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Rummenigge droht FIFA: "Dann gnade ihr Gott!"

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Karl-Heinz Rummenigge legt sich mit der FIFA an
Karl-Heinz Rummenigge legt sich mit der FIFA an © sampics

München - FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge spricht im Dauerstreit um die Abstellung der Nationalspieler eine Drohung aus. Im Zentrum seiner Kritik steht der Fußball-Weltverband.

Der Streit ist nicht neu. "Diese Länderspiele gegen Aserbaidschan und Südafrika – das ist ja so langsam Kokolores. Ich meine, wir spielen da 100.000 Spiele und wir Vereine haben den Dreck auszubaden", wetterte FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß schon im September 2009 gegen die Länderspielflut.

Mehr als ein Jahr später ist der Streit immer noch nicht geschlichtet - ganz im Gegenteil. Nach den Verletzungen von Arjen Robben und Mark van Bommel, erlitten jeweils in der Obhut der niederländischen Nationalmannschaft, ist das Thema präsenter denn je. Die Kernfragen: Müssen die Fußballverbände den Vereinen Geld zahlen, wenn diese Spieler für Länderspiele abstellen? Sind es zu viele Test-Länderspiele? Muss die FIFA ihre Termine mit den Vereinen abstimmen?

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"Die FIFA müsste ihre Statuten ändern", regte Rummenigge in einer Elefantenrunde des "kicker" mit Verbandsfunktionär Wolfgang Niersbach, Schalke-Coach Felix Magath und Bayern- Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt an. Dann attackierte er Niersbach direkt: "Wolfgang, wir als Arbeitgeber können nicht mehr akzeptieren, dass uns nur par ordre de Mufti der Kalender mitgeteilt wird, dass wir die Spieler kostenlos abstellen. Gelingt uns kein Konsens, wird irgendwann eine solche Beschwerde eingereicht. Und dann gnade Gott der FIFA!"

Rummenigge wirft der FIFA vor, als Monopolist aufzutreten und den Vereinen kein Mitspracherecht zu geben. "Akzeptierst du jetzt die Statuten nicht, ziehen sie dir Punkte ab oder du fliegst aus der Champions League. Da soll mir keiner von Demokratie reden!", wettert er im "kicker"-Gespräch.

Erst mal richtig in Rage geredet macht der FCB-Boss ein weiteres Fass auf - das Thema Videobeweis, gegen den sich FIFA-Präsident Sepp Blatter so sehr sträubt. "Die FIFA spricht von Fair Play, aber wir haben jede Woche Ärger, weil technische Hilfsmittel unzulässig sind."

Niersbach konnte den Argumenten Rummenigges wenig entgegensetzen. Er meint lapidar: "Änderungen sind schwer herbeizuführen. Auch bei der UNO ist der Weg mühsam."

kim

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