tz-Interview

Rode: "Der FCB in einem Wort? Eindrucksvoll!"

+
Rode (l.) mit Thomas Müller: „An das Training musste ich mich erst mal gewöhnen.“

Doha - Aufsteiger Sebastian Rode zieht im tz-Interview Bilanz seines ersten Münchner Halbjahrs.

Herr Rode, haben Sie sich eigentlich über die Winterpause geärgert?

Rode: Wieso?

Na weil Sie am Ende der Hinrunde richtig aufgedreht haben…

Rode: Ja, das stimmt. Das war eine Phase, in der es für mich ruhig hätte weitergehen können. Aber kurz vor der Winterpause hat mich dann eine Grippe umgeworfen, deshalb war ich auch in Mainz nicht mit dabei. So war es vielleicht doch ganz gut, dass ich Zeit zur Erholung hatte.

Wie haben Sie die Zeit genutzt?

Rode: Ich war in Irland und Schottland. Ich habe dort zwei Freunde besucht, wir waren in Dublin und Edinburgh. Der Zeitpunkt meines Urlaubs war genau richtig, es hat nur einen Tag geregnet.

Der Urlaub ist vorbei, jetzt wird jeden Tag geschwitzt: Wie groß war die Vorfreude auf das Trainingslager?

Rode (lacht): Über freie Tage freut man sich natürlich immer. Aber wenn man sich drei Wochen lang erholen durfte, dann freut man sich schon darauf, dass es wieder losgeht.

Hier scheint jetzt jeden Tag die Sonne. Sind Sie das erste Mal hier?

Rode: Nein, ich war während meiner Zeit bei Eintracht Frankfurt auch schon mal hier. Wir haben sogar auch im Grand Heritage gewohnt wie jetzt mit dem FCB, aber wir durften nicht auf die beiden Trainingsplätze direkt vor dem Hotel. Wir haben meist im Stadion trainiert oder auf anderen Plätzen.

Wie wichtig sind die Tage in Doha für das Team?

Rode: Sie sind schon noch mal etwas anderes als die Einheiten während der Saison. Wenn fast alle drei Tage ein Spiel ansteht, hat der Trainer wenige Möglichkeiten, noch mal gewisse Dinge einzustudieren. Hier haben wir nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Zeit dazu. Natürlich sind die Einheiten intensiver, das merkt man schon in den Knochen. Aber das soll ja auch so sein.

Wie fällt Ihre Bilanz des ersten Halbjahrs beim FCB aus?

Rode: Vieles, was ich mir erhofft hatte, ist eingetreten. Ich bin auf meine Einsatzzeiten gekommen und vor allem verletzungsfrei geblieben, um im Training Gas zu geben. Ich habe schon viel dazugelernt. Zum einen dank der Ideen unseres Trainers, zum anderen durch das hohe Tempo, das hier in jedem Training herrscht. Das war eine große Umstellung für mich, da musste ich mich erst mal dran gewöhnen. Alles in allem war es die absolut richtige Entscheidung.

Wie würden Sie den FC Bayern mit einem Wort beschreiben?

Rode (überlegt kurz): Eindrucksvoll. Das merkt man ja schon alleine an dem, was hier los ist. Als ich vor drei Jahren mit der Eintracht hier war, hat sich, ohne despektierlich klingen zu wollen, kaum einer für unser Training interessiert.

Nächste Woche stehen die Fanklubbesuche der Spieler auf dem Programm – für Sie ist es das erste Mal. Sind Sie gespannt, was da auf Sie zukommt?

Rode: In erster Linie freue ich mich natürlich. Besuche wie diese sind ja etwas Schönes. Die Leute freuen sich, die Spieler bei sich zu haben. Außerdem habe ich schon ein bisschen Erfahrung gesammelt, denn im Dezember habe ich zusammen mit Tobi Schweinsteiger schon einen Rollstuhl-Fanklub besucht.

In unserem Live-Ticker finden Sie alle Infos zum Trainingslager des FC Bayern in Katar.

Interview: sw

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Marco Verratti zum FC Bayern? Das sagt der PSG-Star zu den Transfergerüchten
Marco Verratti zum FC Bayern? Das sagt der PSG-Star zu den Transfergerüchten
Robben so fit wie selten zuvor: Ist das sein Geheimnis?
Robben so fit wie selten zuvor: Ist das sein Geheimnis?
Hummels hilft in Afrika: „Macht mich tief betroffen“
Hummels hilft in Afrika: „Macht mich tief betroffen“
FC Bayern: Lahm 17. Spieler in der "Hall of Fame"
FC Bayern: Lahm 17. Spieler in der "Hall of Fame"

Kommentare