Rummenigge enthüllt Hoeneß' einzige Schwäche

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Karl-Heinz Rummenigge bei seiner Laudatio

München - Bei der Feier zu Uli Hoeneß' 60. Geburtstag hielt Karl-Heinz Rummenigge eine große Laudatio. Er nannte Hoeneß "die Seele unseres Klubs", bot aber auch viel Anlass zum Schmunzeln: die wichtigsten Passagen aus der Rede.

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Überraschung für Hoeneß bei Geburtstagsfeier

Was für ein Abend! Die Prominenz feiert einen der größten Fußball-Macher dieses Landes, den Manager der Bundesliga. Aus ganz Deutschland waren die Gäste gekommen, um anzustoßen auf den „Vater Theresa vom Tegernsee, den Nelson Mandela vom Ulmer Eselsberg“, wie Karl-Heinz Rummenigge ihn am Freitag liebevoll umschrieb. Der Vorstandsboss des FC Bayern und Weggefährte von Uli Hoeneß hielt eine lange, launige Rede auf das Geburtstagskind. Rummenigge: „Ich weiß, Du magst all diese Lobhudelei nicht. Deshalb will ich nur so viel sagen: Ohne Dich, lieber Uli, wärst Du heute nicht hier. Wir alle aber auch nicht.“ Was wirklich schade gewesen wäre. Denn neben gutem Essen, vielen Gesprächen und feucht-fröhlichen Einlagen gab es vor allem interessante Details aus der Karriere des großen Uli zu hören – ausgerechnet von Freund Kalle ausgeplaudert.

Rückblick: So schön feierte Uli Hoeneß seinen 60. Geburtstag

Mit knapp 500 geladenen Gästen feierte Uli Hoeneß seinen 60. Geburtstag. © Getty/Pool
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Uli Hoeneß mit Martin Winterkorn © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Oliver Kahn und Svenja Kahn © Getty/Pool
Lothar Matthäus mit Joanna Tuczynska. "Matthäus wird bei uns nicht mal Greenkeeper", sagte Hoeneß einst über ihn. Doch das ist vergessen. © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Oliver Kahn und Svenja Kahn © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Rene Obermann und Maybritt Illner © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Jupp Heynckes und Iris Heynckes © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Edmund und Karin Stoiber © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Edmund und Karin Stoiber © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Christian Seifert © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Michael Ballack © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Michael Ballack © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Oliver Bierhoff © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Bixente Lizarazu © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Günter Netzer und Edmund Stoiber © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Stefan Effenberg © Getty/Pool
Edmund Stoiber © Getty/Pool
Nach so viel Begrüßung ... © Getty/Pool
... geht es in den Saal des Postpalastes in der Arnulfstraße © Getty/Pool
Thomas Gottschalk © Getty/Pool
Die Show-Legende ... © Getty/Pool
... huldigt der Fußball-Legende Uli Hoeneß © Getty/Pool
Dann ist Karl-Heinz Rummenigge dran © Getty/Pool
Uli Hoeneß freut sich ... © Getty/Pool
... und applaudiert ... © Getty/Pool
... und hört zu. © Getty/Pool
60 Jahre Uli Hoeneß! © Getty/Pool
Dazu hat sich Karl-Heinz Rummenigge einiges zu sagen © Getty/Pool
Man beachte auch ... © Getty/Pool
... das tolle Ambiente © Getty/Pool
Alle lauschen gebannt © Getty/Pool
Die besten Passagen finden Sie hier im Wortlaut © Getty/Pool
Ein Handschlag © Getty/Pool
Und eine herzliche Umarmung © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Wolfgang Niersbach und Clemens Tönnies © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Wolfgang Niersbach und Clemens Tönnies © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Jupp Heynckes und Iris Heynckes © Getty/Pool
Der Saal wurde zur kleinen Allianz Arena © Getty/Pool
Gerhard Mayer-Vorfelder und Margit Mayer-Vorfelder mit Franz Beckenbauer © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Gerhard Mayer-Vorfelder und Margit Mayer-Vorfelder © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Otto Rehhagel und Beate Rehhagel © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Thomas Müller und Lisa Müller © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Hans-Ulrich Jörges und Christiane Jörges © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Matthias Sammer © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Michael Ballack © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Michael Ballack © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Herbert Hainer © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Herbert Hainer und Angelika Hainer © Getty/Pool
Uli Hoeneß mit Peter Löscher und Marta Löscher © Getty/Pool
Hoeneß genießt das Ambiente © Getty/Pool
60 Jahre! © Getty/Pool
Dann ist Uli Hoeneß dran © Getty/Pool
Thomas Gottschalk ... © Getty/Pool
... ruft ihn auf die Bühne © Getty/Pool
Zeit für einen Plausch © Getty/Pool
Hoeneß hat einiges zu erzählen © Getty/Pool
Ein Blick in den Saal © Getty/Pool
Da wäre man gern dabei © Getty/Pool
Danach darf Hoeneß die Bühne wieder verlassen © Getty/Pool
Es stehen ... © Getty/Pool
... nämlich immer wieder ... © Getty/Pool
... verschiedene Aufführungen an. © Getty/Pool
Ode auf Uli Hoeneß! © Getty/Pool
Zünftig © Getty/Pool
Sehr zünftig! © Getty/Pool
Fesch © Getty/Pool
Thomas Müller und Lisa Müller © Getty/Pool
Oliver Bierhoff mit Clara Bierhoff © Getty/Pool
Eine passend gekleidete Bedienung © Getty/Pool
Happy birthday! © Getty
Der "Schwabe" Uli Hoeneß bekommt diese Einbürgerungsurkunde © Getty/Pool
Horst Seehofer überreicht Hoeneß das "Dokument" © Getty/Pool
Franz Beckenbauer und Thomas Gottschalk © Getty/Pool
Mario Gomez und Silvia Meichel © Getty/Pool
Oliver Kahn mit Ehefrau Svenja und Claudia Effenberg © Getty/Pool
Oliver Kahn mit Ehefrau Svenja, Claudia Effenberg und Michael Ballack © Getty/Pool
Thomas Müller und Lisa Müller © Getty/Pool
Der Tischplan © Getty/Pool
Ein Blick in den Saal © Getty/Pool
Reinhard Rauball und Günter Netzer © Getty/Pool
Alfons Schuhbeck tanzt mit Susi Hoeneß © Getty/Pool
Das Ganze wurde natürlich auch gefilmt © Getty/Pool
Raimond Aumann, Rudi Völler, Lothar Matthäus und Joanna Tuczynska © Getty/Pool
Uli Hoeneß ist der FC Bayern © Getty/Pool
Jean-Marie Pfaff mit Manuel Neuer © Getty/Pool
Thorsten Fink, Bixente Lizarazu und Stefan Effenberg © Getty/Pool
Mario Gomez und Freundin Silvia mit Darius Hall © Getty/Pool
Gegen Ende des Abends ... © Getty/Pool
... wird die Party ausgelassener © Getty/Pool
Da wird gesungen © Getty/Pool
Und gejubelt © Getty/Pool
Und gesungen © Getty/Pool
Und gejubelt © Getty/Pool
Wieso auch nicht? © Getty/Pool
Es gibt ja Anlass zum Feiern © Getty/Pool
Uli Hoeneß ist ein "Sechziger" © Getty/Pool
Eine herrliche Party © Getty/Pool
Alles Gute weiterhin! © Getty/Pool

Die tz hat die witzigsten, interessantesten Pointen seiner Rede zusammengestellt. Lesen Sie Rummenigges Worte zu…

…Uli Hoeneß und einem großen Irrtum:

„Es heißt ja immer, Uli Hoeneß wäre der Parade-Bayer schlechthin, kam aber irrtümlich in Baden-Württemberg zur Welt. Das ist falsch! Denn das Bundesland Baden-Württemberg wurde erst am 25. April 1952 gegründet, mehr als ein Vierteljahr nach der Geburt von Uli Hoeneß. Die Mutter aller Manager wurde quasi als Staatenloser in ein geographisches Vakuum hineingeboren.

Aber Bayern hat Uli mit offenen Armen aufgenommen. Es waren ja auch nur 3,4 Kilometer vom Eselsberg 1 an die Donau, nach Neu-Ulm, nach Bayern, an die Grenze des gelobten Landes.

Heute darf Uli Hoeneß als vollständig assimiliert gelten. Phäno­typisch bayerischer als er kann man gar nicht aussehen – wenn sein Labrador Kuno ein Dackel wäre, wäre das Bild perfekt.“

…Uli Hoeneß und seiner Beliebtheit in der Bevölkerung:

„Wenn man heute eine Umfrage machen würde, 99,9 Prozent würden Uli einen Gebrauchtwagen abkaufen. Die 0,1 Prozent ist Willi Lemke. Und 82 Prozent sogar eine Gebrauchtwurst. Wenn Uli seine Bereitschaft erklären würde, als Bundeswirtschaftsminister zu kandidieren, würde der Spiegel morgen mit einer Sonderausgabe erscheinen, auf deren Titel Helmut Schmidt verkündet: ‚Er kann es!’“

Uli Hoeneß: Sein Leben in Bildern

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Wegen anhaltender Kniebeschwerden beendete Uli Hoeneß schon mit 27 Jahren seine Spielerkarriere, um anschließend der jüngste Bundesliga-Manager zu werden © Getty
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Hoeneß mit Gerd Müller, dem „Bomber der Nation“. Eine ganz so glorreiche Spielerkarriere war Hoeneß nicht vergönnt © dpa
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Uli Hoeneß stilsicher mit Lederhose und Paul Breitner ebenso stilsicher mit Afrofrisur © mzv
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Duell der Legenden: Hier grätscht Hoeneß Johan Cruyff ab © Getty
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Uli Hoeneß im Europapokal-Einsatz © Getty
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...und im DFB-Trainingsanzug © ap
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Da konnten sich 1860 und der FC Bayern noch besser leiden: Hoeneß mit Karl-Heinz Wildmoser © Schlaf
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TSV 1860 und FC Bayern: Gemeinsame Pläne fürs neue Stadion © Getty
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Stolz auf die Tochter: Sabine Hoeneß serviert ihren Eltern 1996 auf der Abschlussprüfung für Köche einen Gaumenschmaus © Kurzendörfer
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Nein, Hoeneß‘ Plakat ist NICHT auf sein Verhältnis zu Dauer-Rivalen wie Borussia Dortmund und Schalke 04 gemünzt. Es geht um Werbung für die Stadtzeitung BISS © mzv
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Hoeneß 1997 allein auf weiter Flur - erinnert ein wenig an Franz Beckenbauers WM-Spaziergang nach dem WM-Finale 1990 © mzv
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Die bangsten Momente in seinem Leben: Am 18. Februar 1982 überlebt Hoeneß den Absturz eines Propellerflugzeugs © dpa
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Hoeneß war der einzige Überlebende und hat an dieses schicksalhafte Ereignis bis heute keine Erinnerungen © ap
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Susi Hoeneß steht ihrem Mann im Krankenhaus bei © dpa
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Hoeneß ganz cool mit Sonnenbrille © mzv
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Hoeneß zupft am lichten Haupthaar © mzv
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Edmund Stoiber gratuliert Hoeneß zur Deutschen Meisterschaft 93/94 © Getty
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Hoeneß mit dem Maestro Giovanni Trapattoni © Getty
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Mit Siegerzigarre © Getty
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Sein vielleicht größter Spieler: Lothar Matthäus © Getty
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Hoeneß mit Lothar Matthäus © Getty
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Hoeneß und Ottmar Hitzfeld © Getty
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Hoeneß ist Gesellschafter HoWe Wurstwaren KG in Nürnberg. Im Oktober 1999 wird Hoeneß in der Böblinger Stadthalle zum „Botschafter der deutschen Wurst“ ernannt und streift sich gleich einen Metzgerskittel über © ap
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Als Verkäufer in einem Münchner Würstlstand. Wegen einer angeblich untauglichen Wurstsortiermaschine war Hoeneß vor Gericht gezogen © dpa
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„HoWe“ steht für Hoeneß und Weiß. Hier brutzelt Hoeneß mit seinem Geschäftspartner Werner Weiß auf dem Hof der Bratwurstfabrik © dpa
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Geschmackstest bestanden: Hoeneß testet seine Nürnberger Rostbratwürstl © dpa
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Mit Bayern-Pudelmütze © Getty
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Hoeneß‘ berüchtigte Gesichtsröte © Getty
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Sauberkeit muss sein: Das Brillenputztuch sorgt für Durchblick © Getty
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1999: Mit der Meisterschale auf dem Rathausbalkon © dpa
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Emotionen pur: Beim Spiel gegen Hannover 96 in der Saison 2004/05 © Getty
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Hoeneß mit Ballack im Vorfeld eines Hüttenabends am Tegernsee © Getty
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Mit Michael Ballack, der 2006 schließlich zum FC Chelsea wechselte © Getty
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Zum 54. Geburtstag bekommt er im Erfurter Steigerwaldstadion eine üppige Torte, die er erst mal in die Kabine schaffen muss © dpa
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Immer wieder startet Hoeneß die berühmt-berüchtigte „Abteilung Attacke“ gegen alles und jeden, der mit seiner Meinung nicht konform geht © Getty
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Hoeneß auf Michael Ballacks Hochzeit im Jahr 2008. © ap
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Die ein oder andere Grimasse hat ihm der FC Bayern im Laufe der Jahre schon abgetrotzt © Getty
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Zeit, die Beine hochzulegen, hatte Hoeneß in all den Jahren als Manager nur wenig © Getty
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Viele Schulterklopfer: Hoeneß hat die Schale mal wieder nach München geholt © Getty
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Lichtgestalten unter sich: Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß © Getty
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Erfolgsgespann: Uli Hoeneß gibt auf der Trabrennbann in Daglfing Karl-Heinz Rummenigge die Zügel in die Hand © Getty
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Hoeneß ganz stilecht im Sulky mit Helm und Schutzbrille © Getty
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Hoeneß auf der Trabrennbahn © Getty
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Hoeneß in der Saison 1987/88 mit Jupp Heynckes (r.) © Getty
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Erfolgsmanager Hoeneß hat in seiner Amtszeit viele Trainer kommen und gehen sehen. Hier 1994/95 mit Otto Rehhagel © Getty
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Zu größeren Interviews bat Hoeneß Reporter schon mal in sein Büro © Getty
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Bei der Arbeit - Hoeneß‘ Schreibtisch ist bestens organisiert © Getty
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Einer der wenigen Momente der Entspannung... © Getty
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Mit dem Kollegen Calli Calmund aus Leverkusen © Getty
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Christoph Daum gehörte jahrelang zu Hoeneß‘ Intimfeinden: Vor allem in der Koksaffäre um den damaligen Kandidaten auf den Job des Bundestrainers konnte Hoeneß nicht an sich halten © dpa
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Hoeneß ordnet seine Unterlagen im Fall Christoph Daum © ap
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Der Erfolg schafft nicht nur Freunde. Hoeneß wird im Cottbuser Stadion der Freundschaft von zwei Leibwächtern übers Spielfeld eskortiert  © ap
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In vielen Bundesliga-Stadien, hier in Dortmund, ist Hoeneß das Feindbild schlechthin. Manchmal überschreiten die gegnerischen Fans aber die Grenzen des guten Geschmacks © dpa
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2000: Die Pfiffe des Bremer Publikums verderben Hoeneß die Laune © dpa
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In den eigenen Reihen erfüllt er hingegen gerne Autogrammwünsche © Getty
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Bayern-Keeper Olveri Kahn wurde 2000 in Freiburg von einem Golfball getroffen und ist außer Rand und Band. Hoeneß hat Mühe, seinen Torwart in Zaum zu halten © ap
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Eine halbe Ewigkeit hatte Hoeneß seinen Stammplatz auf der Bayern-Bank. Seit der Saison 2009/2010 nimmt er neben Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner auf der Tribüne Platz © ap
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Hoeneß zeigte im Laufe der Zeit immer wieder Herz für andere Vereine. Mitte 2003 half er dem FC St. Pauli mit einem Benefizspiel auf die Beine © Getty
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Danke, Herr Hoeneß! Die Hamburger Fans schätzen Hoeneß‘ Engagement © Getty
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Hoeneß und Hitzfeld feiern den 1:0-Sieg über Dynamo Kiew im Champions-League-Halbfinale. Es folgte das Trauma im Finale von Barcelona © ap
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Hoeneß auf dem Gipfel des Erfolgs, als die Bayern 2001 gegen den FC Valencia die Champions League gewinnen © sampics
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Lass Dich knuddeln! Hoeneß herzt Ottmar Hitzfeld, als die Bayern 2000 im Olympiastadion die Meisterschat klar machen © dpa
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Ein Mann, der gerne Mal Hand anlegt. 2001 schippt Hoeneß das Trainingsgelände © dpa
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Hoeneß, der Mann am Steuer. Hier testet er 2008 den neuen Bayern-Bus © dpa
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Sehen Sie sich Karl-Heinz Rummenigge an: Hoeneß war an jenem Abend so stinksauer, dass sich der Bayern-Boss hinter vorgehaltener Hand ein Lächeln nicht verkneifen konnte © dpa
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Dieser Spieler dürfte Hoeneß einige Nerven gekostet haben: Mario Basler © Westermann
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Gemeinsame Freude, gemeinsames Leid: Hoeneß 2001 mit Ottmar Hitzfeld im Spiel gegen Unterhaching © sampics
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Die Manager-Brüder Uli und Dieter © ap
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Hoeneß mit seiner Frau Susanne, ein tolles Paar ohne Skandale © Getty
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Hier besuchen sie die FC-Bayern-Gala im Circus Krone 2008... © Getty
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...und bei der Premiere des Teatro Paradiso im Circus Roncalli © Jantz
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Wer mag Hoeneß diesen Blick über den Tellerrand verdenken... © Getty
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Die Tenöre vom Rathausbalkon: Hoeneß mit Franz Beckenbauer und den Meistersängern Ruggiero Rizzitelli und Giovanni Trapattoni 1997 © mzv
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Im Jubeln hat Hoeneß Übung: Kaum einer im internationalen Fußballgeschäft durfte so viele Erfolge feiern © ap
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Einer seiner emotionalsten Momente: Hoeneß rastet bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern im Jahr 2007 aus, als ihn ein Fan auf die eher mittelmäßige Stimmung in der Allianz Arena anspricht © ap
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Unzählige Oktoberfeste hat Hoeneß mit dem FC Bayern gefeiert © ap
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1997: Ganz entspannt am Spielfeldrand © Getty
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Wenn Hoeneß kommt, stehen auch die Scheichs Spalier © Getty
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Erfolgstrio: Hoeneß zwischen Michael Henke und Ottmar Hitzfeld © Getty
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Eine kurze Partnerschaft: Hoeneß mit Jürgen Klinsmann © dpa
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Hoeneß ist immer noch topfit © Getty
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Hoeneß, Manager der Superlative. Hier posiert er vor dem Burj Dubai © dpa
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Für Werbezwecke greift Hoeneß schon mal zum Burger © dpa
Immerhin verkauft er bei einer weltweit bekannten Fast-Food-Kette seinen "Nürnburger" mit Nürnberger Bratwürsten. © 
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Am 27. November 2009 wurde Hoeneß auf der Hauptversammlung zum Nachfolger von Präsident Franz Beckenbauer gewählt. © dpa
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Wohin führt der Weg des Vereins? Hoeneß wird auch als Präsident weiterhin dafür Sorgen, dass der FCB nie im Regen steht © sampics

…Uli Hoeneß und seiner einzigen Schwäche:

„Ich kenne Uli Hoeneß seit 38 Jahren. Und in all den Jahren hat er immer Schafkopf gespielt. Das Problem ist: Er schafkopft, wie er golft. Und er golft, wie er schafkopft. Verbesserungen finden statt, aber eher im Theoretischen. Ich werde ja immer wieder gefragt: Der Uli ist so ein sparsamer Mensch, wofür gibt er eigentlich sein Geld aus?

Die Antwort ist einfach: Sein Geld gibt er fürs Verlieren beim Schafkopfen aus. Uli Hoeneß ist an allen Schafkopftischen dieser Welt der gerngesehenste Gast. Das hat schon in den Siebzigern begonnen. Bernd Dürnberger soll beim Schafkopfen mit Uli mehr verdient haben als in seiner gesamten Karriere als Bayern-Spieler. Später haben sich Mehmet Scholl, Jens Jeremies, Manni Schwabl und viele andere mehr am Manager bereichert – alle Spieler nennen ihn übrigens bis heute „Manager“, auch als Präsident.

Was Ihr bloß nie verstanden habt, liebe Spieler: Bei seinem allerliebsten Kartenspiel, beim Vertragspokern, hat er sich das verlorene Geld um ein Vielfaches von Euch zurückgeholt.

Viele meinen ja: Mit seiner Intelligenz müsste Uli Hoeneß eigentlich viel besser schafkopfen. Ich halte viel von dieser Theorie. Wenn er sich mehr bemühen würde, wäre die Schafkopf-Champions-League in Griffweite, er könnte beinahe der Lionel Messi des Schafkopfens sein, das Schafkopf-Barça. Aber er freut sich einfach so, dass er Teil der Gemeinschaft ist, seiner Bayern-Familie, dass er vor lauter Begeisterung beim Schafkopfen das Schafkopfen meistens vergisst.“

So gratulieren Promis und Weggefährten Uli Hoeneß zum 60. Geburtstag!

Franz Beckenbauer: Ich wünsche Uli vor allem Gesundheit, das ist das Wichtigste! Und natürlich eine ordentliche Portion Schaffenskraft – auch zum Wohle des FC Bayern. Es gibt niemanden, der sich für den Verein so einsetzt wie Uli, und das mittlerweile seit 41 Jahren. Als Spieler hat er zum sportlichen Erfolg beigetragen, als Manager war er maßgeblich daran beteiligt, dass professionelle Strukturen entstanden und eine gesunde finanzielle Basis geschaffen wurde. © dpa
 Einer der schönsten Momente, die ich mit Uli erlebte, war das Endspiel im Europapokal der Landesmeister gegen Atlético Madrid 1974. Eigentlich waren es ja zwei Endspiele. Beim ersten schoss Katsche Schwarzenbeck in der letzten Minute der Verlängerung den Ausgleich zum 1:1. Das Wiederholungsspiel zwei Tage später gewannen wir klar mit 4:0, und zwei Tore davon machte Uli. © dpa
Dieter Hoeneß: Natürlich Gesundheit, das wünsche ich meinem Bruder Uli, und auch Zeit für sich selbst. Alles andere hat er ja sowieso. Ich hoffe, dass er sich die Zeit nimmt, einfach, um auch mal für sich selbst etwas zu tun. Er ist ja ständig unterwegs für alle anderen, insbesondere für den FC Bayern, und da sollte er eben aufpassen, dass er dabei nicht zu kurz kommt. © dpa
Was den Uli als Menschen auszeichnet, da ist ja sowieso alles schon gesagt worden. Er ist eine Mischung aus sehr, sehr klarem und professionellem Manager, auf der anderen Seite hat er aber auch ein Herz für die Schwachen. Heute werde ich mich mit ihm treffen und seinen Sechzigsten feiern. © dpa
Katsche Schwarzenbeck: Als ich den Uli kennengelernt habe, da war er gerade einmal 18 Jahre alt. Damals ist er gemeinsam mit Paul Breitner zum Bundesligateam des FC Bayern gekommen. Aus dieser Zeit stammen viele schöne gemeinsame Erinnerungen. Schließlich konnten wir viele Erfolge zusammen feiern und waren sehr gute Mannschaftskameraden. © dpa
Natürlich konnte damals noch keiner ahnen, was für ein großartiger und erfolgreicher Manager Uli einmal werden und wie wichtig er für den FC Bayern sein würde. Trotzdem muss ich sagen, dass mir schon damals aufgefallen ist, wie interessiert er an Neuem und Organisatorischem war. Ich habe – kurz nachdem Uli zu uns kam – zufällig ein Telefonat in einer Hotellobby mitangehört, und schon damals ging es um Aktien und die Börse. © dpa
Für so etwas hatte er schon immer ein Händchen und das hat er bewundernswert fortgeführt und seine Visionen verwirklicht – so etwas kann man nicht lernen, das muss man einfach können. Erfolg hat Uli also. Ich wünsche ihm zu seinem Geburtstag deshalb das, was auch mir das Wichtigste ist: Gesundheit. Und dann hoffe ich, dass ihm sein Job noch lange Freude macht und er seine Hand über dem Verein hat. © dpa
Bulle Roth: Gesundheit, das ist doch das Wichtigste im Leben, und das wünsche ich auch dem Uli und seiner Familie. Bisher hat er sie ja im Leben gehabt, und das soll auch so bleiben. Es ist zwar sehr leicht gesagt, aber das ist das Wichtigste für jemanden wie ihn. Man sieht es ja immer, wenn er wieder loslegt – das kann schon mal gefährlich für ihn enden, da muss er vorsichtig sein. Aber so ein richtiger Hitzkopf war er eigentlich nie, auch früher nicht. © dpa
Den Paul (Breitner, d. Red.) und den Uli haben wir uns zurechterzogen, im Training haben sie immer ein paar auf die Socken gekriegt, wenn sie frech werden wollten. Das war eine gute Schule für die Burschen, das fehlt heute ein bisschen. Und ich blicke mit einem Lächeln zurück, das war schon eine tolle Zeit damals. Und heute ist es nicht anders, der Uli ist ja nach wie vor ein toller Mensch. © dpa
Er engagiert sich, wo es nur geht, und im Grunde ist der FC Bayern Uli Hoeneß. Wenn ein Spieler in Bedrängnis oder Schwierigkeiten gerät, dann braucht er nur den Uli anzurufen. Der arbeitet sich dann für ihn auf. Er ist eben menschlich, und das ist das Entscheidende. © dpa
Alfons Schuhbeck: Der Uli hat Handschlagqualität. Das ist ganz selten heutzutage, das gibt es kaum mehr. Wenn der Uli was verspricht, dann hält er es auch, 100-prozentig. Ich kenne den Uli jetzt seit über 30 Jahren und ich würde sagen er ist ein guter Freund von mir. Einer, der nicht nur in den guten Zeiten, sondern auch in den schlechten Zeiten zu einem hält. © dpa
Und was der Ulli noch hat: Eine Riesenportion Humor, mei, was wir schon zusammen geblödelt haben! Ich wünsche ihm alles Gute zum 60. und kann nur sagen: Uli, bleib so wie du bist, weil es gibt keinen besseren Typen wie einen guten. Und du bist ein Guter! © dpa
Uwe Seeler: Seinen 60. Geburtstag kann der Uli richtig feiern, denn er hat bislang wirklich ein tolles Leben vollbracht. Das Einzige, was man vielleicht bedauern könnte, ist, dass er so jung aus gesundheitlichen Gründen als aktiver Spieler aufhören musste, andererseits hat er dann wiederum eine tolle Karriere als Manager vollbracht. © dpa
Dank ihm ist der FC Bayern sehr gut aufgestellt, konnte viele Erfolge während seiner Amtszeit einheimsen, und dieses Werk wird er jetzt festigen, bevor er sich noch mehr zurückzieht. Aber so war er ja immer schon: Sehr zielorientiert und selbstbewusst, der Uli ist immer seinen Weg gegangen und hat sich von nichts und niemandem davon abbringen lassen. Manchmal haut er zwar auch mal auf die Pauke – so kennen wir ihn ja alle – aber ich weiß, dass er immer für seine Spieler da ist und auch eine unheimlich soziale Ader hat. © dpa
Er verlangt zwar von seinen Spielern sehr viel, er selbst ist aber auch da, wenn sie ihn brauchen. Genau das macht ihn so wertvoll: Er denkt nicht nur an Erfolge von früher, sondern ist immer und überall für alle Spieler da, wenn sie denn mal in Not geraten. Das kann man in der heutigen Zeit nicht hoch genug anrechnen, und darauf kann er unheimlich stolz sein! © dpa
Campino (Sänger der Toten Hosen): Lieber Uli, ich freue mich sehr, Ihnen auf diesem Wege zu Ihrem sechzigsten Geburtstag gratulieren zu dürfen, obwohl die Formulierung dieser Wünsche kein leichtes Unterfangen ist. Die einen befürchten einen Angriff oder eine Provokation von mir, die anderen noch etwas viel schlimmeres: Hochverrat durch Annäherung und Sympathie. Ich werde versuchen, mich davon nicht irritieren zu lassen. Als beinharter Liverpool-FC- und Fortuna-Düsseldorf-Fan sind Sie mir natürlich seit Kindestagen bekannt und gefürchtet. © dpa
 Sie waren der Mann mit der Pferdelunge für Deutschland und den FC Bayern. Ich erinnere mich an die Nacht von Belgrad, aber auch an Ihren Triumph gegen Leeds Utd., die Weltmeisterschaft 1974 und vieles andere. Ihr Werdegang nach Ihrer aktiven Spielerkarriere als Leitfigur des FC Bayern ist sicherlich noch eindrucksvoller. Unter Ihrer Führung wurde der Verein zum Musterschüler und Klassenprimus der deutschen Liga und wirtschaftlich gesehen eventuell auch Europas. Gerade das ist für einen Schulflegel und zweimaligen Sitzenbleiber wie mich eine bitter zu schluckende Pille. © dpa
Hätte das Schicksal Sie zu einem meiner beiden Lieblingsvereine verschlagen – wahrscheinlich hinge heute noch ein Poster von Ihnen über meinem Bett. So ist es ja nun nicht gekommen; stattdessen sang ich mit den Toten Hosen aus vollem Hals „Wir würden nie zum FC Bayern gehen.“ Damit lösten wir deutlich mehr Ärger aus, als hätten wir den Papst beleidigt. Zu Ihrer späten Genugtuung darf ich Ihnen berichten, dass daraufhin im Süden des Landes die Verkäufe sämtlicher Tote Hosen-CDs deutlich eingebrochen sind und sich bis heute nicht erholt haben. © dpa
Durch unsere gemeinsamen Freunde Didi Hamann und Markus Babbel haben wir über die Jahre sicherlich ein wenig mehr Verständnis und Respekt füreinander bekommen und so kann ich es kaum erwarten, Sie bald wieder als echten Ligakonkurrenten in Düsseldorf willkommen zu heißen. Dann werde ich für Fortuna schreien und singen, aber nach dem Spiel reiche ich Ihnen die Hand. Oder sollten wir lieber frei nach Winston Churchill handeln: Wenn Du Deine Feinde behalten willst, versuche nicht, sie kennenzulernen. Mit sportlichen Geburtstagsgrüßen, Campino © dpa
Magdalena Neuner: Ich wünsche Uli Hoeneß zum 60. Geburtstag von Herzen alles Gute, vor allem natürlich Gesundheit und viel Glück in der Zukunft! Denn dass er beruflich erfolgreich bleibt, daran habe ich keinen Zweifel. Was er in seiner Zeit als Manager und Präsident beim FC Bayern erreicht hat, ist wirklich einzigartig. Da gebührt ihm eine Menge Respekt und Hochachtung. © dpa
Deswegen habe ich mich auch sehr geehrt gefühlt, als ich das erste Mal von seinem Jobangebot an mich gehört habe. Bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich Uli Hoeneß nur aus dem Fernsehen, aber in diesem Zusammenhang haben wir dann auch mal miteinander telefoniert und uns später auch getroffen. Er ist ein netter, angenehmer Mensch, ich habe schnell einen guten Draht zu ihm gefunden. Ich freue mich jetzt immer, wenn ich ihn zufällig mal auf einer Veranstaltung treffe. © dpa
Dirk Bauermann: Für mich ist Uli Hoeneß ein absoluter Gewinnertyp, aber mit einem sehr großen Herzen, dem auch die kleinen menschlichen Belange und Nöte wichtig sind. Ohne ihn, das kann man ohne jeden Zweifel sagen, gäbe es den FC Bayern so, wie er heute als Weltmarke dasteht, nicht. Uns Basketballer erst recht nicht. Unser erstes Treffen in seinem Büro war relativ kurz und informativ. © Sampics
Ich habe ihm ein wenig davon erzählt, wie Basketball, wie die Liga und der Verband funktionieren. Zwei Wochen später kam es dann zu einem intensiveren Austausch in einem Münchner Restaurant. Ich dachte immer, es wäre im Käfer gewesen, dabei war es gar nicht dort. Wie auch immer, an was ich mich noch haarscharf erinnere, ist unser erstes oder zweites Heimspiel in der Olympia-Eishalle: Wir haben damals gewonnen, und der Uli ist nach der Partie dann spontan auf das Parkett gegangen, hat sich mit unserer Mannschaft in den Mittelkreis gestellt und zusammen mit ihr gefeiert. © Sampics
Das war eine sehr starke Geste von ihm, eine Geste voller Unterstützung, Solidarität und auch Identifikation mit unserer Abteilung. Ich glaube, das war unheimlich wichtig – kleine Geste, große Wirkung! Von daher wünsche ich uns, dass der Uli noch mindestens zwanzig Jahre Präsident bleibt. Und dir, Uli, wünsche ich, dass du dir den Spaß an deiner Arbeit nicht nehmen lässt, und vor allem, dass du gesund bleibst. © Sampics
Fredi Heiß: Mit dem Uli habe ich früher mehrere Golfturniere bestritten, als sich noch der FC Bayern und der TSV 1860 zu solchen Duellen getroffen haben. Leider sind wir beide nie in einem Flight zusammengekommen, dafür aber meine Frau Ingrid mit ihm. Und die ist total begeistert von Uli, weil er beim Golfen ein richtiger Kavalier sei und sehr witzig und lustig. © Sampics
Allerdings: Meine Frau mochte auch Max Merkel, unseren Meistertrainer… Spaß beiseite: Uli Hoeneß hat meinen vollen Respekt und ich wünsche ihm alles, alles Gute. Was er aus dem FC Bayern gemacht hat, ist einfach toll. Und ich habe ihn auch als absolut fairen und korrekten Verhandlungspartner kennengelernt, als wir beide Teilnehmer einer Sitzung waren, in der es um die Nachfinanzierung der Allianz Arena ging. © Sampics
Ich hoffe deshalb, dass es zwischen den beiden Münchner Traditionsvereinen auch in Zukunft wieder ein faires und anständiges Miteinander gibt, was ja in den vergangenen Jahren nicht immer so der Fall war. © 
Ottmar Hitzfeld: Ich kenne Uli Hoeneß nun schon seit 40 Jahren. 1972 spielten wir zusammen in der deutschen Olympia-Auswahl – damals konnte niemand ahnen, wie eng wir einmal verbunden sein sollten. 1998 holte Uli mich zum ersten Mal nach München, besonders in Erinnerung geblieben ist mir aber der Anruf vor meinem zweiten Engagement im Februar 2007. © getty
„Kannst du mir helfen?“, fragte mich Uli am Telefon. Ich sollte als Nachfolger von Felix Magath bis zum Saisonende einspringen. Ich habe sofort Ja gesagt, ich brauchte gar nicht überlegen. Das Besondere: Wir haben überhaupt nicht über Vertragsmodalitäten oder so etwas gesprochen. Das brauchten wir gar nicht. Ich wusste, Uli kann ich bedingungslos vertrauen. © getty
Auf sein Wort ist Verlass, er ist der Inbegriff der Seriosität. So einfach war das mit Uli manchmal. Eines möchte ich aber noch sagen: Mal ganz abgesehen vom Geschäftlichen – das wichtigste an Uli ist etwas anderes: Er hat ein riesengroßes Herz und ist ein wunderbarer Mensch. Deshalb: Herzlichen Glückwunsch, Uli! © getty
Christoph Daum: Natürlich wünsche ich Uli Hoeneß alles Gute. Jeder weiß um seine Verdienste für den deutschen Fußball und auch ich möchte mich in die Reihe derjenigen einreihen, die das zu würdigen wissen! Die Hand gegeben haben wir uns ja schon mehr als einmal, die Frage ist, ob man es aus reiner Höflichkeit tut oder ob man wirklich dazu bereit ist. © dpa
Ich warte ab, was die Zukunft bringt. Auch wenn es vielleicht nicht mehr zu besonderen Begegnungen kommen sollte, gibt es doch eine friedliche Koexistenz, in der man leben kann. Ich rechne nicht mehr auf oder ab. Das ist vorbei. © dpa
Florian Holsboer: Ich erinnere mich noch genau: Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, Ottmar Hitzfeld, Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß saßen bei mir im Büro, und oben lag Sebastian Deisler. Ich dachte mir nur: Was mache ich denn da, wie können wir das jetzt irgendwie vertuschen? Damals kannte ich Herrn Hoeneß ja noch nicht so richtig. Ich wusste, dass er aus der Lebensmittelindustrie kam, nun Manager des FC Bayern war. Das eine oder andere Mal hatte ich ihn polternd im Fernsehen erlebt. © dpa
Ich habe mich also gefragt: Wie erkläre ich diesem Mann jetzt, dass das hier eine langfristige Geschichte wird? Und dann hat sich ja auch noch Herr Stoiber, damals noch Ministerpräsident, öffentlich über Deisler geäußert und gemeint, dass er eine riesige Fehlinvestition wäre. Darüber hatte ich mich sehr geärgert. Ich saß also mit den Herren zusammen an einem Tisch, war mir im Unklaren, wie es weitergehen soll, da hat mich Uli Hoeneß angeschaut und gemeint: © dpa
„Wissen Sie, mir ist das alles egal! Ich will nur, dass der Junge wieder gesund wird.“ Nun hatte der FC Bayern ja gerade eine erhebliche Summe bezahlt, um ihn zu kriegen, Deisler hat ja dann auch fantastisch gespielt, und plötzlich kam diese Krankheit. Aber Uli Hoeneß hat diesem Jungen so viel Halt gegeben, das war einfach nur fantastisch. Hoeneß ist die große Klammer, die den Verein zusammenhält, und bei dem auch die Spieler wissen: © 
Selbst wenn ich was anstelle, der Hoeneß steht hinter mir! Auch bei Breno: Was hat sich Hoeneß aufgeregt und die Justiz angegriffen, weil sein Spieler wegen Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft kam. Ich konnte seinen Zorn zwar gut verstehen, aber dem Staatsanwalt zu bescheinigen, dass er Mist gebaut hat, ist schon so eine Sache. Aber das ist diese Emotionalität, diese Leidenschaft, diese Einstellung. © 
 Ich bekämpfe deinen Feind und beschütze dich, ohne zu fragen warum er dein Feind ist. Dass der FC Bayern alle Titel der Welt gewinnt, das wünschen Ihnen ja alle, das Wichtigste ist aber die Gesundheit. Daher, lieber Herr Hoeneß, genießen Sie die großen Erfolge, die Sie errungen haben, bewahren Sie sich die Freude an allen Aspekten des Lebens und bleiben Sie gesund. © 

…Uli Hoeneß und seinen kleinen Ticks:

„Ich kann Ihnen verraten: Der junge Hoeneß hatte Marotten, es war zum Totlachen. Jung-Siegfried, so nannte ihn der Franz, kämpfte beispielsweise permanent gegen Haarausfall. Er hat 378 Mittelchen ausprobiert, um diesen Haarausfall zu stoppen. Paul Breitner hatte die Haare, die Uli nie hatte. Uli hat dagegen angekämpft wie ein Verrückter. Heute hat er den Kampf längst verloren und trägt seine Niederlage mit großer Würde.

Seine Fußballschuhe waren seine zweite Marotte. Uli hat noch in Schuhen gespielt, die von Adi Dassler persönlich auf Maß gefertigt wurden, eine Riesenehre. Damals gab es das Känguruhleder, das geschmeidigste Leder schlechthin. Uli bestand auf Schuhen, die eine halbe Nummer zu klein waren, und auf extra dünnen Stutzen. Damit die Schuhe schön weich wurden, musste man warten, bis es schifft, also regnet. Und als nächsten Schritt, ich kann es nicht anders ausdrücken, musste man es selbst schiffen lassen – ein besseres Mittelchen, um seine Schuhe geschmeidig zu bekommen, gab es nicht. Uli beherrschte alle Tricks.“

…Uli Hoeneß und seinen ersten Versuchen als Geschäftsmann:

„Als ich Uli Hoeneß kennengelernt habe, war ich 18, ein blutjunger Bursche aus Lippstadt. Und ich habe mehr als einmal über diesen Kerl gestaunt, mit dem ich ein Doppelzimmer geteilt habe. Er immer links im Bett, ich immer rechts, wie ein altes Ehepaar. Das erste prägende Erlebnis, an das ich mich erinnern kann, war gleich nach der WM 1974 in Deutschland. Ich war vier Wochen beim FC Bayern, Uli war frischgebackener Weltmeister – und sein WM-Buch war so erfolgreich, dass eine Neuauflage gedruckt wurde, die man beim Aldi kaufen konnte.

Wir lagen also am Freitagabend im Bachmair im Bett, er links, ich rechts, und haben den Kommissar im ZDF angeschaut. Uli Hoeneß hat nebenbei geschrieben und geschrieben. Es war nämlich so: Er musste jeden einzelnen Umschlag seines Buches eigenhändig unterschreiben. Irgendwann habe ich ihn gefragt: „Sag mal, Uli, nervt Dich das nicht?“ Und er hat geantwortet: „Weißt Du was, für jede Unterschrift kriege ich eine Mark.“ Zwei- bis zweieinhalbtausend Unterschriften hat er geschafft an einem Abend – während wir den Kommissar angeschaut haben. Man kann also mit Fug und Recht behaupten: Uli Hoeneß war der Erste im deutschen Fußball, der mit Fernsehen so richtig Geld verdient hat. Der Weg vom Spieler zum Dealer war vorgezeichnet.“

Die besten Sprüche von Uli Hoeneß

Uli Hoeneß über ...:... die Herbstmeisterschaft 2011: „Wenn du immer Zweiter, Dritter, Vierter mit zehn Punkten Abstand bist, macht dich das krank, und da hast du keine schönen Wochenenden. Jetzt mit so einem schönen Weihnachtsergebnis gewinnt man für zwei Monate Lebensqualität.“ © getty
... Louis van Gaal: „Mit van Gaal haben wir das Double geholt und standen im Champions-League-Finale. Dass der menschlich eine Katastrophe war, steht auf einem anderen Blatt. Fachlich war er top.“ © getty
... Jürgen Klinsmann: „Der soll hierherkommen und nicht ständig in Kalifornien rumtanzen und uns hier den Scheiß machen lassen.“ © getty
 „Da haben wir für zigtausend Euro Computer gekauft. Da hat er den Profis in epischer Breite gezeigt, wie wir spielen wollen. Wohlgemerkt wollen. Jupp Heynckes hat einen Flipchart und fünf Eddingstifte. Da kostet einer 2,50 Euro. Und da malt er auf die Tafel die Aufstellung des Gegners und sagt ein paar Takte dazu. Mit Heynckes gewinnen wir Spiele für 12,50 Euro, und bei Klinsmann haben wir viel Geld ausgegeben und wenig Erfolg gehabt.“ © getty
... sein Engagement für den FC Bayern: „Ein Uli Hoeneß lässt den FC Bayern nie im Stich. Und wenn irgendein Problem entsteht, würde ich zur Not hier sogar ein halbes Jahr den Platzwart machen.“ „Früher habe ich 80 Prozent meiner Arbeitszeit mit den Spielern verbracht. Heute verwende ich 80 Prozent darauf, das Geld einzutreiben, um sie finanzieren zu können.“ © getty
... Karl-Heinz Rummenigge: „Der FC Bayern ist natürlich total modern. Karl-Heinz Rummenigge hockt den ganzen Tag vorm Computer und hat eckige Augen.“ © getty
... eine Hoeneß-Biographie: „Eine Biografie? Von mir? Nein. Never ever! Wenn ich die Wahrheit über das, was ich alles erlebt habe, schreiben würde, müsste man etwa zehn Bände machen - und ich müsste nach der Veröffentlichung nach Australien auswandern.“ © getty
... Real Madrids Bemühungen um Franck Ribery: „Nächstes Jahr kommt eher der Gerichtsvollzieher nach Madrid als Franck Ribery.“ © getty
... das Meisterrennen 2007, als Bremen den Bayern nahe kam: „Die sollen ruhig oben stehen bis Weihnachten. Aber der Nikolaus war noch nie ein Osterhase. Am Ende wird der FC Bayern wie immer oben stehen.“ © getty
... die eigenen Bayern-Fans 2007: „Das ist eine populistische Scheiße. Es kann doch nicht sein, dass wir kritisiert werden, die wir uns hier jahrelang den Arsch aufreißen. Was glaubt ihr, wer euch finanziert? Die Leute aus den Logen, denen wir das Geld aus der Tasche ziehen. Die Scheißstimmung, für die seid ihr doch zuständig und nicht wir.“ © getty
... Lukas Podolski: „Wenn einer zwei Tore gegen Liechtenstein schießt, dann hat das nichts zu heißen. Da würde auch unsere Drittliga-Mannschaft gut aussehen.“ © getty
... David Beckham: „Es nützt dir nichts, einen zu holen, der immer bei Bravo Sport auf der Seite eins steht. Wir wollen einen haben, der beim Kicker auf Seite eins steht.“ © getty
... Bastian Schweinsteiger nach der WM 2006: „Dem wurde zu viel Puderzucker in den Hintern geblasen. Immer soll die Sonne scheinen. Aber in Zukunft regnet es auch mal, wenn die Leistung nicht stimmt.“ © getty
... Christoph Daum: „Er ist ein Selbstdarsteller mit außergewöhnlichem Hang zum Größenwahn. Daran hat sich nichts geändert.“ © getty
 „Der kann noch 100 Jahre spielen, der wird uns nie überholen.“ „Wenn Daum nicht so bescheuert gewesen wäre, eine Haarprobe abzugeben, hätte ich das Spiel nie gewinnen können.“ © getty
... Lothar Matthäus: „Solange Karl-Heinz Rummenigge und ich etwas beim FC Bayern zu sagen haben, wird der bei diesem Verein nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion.“ © getty
 „Wenn Matthäus Bundestrainer geworden wäre, das wäre, wie wenn der Chefspion des KGB Bundeskanzler geworden wäre.“ © getty
... Franz „Bulle“ Roth: „Ich habe mir früher im Training Schienbeinschützer angezogen, weil ich wusste: Wenn der `Bulle“ Roth sauer auf mich ist, dann fegt der mich auf die Aschenbahn. Das Training war für mich Überlebenskampf." © getty
... den Wunschgegner für das Champions-League-Finale 2001: `For me it“s scheißegal." © getty
... über die Frauen-Fußball-WM: `Ich dachte, wir reden über Fußball.“ © getty
... Dortmund-Aktien: „Ich habe 5000 davon. Meine Frau hat sie gekauft. Ich wollte einfach mal schauen: Wie funktioniert so eine Aktie eines Fußball-Vereins? Bis jetzt habe ich viel Geld damit verloren.“ © getty
... 1860 München: „Wenn uns der TSV 1860, aus welchen Gründen auch immer, bitten sollte, aus dem jetzigen Vertrag auszusteigen, dann werde ich die Kapelle, die die Sechziger aus dem Stadion begleitet, persönlich mit dem Defiliermarsch anführen.“ © getty
... Trainerentlassungen: „Wenn einer 100 Millionen verdient, dann ist er trotzdem noch ein Mensch. Und wenn er kein Arschloch ist, dann geht ihm das nahe, wenn er seine Arbeit nicht mehr weitermachen darf.“ © getty
... die Gegner der Nationalmannschaft: „Wenn man gegen Liechtenstein spielt, kann man auch gegen den FC Tegernsee spielen.“ © getty
... Hannover und 50+1: „Auch wir sind für die Abschaffung dieser Regel, auch wenn wir sie nie anwenden wollen. Ohne Hannover zu nahe treten zu wollen, aber die Marke wird mit einem Investor auch nicht besser.“ © getty
... feiernde Profis: „Die müssen sich doch mal den Frust von der Seele saufen. Wir haben doch früher auch auf dem Oktoberfest die Maßen reingelassen.“ © getty
... über den UEFA-Cup: „Als Schalke den UEFA-Cup gewonnen hat, wollten sie dort den Notstand ausrufen. Wenn Werder im Halbfinale spielt, flippen alle aus und tragen grün-weiße Unterwäsche - aber wenn Bayern da spielt, ist es plötzlich der Verlierer-Cup.“ © getty
"Der hat doch im Saarland ein Schloss stehen, dagegen ist mein Haus am Tegernsee ein Sozialbau" (Hoeneß über Oskar Lafontaine von den Linken) © ap

…Uli Hoeneß und seinen späteren Manager-Qualitäten:

„1999 wollten wir Roque Santa Cruz kaufen und haben den ganzen Tag in Paraguay im Wohnzimmer des Präsidenten von Olympia Asunción zugebracht, mit dem kompletten Santa-Cruz-Clan im Zimmer, mit Sicherheitskräften samt Pumpgun vor der Tür. Der Verein wollte zehn Millionen Dollar Ablöse, damals gut 16, 17 Millionen Mark – wir wollten aber nur zehn Millionen Mark zahlen.

Nach mehreren Stunden Verhandlung waren wir keinen Schritt weiter. Da meinte Uli: Ich hab eine Idee! Also hat er den Südamerikanern per Dolmetscher erzählt, dass wir zuhause einen Beirat im Nacken sitzen haben – und wenn wir auch nur elf Millionen Mark bezahlen, besteht akute Gefahr, dass uns dieser Beirat morgen hochkant rauswirft. Uli hat wortreich erklärt, wer alles in diesem Beirat sitzt, Stoiber, Markwort, Franz Beckenbauer. Die Leute aus Paraguay haben beinahe selber Angst bekommen vor diesem furchterregenden Beirat, und uns Roque für zehn Millionen D-Mark überlassen.“

Am Ende war es eine richtig runde, schöne Laudatio auf den Gastgeber. Rummenigges Fazit: „Der FC Bayern und Uli Hoeneß sind untrennbar miteinander verbunden. Du bist die Seele unseres Klubs. Und der FC Bayern und du sind alles. Nur nicht seelenlos und bloß nicht langweilig.“

Immer wieder aktuell: Uli Hoeneß' explosivste Attacken

Ob in knapp 30-jähriger Tätigkeit als Bayern-Manager oder heuer als Präsident: Uli Hoeneß trägt das Herz auf der Zunge und spricht Missstände offen an, wenn es um das Wohl seines FC Bayern geht. Hoeneß' jüngster Angriff auf Trainer Louis van Gaal steht in einer Reihe anderer Kommentare aus der selbsternannten "Abteilung Attacke". Wir zeigen Ihnen hier einige der besten Hoeneß-Sprüche. © Getty
Der 15. Mai war die Geburtsstunde der Abteilung Attacke. Im "Aktuellen Sportstudio" schimpfte Hoeneß in Richtung Christoph Daum: "Du überschätzt Dich maßlos". Der konterte: "Um das Maß an Überschätzung zu erreichen wie Du, muss ich hundert Jahre alt werden." Hoeneß konterte damals üble verbale Attacken von Daum in Richtung Bayern-Trainer Jupp Heynckes. © Getty
Ein langjähriges Feindbild war auch der damalige Werder-Manager Willi Lemke. Als Lemke 1999 seinen Posten bei Werder verließ, um Bildungssenator in Bremen zu werden, sagte Hoeneß: "Erstaunlich, dass ein Mann mit einem solchen Charakter Minister eines Bundeslandes werden kann." © Getty
1997 stellte Schiri Hellmut Krug in Karlsruhe Bayern-Verteidiger Sammy Kuffour vom Platz. Uli Hoeneß war damit überhaupt nicht einverstanden und schimpfte nach dem Spiel hemmungslos über den Referee. Dem DFB war das zuviel, er verurteilte Hoeneß zu 7500 Mark Strafe. Zunächst weigerte sich Hoeneß zu zahlen, und wollte den Verband zivilrechtlich verklagen. Am Ende beruhigten sich die Gemüter und Hoeneß zahlte. Selbst Krug durfte hinterher wieder Bayern-Spiele leiten, obwohl Hoeneß das Gegenteil angekündigt hatte. © Getty
OB Christian Ude bekam als 1860-Fan immer wieder den Unmut von Uli Hoeneß zu spüren. Beispielsweise beschwerte sich der damalige Bayern-Manager darüber, dass Ude lieber in seinem Urlaub auf Mykonos weile, als mit den Bayern die Meisterschaft auf dem Marienplatz Meisterschaften zu feiern. © Getty
1998 wurde wieder Daum die Zielscheibe von Hoeneß: "Der kann noch 100 Jahre spielen, der wird uns nie überholen." Zwei Jahre später luchsten die Bayern den von Daum trainierten Leverkusenern in letzter Sekunde noch die Meisterschaft ab. © Getty
Die "Toten Hosen" veröffentlichten einst den Anti-Bayern-Song "Bayern" und brachten Hoeneß damit zur Weißglut. Sein Kommentar: "Das ist der Dreck, an dem unsere Gesellschaft irgendwann ersticken wird." © Getty
Die Trainingsspiele des FC Bayern hätten eine bessere Qualität als so manches Bundesliga-Spiel, wetterte Hoeneß 1999. Andreas Rettig, damals Manager des SC Freiburg, erwiderte cool: "Ich kaufe mir demnächst eine Karte fürs Bayern-Training." © Getty
Die "Affäre Daum" wurde von Hoeneß losgetreten mit den Worten: „Wenn das alles Fakt ist, worüber geschrieben wurde, auch unwidersprochen über den verschnupften Daum, dann kann er nicht Bundestrainer werden", so Hoeneß im Jahr 2000. © Sampics
Legendär wurde Uli Hoeneß' Aussage zu Lothar Matthäus. Wegen eines Streits bezüglich ausstehender Gagen bei Matthäus' Abschiedsspiel expoldierte Hoeneß und sagte: "Solange ich und der Kalle Rummenigge etwas zu sagen haben, wird der nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion." © Getty
Die erfolgsverwöhnten Champions-League-Sieger von 2001 brachten Hoeneß auch mal zur Weißglut: "Sie essen Scampi und ich habe eine schlaflose Nacht", schimpfte der damalige Manager nach einer Niederlage beim FC St. Pauli. © Getty
2004 moserte Schalke-Manager Rudi Assauer über die hohe TV-Präsenz des FC Bayern. Hoeneß baffte zurück: "Wir wussten gar nicht, was der von uns will. Was der da für einen Schmarrn erzählt." © Getty
Jürgen Klinsmanns Entscheidung als Bundestrainer, Oliver Kahn und Jens Lehmann ein offenes Rennen um die Nummer 1 austragen zu lassen, kommentierte Kahn-Verfechter Hoeneß mit den Worten: "Psychoterror" ist Klinsmanns Verhalten, "absoluter Psychoterror". © Getty
Und noch ein Giftpfeil in Richtung Bundestrainer Klinsmann: „Der soll herkommen und nicht ständig in Kalifornien rumtanzen und uns hier den ganzen Scheiß allein machen lassen", sagte Hoeneß 2006. © dpa
„Zu Weihnachten mag Bremen vorne sein, aber der Nikolaus war noch nie ein Osterhase", beliebte Hoeneß Ende 2006 zu Scherzen. Meister wurde in jener Saison der VfB Stuttgart. © ap
Ebenfalls legendär Hoeneß' Ausrater 2007 auf der Hauptversammlung, als sich einige Fans über die schlechte Stimmung in der Allianz Arena beschwert hatten. "Für eure Scheißstimmung seid ihr doch verantwortlich und nicht wir. Das ist doch unglaublich. Was glaubt ihr denn, wer ihr seid", waren da nur einige der empörten Zitate von Hoeneß. © AP
"Schweini wurde zu viel Puderzucker in den Hintern geblasen. Den klopf ich wieder raus", maßregelte Hoeneß im Jahr 2007 den damals noch etwas unreifen Bastian Schweinsteiger. © getty
„Wir müssen dafür sorgen, dass wieder ein Wehklagen einsetzt, wenn die anderen uns in der Tabelle mit dem Fernglas anschauen", kündigte Hoeneß 2007 nach den Einkäufen von Franck Ribéry und Luca Toni 2007 an. Am Ende wurden die Bayern mit Abstand Meister. © dpa
Im Stadionstreit mit den Löwen schickte Hoeneß auch mal gerne Grüße an die Grünwalder Straße: "Lieber gar keinen Partner als so einen Partner", sagte Hoeneß einmal. © Getty
Nach der Entlassung von Jürgen Klinsmann legte Hoeneß nach: „Wenn der Jürgen Klinsmann Obama ist, dann bin ich Mutter Teresa.“ © Getty
Als die Bayern im Herbst 2009 kriselten, attackierte Hoeneß Louis van Gaal schon einmal. Damals war der Niederländer nicht weit von einer Entlassung entfernt. Die in Turin (4.1) gestartete Super-Serie der Bayern ließ dann aber alle Kritiker verstummen. © Getty
Oktober 2010: Damals nahm sich Uli Hoeneß seinen Trainer wieder zur Brust und kritisierte dessen mangelnde Kommunikationsfähigkeit sowie seinen Personalstil . Es war das erste Mal, dass Hoeneß als Präsident so laut und offensiv wurde. © Getty
September 2011: Nach dem Brand in der Villa von Bayern-Star Breno wird der Brasilianer festgenommen. Die Staatsanwaltschaft begründet dies mit der Gefahr der Verdunkelung. Hoeneß rastet aus: "Das ist lächerlich. Breno hat ja nicht mal mehr einen Pass. Da versucht sich jemand zu profilieren", so Hoeneß. © dpa
September 2011: Der Papst wird von Hoeneß abgewatscht! „Ich sehe den Papst nicht als Popstar. Ich sehe ihn als relativ weltfremd. Er ist ein Problem für die Kirche. Vielleicht sollte man mal über eine Altersbegrenzung nachdenken.“ © 
November 2011: Beim Bundesliga-Spiel in Mainz lässt sich Hoeneß in der Halbzeitpause im Vorraum der Bayern-Kabine blicken und tobt in Richtung Co-Trainer Peter Hermann: "Das ist Altherren-Fußball. So kann es nicht weitergehen. Hoffentlich gibt es da Feuer." Die Bayern können aber das 0:1 nicht drehen und verlieren mit 2:3. © M.I.S.
Februar 2012: Bei der Champions-League-Niederlage der Bayern in Basel verweigert Franck Ribéry nach seiner Auswechslung den Handschlag mit Trainer Jupp Heynckes. Darauf nach dem Spiel angesprochen poltert Hoeneß: "Ihr immer mit eurem scheiß Handschlag, sind wir denn hier im Mädchenpensionat?". © getty
Februar 2012: Wenige Tage später beklagt Hoeneß eine angebliche Hetzjagd gegen Arjen Robben. Nach dem Spiel gegen Schalke schießt Hoeneß wieder gegen die Medien: Die Journalisten sollten aufhören mit “dieser Hetzjagd auf den einen oder anderen“ Spieler, erklärte Hoeneß: “Wenn wir die nicht gehabt hätten die letzten Wochen, dann hätte Arjen Robben heute sicherlich zwei, drei Tore gemacht.“ © getty
Als Gast im Polit-Talk von Günther Jauch gerät Hoeneß mehrfach mit der Linken-Chefin Katja Kipping aneinander. "Sie haben keinen Bezug zur Praxis. Sie kommen vom Hundertsen aufs Tausendste, aber sie kommen zu keinem Punkt. Das ist das Schlimme an Ihrer Argumentation", stichelte der Bayern-Präsident. © ARD

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