Kritik an PSG und ManCity

Rummenigge: Nur so locken wir absolute Topstars zum FC Bayern

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Karl-Heinz Rummenigge weiß, dass der FC Bayern in anderen Punkten muss, um Topstars nach München zu locken.

Der internationale Transfermarkt ist spätestens nach der Neymar-Verpflichtung völlig entfesselt. Bayern-Boss Rummenigge kritisiert das Gebaren der Klubs wie PSG und Manchester City und verrät, mit welchen Argumenten er Topstars nach München locken will.

Uli Hoeneß, der Präsident, und Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, sind sich weitestgehend einig: Der Rekordmeister wird das aberwitzige Millionenspiel um die besten Spieler der Welt nicht jenseits der Schmerzgrenze mitspielen.

Rummenigge: Transfers wie der von Neymar nur für zwei Klubs möglich

Transfers wie der von Brasiliens Topstar Neymar im vergangenen Sommer, der für bis dato unmöglich gehaltene 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint Germain wechselte, liegen weit jenseits der finanziellen Schmerzgrenze des Rekordmeisters.

„Neymar ist ein Superspieler, aber wir haben nicht die Möglichkeit, 222 Millionen für einen Spieler auszugeben. Nicht zu vergessen der Verdienst von 30 Millionen netto per anno. Das heißt, wenn Sie das ganze Ding rund rechnen und einen Strich machen, dann steht da über eine halbe Milliarde Totalinvestment“, sagte Rummenigge bei der Veranstaltung „Bundesliga-Zukunftsgipfel“ am Montag in Köln (hier das Video dazu auf Sport1): „Das kann nicht mal Real Madrid, das kann nicht mal Barcelona, auch nicht Bayern München, auch nicht Borussia Dortmund oder sonstwer.“ Zum Hintergrund: Der historisch teuerste Einkauf im Kader des FC Bayern ist Corentin Tolisso, der für die Rekordsumme von 41,5 Millionen Euro von Olympique Lyon kam. 

Die Zahl der Vereine, die sich dreistellige Millionensummen als Ablöse leisten können, ist laut Rummenigge übersichtlich: „Es gibt genau zwei Klubs auf der Welt, die das können, wenn sie es wollen - aber auch nur mit Schwimmbewegungen nach links und rechts. Paris St. Germain und Manchester City treiben jetzt den Markt, und wenn 222 Millionen für einen gezahlt werden, dann werden analog bei Dembélé 150 bezahlt. Das geht leider bis in die Niederungen der 3. Liga, sowohl was den Transfermarkt angeht als auch gehaltstechnisch“, kritisiert der Bayern-Boss das Gebaren der beiden mit Öl-Millionen ausgestatteten Klubs.

Bayern-Boss will Topstars andere Argumente als Geld liefern

Für Rummenigge ist vor allem der französische Hauptstadtklub eine Art Kunstprodukt. „PSG hat international keine Rolle mehr gespielt. Wenn ich dran erinnern darf: Vor 15 Jahren waren sie mit George Weah ne Nummer, da waren sie dann auch mal im Viertelfinale oder Halbfinale, und sind dann gnadenlos runtergerutscht“, blickt der FCB-Vorstandsvorsitzende zurück: „Erst nach der Übernahme wurden sie aufgepimpt, mit dem Ergebnis, dass sie sich jetzt zum Ziel gesetzt haben, die Champions League zu gewinnen.“ Eine Garantie auf den Henkelpott mit den großen Ohren hat Rummenigges Meinung nach PSG aber nicht: „Da muss man mal abwarten, ob das gelingt - mit der Abwehr.“

Doch wie kann sich der FC Bayern München im Kampf um die besten Spieler dann überhaupt noch gegen die finanzkräftigeren Klubs aus England, Frankreich, Spanien oder Italien durchsetzen? Müssen die Fans der Roten und die Bundesliga allgemein auf die Crème de la Crème verzichten?

Rummenigge sieht den Rekordmeister längst nicht auf verlorenem Posten. Er meint: „Die Topclass der Spieler in Europa sucht sich den Klub nicht nur nach finanziellen Aspekten aus, sondern auch nach, was weiß ich, Lifestyle, Stadion, der Qualität des ganzen Klubs und so weiter.“ Darum fordert Rummenigge von seinem Klub: „Da müssen wir als FC Bayern einfach am Ende des Tages wettbewerbsfähig sein.“

Und je besser der Rekordmeister über die Beweggründe der Topstars für oder gegen Wechsel Bescheid weiß, desto höher dürfte die Wahrscheinlichkeit sein, auch künftig einen oder gar mehrere absolute Weltstars im Dress des FC Bayern auflaufen zu sehen.

Update vom 2. November 2017: Wird der FC Bayern München in der Winterpause aktiv? Vom 1. bis 31. Januar kann der FCB wieder neue Spieler verpflichten. Wir haben wieder alle aktuellen Transfergerüchte zum FC Bayern München zusammengefasst.

Transfergerüchte und aktuelle News: Welche Spieler sind beim FC Bayern München im Gespräch?

Video: Glomex

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