In seiner polnischen Heimat

Mit Spende für krankes Kind: Lewandowski sitzt Betrüger auf

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Ist einem Betrüger aufgesessen: Robert Lewandowski hat in Polen für ein vermeintlich schwerkrankes Kind gespendet.

Robert Lewandowski hat sich an einer Spendenaktion für ein schwerkrankes Kind beteiligt. Erst später kommt heraus: Bei dem Organisator handelt es sich um einen Betrüger.

München - Seit Anfang Mai ist Robert Lewandowski Vater der kleinen Klara. Dass er ein Herz für Kinder hat, bewies der Torjäger des FC Bayern aber auch schon vorher. Nun bescherte ihm sein Faible für den Nachwuchs während der Länderspielpause einen aber wohl eher unliebsamen Termin. An diesem Dienstag wurde der 29-Jährige laut polnischen Medien von der Staatsanwaltschaft Breslau als Zeuge befragt.

Grund: In seiner Heimat ist Lewandowski offenbar einem Betrüger aufgesessen. Ein 23-Jähriger hatte im Februar eine vermeintliche Spendenaktion organisiert, um einem an Augenkrebs leidenden Kleinkind die lebenswichtige Operation in den USA zahlen zu können. Der junge Mann malte die traurige Geschichte sogar noch weiter aus. Demnach hätten die Eltern des schwerkranken Zweijährigen bereits eine Million Zloty (etwa 235.600 Euro) gesammelt, indem sie Haus und Auto verpfändet und von Freunden Geld geliehen hätten.

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Lewandowski spendet umgerechnet 23.500 Euro

Allerdings mussten dem Spendenaufruf zufolge weitere 500.000 Zloty aufgebracht werden. Und da kamen unter anderem die Lewandowskis ins Spiel. Der Bayern-Star und seine Anna sollen 100.000 Zloty überwiesen haben - das entspricht gut 23.500 Euro. Auch andere polnische Prominente gingen dem Betrüger demnach auf den Leim.

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Der Haken an der Sache: Das schwerkranke Kind existiert gar nicht. Im Juli flog alles auf. Seither sitzt der 23-Jährige hinter Gittern. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft. Mittlerweile will der Betrüger die komplette Spenden-Summe an seine Opfer zurückgezahlt haben. Er veröffentlichte demnach sogar eine Kopie der Rücküberweisung auf das Konto von Polens Nationalheld Lewandowski. Ein verzweifelter Versuch, das Strafmaß zu mildern?

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Für den 91-maligen Nationalspieler dürfte angesichts seines üppigen Gehalts in München jedenfalls wohl weniger der finanzielle Aspekt im Vordergrund stehen als vielmehr der emotionale. Schließlich hat der dreiste Landsmann Lewandowskis Gutmütigkeit schamlos ausgenutzt.

mg

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