreier. „Ich glaube, dass wir uns gut verkauft haben. Aber wir gehen traurig nach Hause“, sagte Soto.

Die Gastgeber begannen beherzt wie selten zuvor in der bisherigen Saison - und wären fast belohnt worden. Doch das vermeintliche Tor des erstmals in der Startelf stehenden Pablo De Blasis (4.) wurde wegen Abseitsstellung zu Recht nicht gegeben.

Die Bayern dominierten in der Folge wie erwartet die Partie und kamen immer wieder über ihre Flügelflitzer Franck Ribéry und Arjen Robben gefährlich vor das FSV-Gehäuse. Zu Beginn fehlte den Müchnern - vor allen Dingen Ribéry (2./5.) - aber die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss.

Bei einem Konter offenbarte die Abwehr der Münchner nach einem Fehlpass von Pierre-Emile Höjbjerg dann aber doch ungewohnte Schwächen. Soto tunnelte nach Vorarbeit von Shinji Okazaki Bayern-Keeper Manuel Neuer mit einem Schuss aus halblinker Position. Es war erst der zweite Gegentreffer, den der Weltmeister in einem Auswärtsspiel in dieser Bundesliga-Runde hinnehmen musste und der erste nach 619 Minuten.

Allerdings schlug die spielerisch klar überlegene Guardiola-Elf quasi im Gegenzug zurück, als Schweinsteiger mit einem umstrittenen Freistoß aus rund 19 Metern sein erstes Saisontor erzielte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte scheiterte Yunus Malli erneut völlig freistehend am glänzend parierenden Neuer (49.). Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, weil die Rheinhessen immer mutiger wurden. Der FC Bayern kombinierte weiterhin gefällig, ließ aber die letzte Konsequenz vermissen. Kurz vor Schluss stellte Robben aber doch noch den Sieg her.

Schweinsteigers Fazit: "Wir haben versucht, auf Sieg zu spielen und Druck zu machen. Mainz hat gute Spieler. Wir sind glücklich, es war nicht einfach."

sid/mm

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