Stürmer über Higuain-Gerüchte

Klare Ansage: Coach, einmal Lewy reicht!

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Robert Lewandowski sieht keinen Bedarf für einen weiteren Stürmer beim FC Bayern.

München - Gonzalo Higuain zum FC Bayern? Den brauchen sie nicht, wenn es nach Goalgetter Robert Lewandowski geht. Vor dem Rückrundenauftakt beim Hamburger SV zeigt er sein XXL-Selbstbewusstsein.

Den Sieg in Hamburg können die Bayern schon mal einplanen – zumindest, wenn Robert Lewandowski am Freitag genauso cool auftritt wie am Mittwoch. Die Testspielpleite beim KSC war gar kein Thema mehr, der Rückstand auf Pierre-Emerick Aubameyang im Kampf um die Torjägerkrone nur eine Randnotiz, und die Gerüchte um neue Konkurrenz im Sturmzentrum wurden mit XXL-Selbstbewusstsein weggelacht. „Ich weiß nicht, warum Bayern einen Stürmer braucht, wenn ich da bin. Wozu?“, grinste der Top-Torjäger des FC Bayern angesprochen auf das Lob von Karl-Heinz Rummenigge in Richtung Gonzalo Higuain. Der Vereinsboss hatte den argentinischen Angreifer zuletzt als „großartigen Spieler, der Bayern gefällt“, bezeichnet. Der Goalgetter des SSC Neapel macht derzeit mit 20 Toren in 20 Serie-A-Spielen auf sich aufmerksam, doch auch Lewys Bilanz kann sich sehen lassen. 15 Treffer in 16 Ligaspielen sind nicht minder gut – dazu hat der Top-Torjäger der Roten noch sieben Tore in der Champions League erzielt. Higuain kommt international nur auf zwei Buden in der Europa League.

Seit dem Abgang von Claudio Pizarro im vergangenen Sommer ist Lewandowski der einzig echte Mittelstürmer im Angriff des Rekordmeisters. Zwar hat Pep Guardiola viele Optionen in der Offensive, den Spielertypen Lewandowski könnte er aber nicht ohne weiteres ersetzen. Für die Ansprüche der Bayern ist es da nur logisch, sich nach einer Alternative für den 27-Jährigen umzusehen. Doch Lewy selbst sieht das ein wenig anders. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich keine Konkurrenz brauche, um noch härter zu trainieren“, erklärt Polens Sportler des Jahres. „Ich arbeite auch so sehr hart im Training, weil ich mich immer verbessern will. Da ist es egal, ob ich einen Konkurrenten habe oder nicht. Denn ich fokussiere mich nur auf mich und frage mich selbst jeden Tag, wie ich mich verbessern kann“, lässt der Knipser wissen.

Lewy denkt noch nicht an Ancelotti

Ob sein zukünftiger Coach Carlo Ancelotti auch so denkt? „Das weiß ich nicht“, meint Lewandowski und will sich noch gar nicht mit dem Szenario ab dem 1. Juli beschäftigen. „Bis dahin ist noch viel Zeit. Ich konzentriere mich voll auf diese Saison mit Pep“, versichert er. Doch so ganz kommt er an Ancelotti doch nicht vorbei. In der Winterpause besuchte Lewy gemeinsam mit seinem Berater Cezary Kucharski die Redaktion der polnischen Sportzeitung Przeglad Sportowy. Dort gab es für den Volkshelden nicht nur eingerahmte Titelgeschichten über ihn geschenkt, sondern auch ein Buch über den 56-jährigen Erfolgstrainer. „Ja, das Buch habe ich da geschenkt bekommen“, gibt der Stürmer zu. „Aber ich habe es noch nicht gelesen“, versichert er.

Viel mehr Aufmerksamkeit schenkt Lewandowski dagegen dem HSV. Am Freitag (20.30 Uhr, Sky & ARD) starten die Münchner in die Rückrunde. „Wir müssen immer attackieren. Hamburg wird defensiv spielen und auf eine Chance warten“, erwartet er mal wieder ein Geduldsspiel. Die Bayern sind gewarnt: Borussia Dortmund ging im November mit 1:3 unter im Volksparkstadion. Das soll dem FCB nicht passieren. „Wir sind in einer guten Form. Wir haben gut trainiert und wissen, wo wir stehen“, versichert Lewy. Wenn der Rest der Truppe genauso selbstbewusst auftritt sein Torjäger, dann sind drei Punkte garantiert.

Sven Westerschulze

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