Neue Vermarktungsziele

Rummenigge erklärt die USA-Reise des FC Bayern

+
Karl-Heinz Rummenigge.

München - Bei den Roten heißt es: Go West – ab in die USA! Karl-Heinz Rummenigge erklärt, was die Münchner sich von dem Trip erhoffen.

Der FC Bayern will weiter die Welt erobern! Nach den Expeditionen in Richtung Osten mit einer Tour nach China vor zwei Jahren und der stetigen Wintertrainingslager-Präsenz am persischen Golf heißt es bei den Roten nun ganz aktuell: Go West – ab in die USA! Seit gut einem Jahr gibt es die intern klar formulierte Marschroute, wonach der nordamerikanische Markt an erster Stelle der neuen Vermarktungsziele steht. Vorläufiger Höhepunkt der Offensive ist die USA-Reise der gesamten Mannschaft mit zwei Destinationen an Ost- und Westküste. Los geht es am 30. Juli von München nach New Jersey, dort findet am 1. August das erste Testspiel gegen Deportivo Guadalajara statt. In Portland spielt der Rekordmeister – dann in kompletter Besetzung mit allen bis dahin noch fehlenden Nationalspielern – gegen die MLS Allstars (7. August). Bei und rund um in diese Spiele gilt die Devise, sich so häufig wie möglich zu präsentieren. Und das betrifft nicht nur die aktuellen Spieler. So ist zum Beispiel auch der Kaiser dabei!

„Franz Beckenbauer ist mit weitem Abstand das bekannteste Gesicht, das wir im Verein haben. Er spielt auf diesem Weg eine wichtige Rolle, weil er weltweit höchstes Ansehen genießt und einen enormen Bekanntheitsgrad hat“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Zudem spielte der Kaiser selbst seinerzeit in den USA. Für Jörg Wacker, der seit 2013 für die Internationalisierung des Vereins zuständig ist, ein „Traum, wenn uns so eine außergewöhnliche Persönlichkeit unterstützt“.

Bei den Erwartungen an diese Reise wird von Seiten des Vorstands auch nicht groß herumgeredet. Sportlich mag es in der Vorbereitung auf die Saison bessere Aufenthaltsorte und kürzere Anreisen geben, in den USA geht es einzig darum, „den Markennamen von Bayern München bekannter zu machen“, wie Karl-Heinz Rummenigge meinte. „Und darüber hinaus wollen wir natürlich auch finanziellen Nutzen in den Bereichen Sponsoring und Merchandising ziehen.“ Heißt: Pep Guardiola und der FCB wollen keine neuen Spieler, sie wollen neue Fans! Dabei hätte man den Zeitpunkt wohl kaum besser treffen können, immerhin fährt man nun mit einer Vielzahl an aktuellen Weltmeistern in ein Land, das gerade zur WM einen kleinen Fußball-Boom erlebt hat. Die Einschaltquoten sind während des Turniers in Brasilien in die Höhe gegangen, das Interesse an Fußball wächst stetig. Davon will der FCB profitieren – und seine Partner auch! So kann sich Anteilseigner Adidas im Land des größten Konkurrenten Nike präsentieren, der zweite Partner Audi ist sogar Namensgeber der Bayern-Tour. Auch der Autobauer will nach starken Jahren in Asien mehr und mehr in den USA Fuß fassen.

mic

Die besten Fan-Choreos der Bayern

Die besten Fan-Choreos der Bayern

auch interessant

Meistgelesen

Ticker: Aus! Lewandowski besiegt Freiburg
Ticker: Aus! Lewandowski besiegt Freiburg
Auf Ancelotti wartet noch eine Menge Arbeit
Auf Ancelotti wartet noch eine Menge Arbeit
„Qualität und Lewandowski - was soll ich dazu noch sagen?“
„Qualität und Lewandowski - was soll ich dazu noch sagen?“
Bleibt Coman bei den Bayern? Rummenigge verrät Tendenz
Bleibt Coman bei den Bayern? Rummenigge verrät Tendenz

Kommentare