Stürmer-Star des FC Bayern

Kein Rekord ist vor ihm sicher: Das sind die Top-Tore von Robert Lewandowski

Robert Lewandowski ist aus dem Sturmzentrum des FC Bayern München nicht mehr wegzudenken. Wir stellen seine Top-Tore für die Münchner vor.

  • Robert Lewandowski befindet sich in seiner sechsten Saison beim FC Bayern München.
  • Der Pole hat bereits 242 Mal für den deutschen Rekordmeister getroffen.
  • Wir haben die Top-Fünf seiner Treffer zusammengefasst.

München - Er trifft und trifft und trifft: Robert Lewandowski. Seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Bayern München im Sommer 2014 ist der Pole aus dem Sturmzentrum der Münchner nicht mehr wegzudenken. Ganze 242 Mal driftete Lewandowski wettbewerbsübergreifend zum Jubeln ab. 

Das Ergebnis: Eine Statistik, die Seinesgleichen sucht - und immer wieder für neue Einträge im Buch der Rekorde sorgt. Neun Tore in drei Partien (6. bis 8. Spieltag) wie in der Saison 2015/16, waren vor Lewandowski noch keinem Akteur in der langen Bundesliga-Historie geglückt. Ebenso war der FCB-Mittelstürmer, der das Trainingslager des FC Bayern in Doha verletzungsbedingt verpasste, der Erste, der in elf aufeinander folgenden Spielen mindestens einen Treffer erzielte.

Robert Lewandowski beim FC Bayern: Das sind die besten und wichtigsten fünf Treffer seiner Karriere

Am 30. August 2014 war es soweit: Im Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 (1:1) gelang Robert Lewandowski sein erster Bundesliga-Treffer im Dress des FC Bayern. Nachdem er noch zum Saisonauftakt gegen den VfL Wolfsburg (2:1) leer ausgegangen war, brachte er eine Woche später seine Mannschaft per Rechtsschuss früh in Front (10.). 

Zwar konnte Benedikt Höwedes per Abstauber in der 62. Minute noch ausgleichen. An der souveränen Meisterschaft der Bayern im April des kommenden Jahres nach einem knappen 1:0-Heimsieg über die Hertha aus Berlin änderte die Punkteteilung jedoch nichts. 

Fünf Treffer nach Einwechslung: Lewandowski stellt gegen VfL Wolfsburg Rekord für die Ewigkeit auf

0:1-Rückstand und bereits 51 Minuten auf der Uhr: Das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am 22. September 2015 verlief alles andere als erwartet. Der damalige FCB-Coach Pep Guardiola hatte Lewandowski eine Schaffenspause erteilt und stattdessen Thomas Müller in der Sturmspitze walten lassen, ehe sich der Spanier zum Handeln gezwungen sah.

Für Landsmann Thiago war der Arbeitstag beendet. Für Lewandowski begann einer, den er selbst und ganz Fußball-Deutschland wohl nicht mehr so schnell vergessen werden. Innerhalb von acht Minuten und 59 Sekunden drehte der Pole mit seinen fünf Treffern das Spiel zugunsten der Bayern und stellte mit dem bisher schnellsten Hattrick, Vierer- und Fünferpack der Bundesliga-Geschichte gleich mehrere Rekorde auf.

Beispielhaft für Lewandowskis Machtdemonstration an diesem Dienstagabend war sein fünfter Treffer per Seitfallzieher, der anschließend die Auszeichnung „Tor des Monats“ erhielt.

Vierfacher Lewandowski schießt FC Bayern zum Gruppensieg in der Champions League

Wie wichtig Robert Lewandowski für den deutschen Rekordmeister ist, hat der Pole auch in der aktuell laufenden Saison bereits bewiesen. Ganze zehn Treffer steuerte der Pole in der Champions League bei und hatte somit großen Anteil am verlustpunktfreien Gruppensieg. 

Besonders beim 6:0-Auswärtssieg gegen Roter Stern Belgrad präsentierte sich der 32-Jährige erneut in besonderer Torlaune. Und das in einer Phase, in der es alles andere als ruhig war bei den Bayern. Niko Kovac war Geschichte als Trainer, nachdem die Münchner nicht nur in der Bundesliga punktuell, sondern auch spielerisch einiges vermissen ließen.

Lewandowski hingegen war die ganze Unruhe egal. Er schnürte zum Abschluss der Gruppenphase kurzerhand den schnellsten Viererpack der Champions-League-Geschichte - und ließ damit zunächst die Kritiker verstummen. Wenn es nach Neu-Vorstand Oliver Kahn geht, soll dies so bleiben. Schließlich hat der „Titan“ einiges vor mit dem deutschen Rekordmeister, wie er bereits mit seinen ersten Amtshandlungen demonstriert.

Hackentreffer wird zur Bogenlampe: Lewandowski zeigt auch gegen Ex-Klub Borussia Dortmund keine Gnade

Robert Lewandowski ist der Mann für die wichtigen und manchmal auch sehenswerten Treffer. Dass beides geht, bewies der Pole ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund in der Saison 2017/18. Im Hexenkessel Signal-Iduna-Park hatte Arjen Robben die Münchner gegen den Konkurrenten um die Meisterschaft früh in Front gebracht (17.). 

Lewandowski höchstselbst war es dann, der acht Minuten vor der Pause für die Vorentscheidung sorgte. Nach flacher Hereingabe von Joshua Kimmich stand der Mittelstürmer goldrichtig am Elfmeterpunkt. Seine Bewacher Julian Weigl und Ömer Toprak, die offensichtlich mit einer Ballannahme rechneten, staunten nicht schlecht, als Lewandowski trocken per Hackenlupfer ins BVB-Netz traf. Zwar war der Ball leicht abgefälscht und deshalb unhaltbar für Keeper Roman Bürki. Für lauten Beifall sorgte der Treffer dennoch.

Entscheidung in der Nachspielzeit: Lewandowski schießt den FC Bayern in Freiburg sehenswert zum Sieg

Einfach kann jeder, schwierig nur die Besten. Darüber, wer aktuell der weltbeste Mittelstürmer ist, ranken sich wohl die tiefgreifendsten Kneipendiskussion. Dass Robert Lewandowski zumindest zum engsten Kreis um den Titel gehört, jedoch nicht. Effektiv, robust und dennoch leichtfüßig und technisch begabt sind die Markenzeichen des Stoßstürmers, der Spiele im Alleingang entscheiden kann.

So auch am 20. Januar 2017 bei der unangenehmen Auswärtsaufgabe im Freiburger Schwarzwald-Stadion. 0:1 Rückstand durch Jannick Haberer, dann der erlösende Ausgleichstreffer durch eben jenen Lewandowski kurz vor dem Seitenwechsel.

Nach drei Punkten in der Fremde sah es jedoch nicht aus - bis hinein in die Nachspielzeit. Flanke von links, perfekte Brustannahme des Polen, der sich, umzingelt von drei Freiburgern, nicht aus der Ruhe hat bringen lassen. Ballmitnahme rechts, Abschluss links, Innenpfosten und grenzenloser Jubel auf der Bayern-Bank. Ein Treffer zum Zunge schnalzen - und zugleich Lewandowskis 19. Saisontor.

von Sven Schneider

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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