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„Nie die Tür mit dem Hintern schließen“: Brazzo kontert Lewandowskis Lügen-Vorwürfe

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Von: Marius Epp, Antonio José Riether

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Keine zwei Wochen nach seinem Wechsel nach Barcelona teilt Robert Lewandowski heftig gegen den FC Bayern aus. Die Münchner reagieren postwendend.

Update vom 30. Juli, 18.54 Uhr: Der Konter ist da! Eigentlich liegt es in der Natur der Sache, dass der FC Bayern die heftigen Aussagen von Robert Lewandowski nicht lange auf sich sitzen lässt. Hasan Salihamidzic reagierte verärgert auf die Lügen-Vorwürfe des Polen.

„Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen. Mein Vater hat mir beigebracht, dass man, wenn man geht, nie die Tür mit dem Hintern schließt. Robert ist auf dem besten Weg, genau das zu tun“, sagte der Bayern-Sportvorstand gegenüber der Bild. Der Zoff scheint kein Ende zu nehmen - es zeichnet sich immer weiter ab, wie tief die Gräben zwischen dem FC Bayern und Lewandowski wirklich waren und immer noch sind.

Lewandowski bezichtigt FC Bayern der Lüge: „Manche Leute sagen mir nicht die Wahrheit“

Erstmeldung vom 30. Juli: München - Dass Robert Lewandowski ohne mit der Wimper zu zucken gegen seinen aktuellen Arbeitgeber poltern kann, bewies er in seinen letzten Wochen beim FC Bayern. Nun, da er bereits zum FC Barcelona transferiert wurde, lässt der 33-Jährige den Hammer noch einmal kreisen und teilt gegen die Münchner aus. In einem ESPN-Interview hielt sich Lewandowski nun kaum zurück, als es um die Gründe seines Abschieds aus München ging.

Als eine der Ursachen für den Wechsel des Polen zählte offenbar das Interesse des FC Bayern an Erling Haaland, der die vergangenen Jahre für den BVB stürmte. Lewandowski widersprach dieser Darstellung entschieden: „Nein, das hatte nichts mit Erling zu tun“, sagte der Angreifer im Interview. „Ich bin ein Typ, dem, selbst wenn etwas nicht gut für mich ist, die Wahrheit wichtiger ist“, meinte Lewandowski konspirativ und führte fort: „Ich möchte nicht darüber sprechen, was genau passiert ist.“ Er habe jedenfalls nicht aufgrund eines möglichen Haaland-Wechsels das Weite gesucht.

Robert Lewandowski wechselte für 45 Millionen Euro von München nach Barcelona.
Robert Lewandowski wechselte für 45 Millionen Euro von München nach Barcelona. © Ethan Miller/AFP

Lewandowski setzte seine kryptischen Aussagen fort. „Aber manche Leute sagen mir nicht die Wahrheit, sagen etwas anderes“, so der Torjäger. „Und für mich war es immer wichtig, klar zu sein, treu zu bleiben, und vielleicht war das für ein paar Leute das Problem“. Am Ende habe er gemerkt, „dass auch mit meiner Person etwas nicht gut läuft“, da wusste er, „dass es vielleicht ein guter Zeitpunkt ist, Bayern München zu verlassen und zu Barcelona zu wechseln“.

Robert Lewandowski erklärt Wechsel nach Barcelona: „Wurde viel Bulllshit über mich erzählt“

Die Geschehnisse der letzten Wochen vor seinem Wechsel bezeichnete er als „Politik“. Der FC Bayern habe „versucht, ein Argument zu finden, warum sie mich an einen anderen Klub verkaufen können, denn vorher war es vielleicht schwierig, es den Fans zu erklären“, meinte Lewandowski weiter. „Und ich musste das akzeptieren, obwohl viel ‚Bullshit‘, viel ‚Shit‘ über mich erzählt wurde“, der „nicht stimmt“.

Neben den schwammig formulierten Anschuldigungen gegen den Rekordmeister hatte Lewandowski lediglich eine positive Anmerkung zu seinen ehemaligen Kollegen parat. „Ich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Mitspielern, zu den Mitarbeitern, zum Trainer“, so der Stürmer, der die freundschaftlichen Beziehungen im Team herausstellte. „Aber am Ende ist dieses Kapitel vorbei und ich schlage ein neues Kapitel in meinem Leben und in meiner Karriere auf“, sagte Lewandowski, er sei in Barcelona „an der richtigen Position am richtigen Ort“. (ajr)

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