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Bayerns Vorstandsboss räumt mit Gerüchten auf

Rummenigge über Müller, de Bruyne und Schweinsteiger

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Koan Kevin de Bruyne, weiter mit Thomas Müller, Abschied von Bastian Schweinsteiger (r. v. o.): Karl-Heinz Rummenigge (l.) hatte in diesem Sommer einige Personalien abzuarbeiten.

München – Zwischen München und Manchester ging es in diesem Sommer hoch her. Jetzt äußert sich FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge zu den Personalien, die bei den Roten und den Briten gehandelt wurden.

Kevin de Bruyne wird wohl niemals das Bayern-Trikot tragen. Doch an der Säbener Straße ist der 75-Millionen-Euro-Profi aus Belgien im Spätsommer 2015 das heißeste Thema. Nachdem VW-Chef Martin Winterkorn, der im Aufsichtsrat des FCB sitzt, zuletzt öffentlich über die Chancenlosigkeit der Roten im Wettbieten um de Bruyne fabulierte, stellt nun Karl-Heinz Rummenigge im Interview mit der SZ klar: "Der FC Bayern wollte nicht mithalten." Heißt: Der Rekordmeister machte den Weg frei für den Wechsel zu Manchester City. Damit bestätigt der FCB-Vorstandsboss den Berater de Bruynes, laut dessen Aussagen die Absage von den Bayern ausging.

Eine Absage aus München kassierte bekanntlich auch Manchester United im Werben um Thomas Müller. "Wenn ich Bankdirektor wäre, hätten wir das machen müssen", verrät Rummenigge nun ohne Zahlen zu nennen: "Aber als Fußballverein haben wir uns erlaubt, die Tür zuzumachen. Und diese Tür bleibt zu, das kann ich allen versprechen."

Anders sah die Lage bei Bastian Schweinsteiger aus. "Als Bastian mir im Sommer gegenübersaß, habe ich mich an mich selber erinnert gefühlt", vergleicht der frühere Bayern-Stürmer die Situation mit dem Sommer 1984. In Schweinsteigers Geburts-Jahr hatte Rummenigge München mit dem Ziel Inter Mailand verlassen. 31 Jahre später zog es eine andere Vereins-Ikone auf die Insel: "Er wollte in Manchester eine Auslandserfahrung, und er konnte dort mehr verdienen. Ich hatte kein Argument dagegen. Ich habe ihn verstanden."

"Fans wollen immer Darlings haben"

Die damit neu aufgeflammte Identitätsfrage beschäftigt Rummenigge eigentlich nicht weiter: "Ich glaube, dass der Fan in einer sich dynamisch verändernden Welt auch ein paar Veränderungen akzeptieren muss." Wobei der 59-Jährige die Anhänger schon verstehen kann: "Die Fans wollen natürlich immer ein paar Darlings haben, und im Idealfall kommen die wie Bastian Schweinsteiger auch aus Kolbermoor. Aber wer unseren neuen Douglas Costa gerade spielen sieht, der kann sich vorstellen, dass die neuen Darlings auch mal aus Porto Alegre kommen dürfen."

Sammer knöpft sich Flüchtlings-Gegner vor

Apropos Douglas Costa - in diesem Poker hatte der FC Bayern die besseren Karten als die internationale Konkurrenz. "Wir waren nicht allein mit unserem Interesse, Chelsea war an ihm dran, Atletico Madrid auch", unterstreicht Rummenigge. Besonders die Top-Klubs aus England werden den Roten aber aufgrund des ab der kommenden Saison greifenden Mega-TV-Vertrags der Premier League das Leben besonders schwer machen – da ist sich der Europameister von 1980 sicher: "Ich habe das Gefühl, die Engländer revolutionieren sich gerade - und das, kombiniert mit ihrem Geld, ist für uns eine große Gefahr."

"Engländer geben Vollgas"

Rummenigge konnte sich höchstselbst davon überzeugen, wie in Manchester und London der Angriff auf Europas Fußball-Thron anvisiert wird: "Ich habe das Jugendleistungszentrum gesehen, das Manchester City gerade hingestellt hat und kann nur sagen: Besser geht's nicht. Ich war bei Tottenham, Arsenal und Chelsea: überall das Gleiche. Die Engländer geben Vollgas, auch im Nachwuchsbereich."

FCB unterliegt Regionalliga-Team

In einigen Wochen werden auch Rummenigge und Co. in den Verhandlungen mit Pep Guardiola Vollgas geben. Der Trainer soll unbedingt über das Vertragsende 2016 hinaus gehalten werden. "Wir werden uns in der zweiten Jahreshälfte zusammensetzen", bestätigt der gebürtige Lippstädter: "Ich habe nach wir vor das Gefühl, dass wir gute Chancen haben, dass Pep Guardiola länger bei uns bleibt."

Bilder: Bayern unterliegt Regensburg

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