Vor dem Duell mit dem BVB

Lewandowski: BVB ist von Reus abhängig

+
Robert Lewandowski spielte von 2010 bis 2014 für den BVB, ehe er zum FC Bayern wechselte.

München - Robert Lewandowski spielt am Samstag mit dem FC Bayern bei seinem Ex-Klub Borussia Dortmund. Die Krise könne er sich zwar nicht erklären, er erkenne aber die Abhängigkeit von einem Spieler.

Wenn es um seinen Ex-Verein geht, hält sich Robert Lewandowski ziemlich bedeckt. Erst recht vor dem Duell am Samstag mit seinem FC Bayern bei Borussia Dortmund. Bei jenem Klub also, der in diesem Jahr erhebliche Probleme hat, regelrecht in eine Krise geraten ist. Der einstige Verfolger des Rekordmeisters hinkt in der Liga derzeit nur noch hinterher, hat mit aktuell 33 Punkten sage und schreibe 31 Zähler weniger auf dem Konto als die Münchner. "Es ist für mich als Außenstehender nur schwer zu beurteilen, aber auf dem Papier scheinen sie eigentlich noch stärker zu sein als früher", sagt der polnische Nationalspieler im Gespräch mit Eurosport.

Und das, obwohl viele Experten meinen, der BVB habe den Abgang des Goalgetters (74 Tore in 131 Einsätzen im schwarz-gelben Trikot) nicht kompensieren können. Eine Einschätzung, die der der 26-Jährige offenbar gar nicht erst gelten lässt: "Ich erinnere mich an eine Zeit, als wir praktisch nur zwölf Stammspieler hatten, die alle Partien durchspielten. Jetzt sind sie eigentlich viel breiter aufgestellt, aber irgendwas ist wohl schief gelaufen."

Damals wie heute sei das Team von Trainer Jürgen Klopp (zu) sehr von Marco Reus abhängig. Kaum hatte sich der Nationalspieler nach seinem Außenbandriss im Sprunggelenk zurückgemeldet, verließ der BVB die Abstiegszone. Das sei auch vor dieser Spielzeit ähnlich gewesen, meinte Lewandowski. "Immer wenn ich mit Marco gespielt habe, lief es gut. Aber wenn er nicht auf dem Platz stand, dann hatten wir Probleme."

Beim Rekordmeister gebe es eine solche Abhängigkeit nicht. Auch nicht von seiner eigenen Person. "Ich fühle mich hier nicht weniger wichtig", sagt er zwar, "aber unsere Stärke resultiert aus der Tatsache, dass es immer zwei, drei andere Spieler gibt, die das Team führen können, wenn ein anderer mal einen schlechten Tag hat."

Und wenn das mal nicht zutrifft, kann es eben auch schon mal zu Kantersiegen kommen.

mg

Zehn Gründe, den FCB zu lieben - und ihn zu hassen

Zehn Gründe, den FCB zu lieben - und ihn zu hassen

Auch interessant

Meistgelesen

Analyse: Darum bröckelt der Mythos Thomas Müller
Analyse: Darum bröckelt der Mythos Thomas Müller
Ticker: Bayern-U19 verliert dramatisches Elferschießen
Ticker: Bayern-U19 verliert dramatisches Elferschießen
Abschied von Lahm und Alonso: So läuft die Bayern-Meisterparty
Abschied von Lahm und Alonso: So läuft die Bayern-Meisterparty
Supertalent Ante Coric: Einst sagte er dem FC Bayern ab - und jetzt?
Supertalent Ante Coric: Einst sagte er dem FC Bayern ab - und jetzt?

Kommentare