Bayern-Stürmer

Robert Lewandowski: Was läuft wirklich mit Real Madrid?

+
Robert Leandowski im April 2017 im CL-Viertelfinale gegen Real Madrid.

Robert Lewandowski macht beim FC Bayern München zuverlässig seine Tore. Aber: Was läuft da wirklich mit Real Madrid?

München - Robert Lewandowski ist dieser Tage ein gefragter Mann. Nicht nur als Interviewpartner, der seinem Klub ohne Hemmungen auf den Zahn fühlt, sondern obendrein noch als Bayerns Mister Zuverlässig. Ganz egal, ob der 29-Jährige jetzt nun aufgrund seiner umstrittenen Äußerungen zur bayerischen Transferphilosophie im Spiegel besonders im Fokus stand, die Antwort des Polen fällt immer gleich aus: Er trifft.

Gegen Mainz auch. Mit seinem Doppelpack schraubte er sein Torekonto in dieser Bundesligasaison auf fünf Tore in vier Partien, um einiges beeindruckender ist jedoch Lewys allgemeine Bilanz in der Bundesliga. Das 4:0 gegen die Mainzer war die hundertste Partie des Knipsers in Deutschland, getroffen hat er in dieser Zeit 82 mal. So gut war noch kein Stürmer in der Bundesliga. Zum Vergleich: Gerd Müller kam nach hundert Partien nur auf 62 Buden. Lewandowski im Ballermodus!

Alles schön und gut, wären das die einzigen Schlagzeilen, die Bayerns Goalgetter aktuell schreibt. Aber das sind sie nicht. Nicht nur, dass sich der Pole (und seine Berater) in die Vereinspolitik der Münchner einmischt, passend dazu scheint auch das Thema Real Madrid wieder aktuell zu werden. Zumindest, wenn man Spaniens Sportzeitung As glauben mag. Die schreibt nämlich, dass Lewandowski auch weiterhin „besessen“ davon sei, eines Tages für die Königlichen zu spielen und den Wechsel sogar „erzwingen“ wolle. Dazu passen auch Karl-Heinz Rummenigges Worte neulich, der von Real als Lewys „vermeintlichem Traumverein“ sprach. Allem Anschein nach soll das Interesse aber nicht auf Beidseitigkeit beruhen. Laut As scheinen die Bosse der Madrilenen nämlich nicht an Lewandowski, sondern an Leipzig-Rakete Timo Werner dran zu sein.

Lewandowski bis 2021 mit Vertrag beim FC Bayern München

Die Bosse des FCB jedenfalls scheint die gesamte Angelegenheit mehr oder minder kalt zu lassen. Vor allem – Rummenigge wird ja nicht müde es zu betonen – weil der rote Torgarant bis 2021 unter Vertrag steht und keine Ausstiegsklausel besitzt. So wie man die Chefetage des Rekordmeisters kennt, dürfte sich ein angestrebter Wechsel zu Real also als einigermaßen schwer darstellen.

Wer die Berater rund um Lewandowski aber kennt, der dürfte wissen, dass auch nichts unversucht bleibt. Zumal ihr Klient neulich in seinem offenen Interview mit dem Spiegel auch noch Folgendes meinte: „Wenn ein Spieler wirklich wechseln will, dann kann er das in der Regel auch durchsetzen.“ Noch lachen die Bayern das Lewy-Theater weg. Sportdirektor Salihamidzic dazu: „Ich lasse mich davon überhaupt nicht irritieren. Er hat die richtige Antwort auf dem Platz gegeben, nur das interessiert mich.“ Er selbst meinte: „Ich muss auch nicht zu jedem Quatsch etwas sagen.“ Und schießt lieber Tore. Denn er weiß: Reals Meinung über ihn ist nur mit Toren zu ändern. Vielen Toren.

José Carlos Menzel López

Auch interessant

Meistgelesen

Nations League: Bayern-Star fällt gegen Frankreich aus
Nations League: Bayern-Star fällt gegen Frankreich aus
Park-Chaos an der Allianz Arena: Was bei Heimspielen des FC Bayern jetzt anders läuft
Park-Chaos an der Allianz Arena: Was bei Heimspielen des FC Bayern jetzt anders läuft
Vidal: Münchner Gericht bestätigt Mega-Geldstrafe gegen Ex-Bayern-Star
Vidal: Münchner Gericht bestätigt Mega-Geldstrafe gegen Ex-Bayern-Star
Daum warnt die Bayern-Bosse - und ein anderer Trainer zeigt sich irritiert von einer Kovac-Aussage
Daum warnt die Bayern-Bosse - und ein anderer Trainer zeigt sich irritiert von einer Kovac-Aussage

Kommentare