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Nagelsmann gab Taktik-Anweisung: Lewandowski hatte keine Lust und erinnerte an seine 41 Saisontore

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Vor ein paar Tagen schlug Robert Lewandowski noch drastische Worte an, nun klingt er fast wieder versöhnlich. Dabei ist es nicht der erste Ego-Anfall des Bayern-Stürmers.

München - Es sind schon fast versöhnliche Töne, die Robert Lewandowski (33) in seinem jüngsten Interview via Bild und einem Telefonat mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45) in Richtung FC Bayern anschlägt. „Ich bin kein Egoist. Ich weiß, was ich am FC Bayern hatte und schätze es sehr“, sagt der Stürmer nun und versichert, dass er den FC Bayern, der aktuell an seinem Kader für die neue Saison bastelt, und seine Regeln respektiere. 

Dabei hatte Lewandowski wenige Tage zuvor noch für Kopfschütteln gesorgt, als er in einem polnischen Podcast seinen Wechsel-Wunsch erneut bekräftigte und erklärte, in ihm sei etwas gestorben: „Was für ein Spieler will dann in Zukunft noch zum FC Bayern kommen, wenn er weiß, dass ihm so etwas passieren könnte? Wo sind da Loyalität und Respekt?“

FC Bayern: Wechsel-Zoff mit Robert Lewandowski - es ist nicht sein erster Ego-Anfall

Dass der zweimalige Weltfußballer schon vor seinem Wechsel-Theater regelmäßig Ego-Anfälle hatte, ist in München längst kein Geheimnis mehr. Lewandowskis Launen bekam auch Julian Nagelsmann (34) am eigenen Leib zu spüren. Der Bayern-Trainer wollte im Saison-Endspurt die Effektivität über die Außenbahnen verbessern. Darum nahm Nagelsmann seinen Stürmer in einer Einheit zur Seite, um ihm zu erklären, wie er sich nach einer Flanke besser positionieren könnte. Wie die tz erfuhr, soll Lewandowski auf diesen Exkurs aber keine Lust gehabt haben und soll den Trainer des FC Bayern daran erinnert haben, dass er 41 Tore in einer Saison geschossen habe – und nicht Nagelsmann.

Es war nicht die erste Taktik-Attacke von Lewandowski. „Bei Bayern war es für mich in letzter Zeit nicht einfach, Situationen für ein Tor oder einen Platz auf dem Feld zu finden“, erklärte Lewandowski (natürlich) auf einer Pressekonferenz der polnischen Nationalmannschaft im November vergangenen Jahres und ergänzte: „Wenn man mit sechs Offensivspielern spielt und die Gegner sehr defensiv sind, ist das für einen Stürmer nicht leicht.“

In welcher Richtung liegt die Zukunft von Robert Lewandowski? Der Stürmer des FC Bayern München wird mit einem Wechsel in Verbindung gebracht.
In welcher Richtung liegt die Zukunft von Robert Lewandowski? Der Stürmer des FC Bayern München wird mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. © MIS / Imago

Robert Lewandowski: Er hörte nach wichtiger OP auch nicht auf seine Ärzte

Ein weiterer Ego-Anfall von Lewandowski trug sich dem Vernehmen nach im Dezember 2019 zu. Nach dem letzten Spieltag der Hinrunde musste sich der Angreifer einer Leisten-Operation unterziehen. Problem: Lewandowski wollte den Weihnachtsurlaub so schnell wie möglich bei seiner Familie in Polen verbringen. Doch die Ärzte hatten Lewandowski damals von einem Flug abgeraten, um die Wundheilung wegen des Luftdrucks in Reisehöhe nicht zu gefährden. Trotz des Vetos der medizinischen Abteilung soll Lewandowski nach tz-Informationen einen Privatjet gemietet und im Tiefflug Richtung Heimat geflogen sein. 

Einer findet das Wechsel-Theater um Lewy mittlerweile amüsant: Thomas Müller (32). „Es schadet nicht, wenn da ein bisschen Bewegung drin ist. Oder immer wieder das Alte neu aufgewärmt wird. Das kann auch gut schmecken wie bei der Mikrowelle. Mich stört es nicht, wenn das Süppchen weiter kocht.“ (bok/pk)

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