Vertragsverlängerung noch kein Thema

Rummenigge: "Ich werde Pep nicht nerven"

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Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Pep Guardiola.

München - Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge würde Trainer Pep Guardiola am liebsten noch viele, viele Jahre bei den Münchnern im Amt sehen. Trotzdem will er beim Thema Vertragsverlängerung nicht aufdringlich werden.

Zum Advent rücken die Menschen zusammen. Es wird kalt und früh dunkel, Behaglichkeit lautet das Motto. Und wenn Menschen zusammenrücken, sagen sie sich oft nette Sachen. Der FC Bayern ist da keine Ausnahme.

Vorweihnachtszeit ist, solange sie von sportlichem Erfolg begleitet wird, beim Rekordmeister immer auch Kuschelzeit. „Louis van Gaal ist Gold wert“, sagte Karl-Heinz Rummenigge beispielsweise sogar mal in den Wochen vor dem Heiligen Abend, obwohl der kantige Starcoach an der Säbener Straße bekanntlich nicht jedermanns Fall war. Nachvollziehbarer ist, dass der Vorstand aktuell die Nähe zu Pep Guardiola sucht.

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„Ich werde alles dafür tun, dass dieser Trainer und wunderbare Mensch so lange wie möglich in München bleibt. Pep ist ein Segen für den FC Bayern“, sagte Rummenigge. „Ich habe ihm zu verstehen gegeben, wir stehen bereit, wann immer er Lust hat“, so der Klubchef über eine mögliche Vertragsverlängerung mit dem 43-jährigen Coach.

Der Katalane ziert sich jedoch. „Pep ist kein Mensch, der Wert auf frühzeitiges Verlängern oder langfristige Verträge legt“, meinte der Vorstandsvorsitzende, „ich werde ihn nicht nerven und weiß, wann ich das Gespräch suche. Das wird nicht kurzfristig passieren, das will er ja nicht.“ Guardiola hat sogar bei seiner großen Liebe FC Barcelona stets lediglich Jahr für Jahr verlängert. Rummenigges Offerte kommentierte er am Samstag wie erwartet zurückhaltend: „Wir haben noch Zeit, das Thema zu besprechen.“ Sein Vertrag läuft zunächst noch bis 2016.

Auch bei der Konfrontation mit der FIFA mahnt Rummenigge wie im Fall Guardiola zu ruhiger Hand. Die vom Liga-Chef Reinhard Rauball angeregte mögliche Abspaltung der UEFA hält er für keine gute Idee. „Ich glaube, eine Abspaltung wäre unklug. Genau wir Deutsche haben doch erlebt, welchen Wert eine WM hat. Soll dann unsere Nationalmannschaft in Zukunft nicht mehr an einer WM teilnehmen? Das wäre absurd. Ich glaube, das darf und wird kein Thema sein.“ Schon gar nicht im Advent, wo man sich doch eigentlich eher näherkommt als dass man sich entfremdet.  

hevi

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