Lewandowski-Backup will sich reinhängen

Rückmeldung von Löw eingeholt: Wagner will trotz Back-Up-Rolle zur WM

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Trainingslager FC Bayern München

Sandro Wagner, der Winterzugang aus Hoffenheim, kündigt vollen Einsatz im Trikot des FC Bayern an – in allen Belangen. Das Ziel ist und bleibt die WM in Russland.

Als Ersatz für Robert Lewandowski eine ruhige Kugel im Bayern-Dress schieben? Nicht mit Sandro Wagner! Der Winterzugang aus Hoffenheim kündigt vollen Einsatz im Trikot des Rekordmeisters an – in allen Belangen. „Es ist nicht meine Spielweise nur vorne zu warten. Ich versuche der Mannschaft zu helfen, gerade auch im Defensivbereich. Ich habe auch Spaß beim Tore vorbereiten. Ich bin nicht unglücklich, wenn wir 4:0 gewinnen und ich kein Tor mache“, sagte er am Mittwoch im arabischen Trainingslager (wir berichten im News-Ticker aus Doha).

Wagner will sich reinhängen. Muss er auch – in doppelter Hinsicht. „Mein Wunschgedanke wäre, dass ich auf meine Einsatzminuten komme und es so auf den WM-Zug schaffe. Das ist mein Ziel für die Rückrunde. Es ist ja nicht mehr so lange bis zum Turnier Ich weiß, wenn ich hier meine Leistung im Training und im Spiel bringe, dass ich meine Einsatzzeit bekomme. Das wurde mich auch im Gespräch bestätigt“, verriet der Angreifer am Mittwoch nach der Vormittags-Einheit.

„Ich habe auch dem Bundestrainer alles abgesprochen“

Ob er persönlich glaube, dass sich seine WM-Chancen durch den Wechsel zu seinem Heimatverein erhöht oder verkleinert haben? Wagner: „Im Endeffekt wird man das erst im Mai sehen, ob die Entscheidung im Hinblick auf die WM gut war. Für mich war immer ganz klar: Wenn es die Möglichkeit gibt, zu Bayern zurückzukehren, dann mache ich das. Ich habe auch mit dem Bundestrainer im Vorfeld alles abgesprochen und mir seine Meinung eingeholt. Die war sehr positiv und im Endeffekt hat er auch gemeint, ich soll das machen. Das war mir auch wichtig.“

Fakt ist aber: Auch wenn sich die neueste Transfer-Errungenschaft der Münchner genügend Spielzeiten ausrechnet, der Ex-Hoffenheimer ist klarer Stürmer Nummer zwei hinter Robert Lewandowski. Vielleicht stellt Trainer Jupp Heynckes auch mal Wagner und Lewandowski als Doppel-Sturm auf. Eine Idee in diese Richtung kündigte der 72-Jährige vorm Abflug nach Doha an. Denn: Der Pole ist dafür bekannt, so viele Spiele wie möglich zu bestreiten, um persönliche Erfolge wie die Torschützenkanone feiern zu können. Wagner hatte in der Vergangenheit bereits verlauten lassen, dass er nicht gern eingewechselt werde. Was das für die Rollenverteilung der beiden Angreifer bedeute? „Das müssen wir noch auskarteln. Prinzipell ist kein Spieler gerne Einwechselspieler. Ich weiß, was auf mich zukommt. Dass ich ein paar Mal auf der Bank sitzen werde, ist in Ordnung“, meint der DFB-Stürmer – und fügt in typisch selbstbewusster Manier an: „Ich kann mich ja nicht selber aufstellen – noch nicht!“

„War klar, dass ich nach Hause will zu meinem Verein“

Bescheidener wird der 30-Jährige, wenn es um die Rückkehr zu seinen Wurzeln an die Säbener Straße geht, wo er bereits zwischen 2002 und 2008 spielte: „Ich musste überhaupt nicht nachdenken. Wenn Bayern anfragt, ist das eine besondere Situation. Für mich war klar, dass ich nach Hause will zu meinem Verein.“ Bewunderung war in seiner Stimme auch beim Thema Jupp Heynckes zu hören. „Es ist schon beeindruckend, wie jemand eine so große Gruppe einfangen und für sich gewinnen kann. Solche Persönlichkeiten imponieren mir.“ Angesprochen auf den Unterschied zu Julian Nagelsmann antwortete Wagner: „Vom Slang her sind sie ein bisschen anders.“

Manuel Bonke

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