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Ex-Lewandowski-Berater packt aus: „Robert möchte unbedingt wechseln“

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Von: Michelle Brey

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Wie geht es weiter mit dem FC Bayern und Robert Lewandowski? Der Stürmer würde den Rekordmeister gerne verlassen. Sein ehemaliger Berater verriet Hintergründe.

München - Bleibt Robert Lewandowski beim FC Bayern München - oder verlässt er den Verein? Wenngleich die Münchner am Sonntag (15. Mai) ihre zehnte Meisterschaft in Folge feierten, bleibt ein möglicher Transfer des Top-Stürmers weiterhin das bestimmende Thema.

Dass die Fans den 33-Jährigen auch kommende Saison im FCB-Trikot sehen möchten, ist offensichtlich. Eine Rede von Präsident Herbert Hainer wurde am Sonntag von schallenden „Lewa bleib“-Sprechchören übertönt. Ob Lewandowski noch zu halten ist? Einen Wechsel nach Spanien forcierte er offenbar schon länger an, wie sein ehemaliger Berater verlauten ließ.

Name: Robert Lewandowski
Alter: 33 Jahre
Position: Stürmer
Verein: FC Bayern München
Marktwert: 50 Millionen Euro

FC Bayern: Lewandowski vor Abschied? - „Gut möglich“

Die Pläne des 33-jährigen Torjägers wurden bereits am Samstag (14. Mai) publik. Wie Sportvorstand Hasan Salihamidzic mitteilte, habe Lewandowski ihm mitgeteilt, keine Vertragsverlängerung zu erwägen und, „dass er den Verein gerne verlassen würde“. Lewandowskis Vertrag läuft noch bis 2023.

„Gut möglich, dass es mein letztes Spiel für den FC Bayern war. Ich kann es nicht hundertprozentig sagen, aber es könnte sein“, sagte er nach dem letzten Bundesligaspiel 2021/22 gegen den VfL Wolfsburg. Der Pole liebäugelt wohl mit einer Verpflichtung beim FC Barcelona. Die Spanier boten ihm offenbar einen Dreijahresvertrag an.

Der FC Bayern gibt sich indes kompromisslos. Was schon Salihamidzic am Samstag klarmachte („Unsere Haltung hat sich nicht geändert: Lewa hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Das ist Fakt.“), verdeutlichte auch der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn. Mit Hinweis auf Lewandowskis 2023 auslaufenden Vertrag sagte er am Sonntag im BR: „Diesen Vertrag wird er erfüllen. Basta“.

Robert Lewandowski vom FC Bayern München feiert auf dem Balkon des Rathauses am Marienplatz die deutsche Fußball-Meisterschaft.
Robert Lewandowski feiert auf dem Balkon des Rathauses am Marienplatz die Meisterschaft. Seine Zukunft beim FC Bayern München ist indes offen. © Matthias Balk/dpa

Ex-Berater verrät Hintergründe zu Lewandowski-Plänen: „Wollte schon immer nach Spanien“

Indes verriet Cezary Kucharski Einzelheiten zu den Plänen von Lewandowski, die nicht von ungefähr kommen. Schließlich dürfte Kucharski, Lewandowskis früherer Berater, den Stürmer sehr gut kennen. Kucharski hatte Lewandowski zehn Jahre lang betreut, 2018 war er dann zu Berater Pini Zahavi gewechselt.

„Robert möchte unbedingt wechseln, und das ist schon lange sein Wunsch“, sagte Kucharski am Freitag (13. Mai) bei Sport1. „Lewandowski braucht etwas Neues, eine neue Herausforderung. Die Bayern-Bosse wissen seit Beginn der Zusammenarbeit mit Robert, dass er schon immer nach Spanien wollte.“

Spanien „oberstes Ziel“: Lewandowski vor Wechsel zum FC Barcelona?

Er verstehe, dass Lewandowski wechseln möchte. Als sie 2008 mit der Zusammenarbeit begannen, planten sie alle paar Jahre einen Wechsel, so Kucharski. Ein Transfer dürfte dieser Aussage nach also vermutlich schon länger im Raum stehen. Nicht zuletzt läuft Lewandowski schon seit der Saison 2014/15 für den FC Bayern auf und sammelte dabei einen Titel nach dem anderen.

„Er hat mit dem FC Bayern alles erreicht, und das ist jetzt ein guter Moment für ein neues Ziel“, so Kucharski weiter. Spanien sei dabei immer „oberstes Ziel“ für Lewandowski gewesen, „und für das Karriereende dann die USA“. Das Angebot vom FC Barcelona dürfte dem 33-Jährigen hinsichtlich Spanien nur in die Karten spielen. Das Interesse aus Spanien an Lewandowski gibt es jedenfalls schon seit Jahren.

Kahn hingegen wisse nichts von Barcelona, wie er sagte. „Ich weiß nur, dass wir den besten Stürmer der Welt unter Vertrag haben und das soll auch so bleiben.“ Für den Fall der Fälle wäre er aber vorbereitet: „Bei uns gibt es nicht nur Plan B, sondern auch Plan C und D.“ (mbr mit Material von dpa)

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