Maue Leistung gegen Real wohl mit Ansage

Lustloser Lewandowski? Torjäger soll Bayern-Kollegen verärgern

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Sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt: Robert Lewandowski scheint aktuell nicht bereit zu sein für die heiße Saisonphase.

Robert Lewandowski hat nicht nur den Bayern-Fans und -Bossen am Mittwoch gegen Real Madrid Rätsel aufgegeben. Der schwache Auftritt des Stürmerstars hatte offenbar eine Vorgeschichte.

München - Im Frühjahr zählt's. Wenn die Blumen wieder erblühen, die Sonne schon in den frühen Morgenstunden erstrahlt. Dann stehen die wirklich wichtigen Spiele im Vereinsfußball an. Werden Helden geboren. Es ist die Zeit, in der die - mit Ausnahme der mittlerweile oftmals schon früh entschiedenen Meisterschaften - wichtigen Titel verteilt werden. Crunchtime - wie die US-Amerikaner sagen.

Spieler der Klasse von Robert Lewandowski müssten folglich jetzt richtig aufblühen. Doch gerade beim bislang größten Spiel dieser Saison - dem 1:2 gegen Real Madrid am vergangenen Mittwoch - war der vermeintlich beste Strafraumstürmer der Welt nur ein Schatten seiner selbst. Wie gewohnt schuftete der 29-Jährige viel, schaffte Räume für die Nebenleute, vergab aber eben auch zwei dicke Chancen. Kurzum: Lewandowski gab ein völlig ungewohntes Bild ab.

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Heynckes hofft auf Besserung

Das blieb auch seinem Trainer nicht verborgen. Jupp Heynckes berichtete den Journalisten am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Sa., 15:30 Uhr/ hier im Live-Ticker) von einem Gespräch unter Männern: „Ich habe eben lange mit Robert gesprochen und ich hoffe, er gibt die Antwort am Dienstag auf dem Platz.“ Wohlgemerkt: Heynckes hofft. Er hätte ja auch sagen können, dass er davon überzeugt sei.

Der 72-Jährige wird seine Worte mit Bedacht gewählt haben. Denn Lewandowskis mauer Auftritt gegen die „Königlichen“ soll eine Vorgeschichte haben. Wie die Bild berichtet, trainiere der Pole seit rund zwei Wochen extrem lustlos. Das missfalle den Kollegen. Und es dürfte auch Heynckes sauer aufstoßen. Nicht nur, weil er sich in wenigen Wochen nur zu gern als zweimaliger Triple-Trainer in die endgültige Fußball-Rente verabschieden möchte. Für den akribischen Arbeiter ist es schlicht ein Unding, sich derart hängen zu lassen.

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Wagner könnte für Lewandowski beginnen

Dem Blatt zufolge soll Heynckes sogar darüber nachgedacht haben, am Dienstag statt Lewandowski dessen im Winter verpflichteten Backup Sandro Wagner beginnen zu lassen. Es wäre ein Affront für den aktuell wohl größten Star im Aufgebot der Roten, dessen Unverzichtbarkeit in großen Spielen auch von den Bossen immer wieder herausgehoben wird.

Vielleicht ist es nur eine Taktik des Trainerfuchses. Ein Versuch, den extrem ehrgeizigen Torjäger, auf den ja auch der Champions-League-Gegner ein Auge geworfen haben soll, noch einmal zu Topleistungen anzustacheln. An der Ehre zu packen. Seit seinem Doppelpack beim 5:0 im Achtelfinal-Hinspiel gegen Besiktas Istanbul im Februar wartet Lewandowski mittlerweile auf einen Treffer in der „Königsklasse“. Die SZ betitelt ihn in ihrer Wochenendausgabe schon als „Winterweltfußballer, dem auf einmal der Haxn zittert, wenn im April und Mai die ganz großen Spiele kommen“. Eben genau dann, wenn es darauf ankommt und echte Winner-Typen gefragt sind.

mg

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