Rummenigge im Merkur-Interview

FCB-Zukunft: Was wird aus Matthias Sammer?

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Was wird aus Matthias Sammer? Auch dazu hat sich Karl Heinz Rummenigge im Merkur-Interview geäußert.

München - Bayern-Boss Rummenigge spricht im Interview mit dem Münchner Merkur über die Zukunft von Trainer Pep Guardiola und Sportvorstand Matthias Sammer.

Guardiola gilt als ein Trainer, der stoisch an seiner Philosophie festhält. In der Rückrunde ist sie aber nicht immer aufgegangen. Muss er sich neu erfinden?

Karl-Heinz Rummenigge: Es wäre ein großer Fehler, Pep verbiegen zu wollen. Einen Guardiola verbiegst du nicht, und er selbst verbiegt sich auch nicht. Beim FC Bayern ist der Trainer exklusiv für die taktische Ausrichtung verantwortlich, und wir haben Pep aus bestimmten Gründen geholt. Diese Gründe hat er mehr als gerechtfertigt im letzten Jahr. Das war ein Jahr der absoluten Superlative: Frühester Meister, Rekord-Serien ohne Niederlage. Dass dann nach dem Gewinn der Meisterschaft etwas die Spannung abgefallen ist, ist einfach dem Titel geschuldet.

Das 0:4 gegen Real wurde als persönliches Waterloo des Pep Guardiola gesehen. Der Ballbesitz-Fußball ist seitdem in die Kritik geraten. Auch bei der WM hieß es, die Chilenen hätten unter anderem moderner gespielt.

Karl-Heinz Rummenigge: Diesen Aussagen begegne ich einfach statistisch: Wann ist Chile ausgeschieden? Und wann Deutschland?

Ist der deutsche Weg dann der beste Weg?

Karl-Heinz Rummenigge: Ja. Im Moment ist Deutschland im FIFA-Ranking zu Recht die Nummer eins. Der deutsche Fußball, auch der deutsche Klub-Fußball, haben im letzten Jahr bewiesen, dass sie qualitativ zu den besten auf der Welt zählen.

Neulich haben Sie Pep Guardiola eine Jobgarantie bis zu seinem Vertragsende 2016 ausgesprochen. Gab es jemals einen Trainer, für den Sie einen vergleichbaren Blanko-Scheck ausgestellt hätten?

Karl-Heinz Rummenigge: Nein. Und ich habe mir das genau überlegt. Ich weiß, dass wir mit diesem Mann kontinuierlich Erfolg haben werden. Und auch wenn wir mal eine Durststrecke erleben sollten – das ist grundsätzlich ja nicht auszuschließen – werde ich total hinter ihm stehen. Oder auch vor ihm.

Haben Sie mit ihm gemeinsam Ursachen-Forschung für die Probleme in der Rückrunde betrieben?

Karl-Heinz Rummenigge: Wir wussten von vornherein, was wir machen wollen. Das war klar abgesprochen. Die Zugänge von Robert Lewandowski und Sebastian Rode waren bekannt. Wir wollten einen zweiten Mann auf der linken Außenbahn – Juan Bernat war Matthias Sammer, Michael Reschke und auch Pep gut bekannt. Auf der Torhüterposition mussten wir etwas machen und haben in Pepe Reina einen guten Mann bekommen. Viel mehr wollte der Trainer auch nicht. Er will bewusst die Situation entspannen, damit Spieler nicht mehr unzufrieden sind, wenn sie aus ihrer Sicht zu wenig Spielzeiten bekommen.

Sie hatten also im Sommer keine Standleitung zu Guardiola, wie es im Sommer 2011 mit Jupp Heynckes der Fall war.

Karl-Heinz Rummenigge: Nein. Wir haben nicht täglich telefoniert. Er war viel in München, weil seine Kinder keine Ferien hatten auf der internationalen Schule. Hin und wieder hatten wir Kontakt. Aber es war eine andere Intensität vor zwei Jahren mit Jupp, weil der Druck auch ein anderer war. Nach der Niederlage im Champions League-Finale gegen Chelsea waren wir damals geschockt. Das hatte Spuren bei uns hinterlassen.

So tickt Neu-Bayer Pep Guardiola

So tickt Neu-Bayer Pep Guardiola

Wann geben Sie eigentlich die Verlängerung mit Sportdirektor Matthias Sammer bekannt?

Karl-Heinz Rummenigge: Das ist nicht meine Aufgabe, sondern die des Aufsichtsrates. Ich gehe mal davon aus, dass er sich bei den Sitzungen im Herbst mit dem Thema auseinandersetzen wird. Dann wird man sehen.

Gibt es eine Empfehlung vom Vorstandschef?

Karl-Heinz Rummenigge: Wenn ich gefragt werde, werde ich meine Meinung sagen. Aber das möchte ich nicht jetzt und hier tun.

Das ganze Interview lesen Sie hier bei merkur-online.de!

Interview: Andreas Werner und Hanna Schmalenbach

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