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Sadio Mané kickt im Schlamm von Senegal: „Da, wo alles begann“

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Von: Alexander Kaindl

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Von Liverpool über Bambaly nach München? Sadio Mané kickte in seiner Heimat für den guten Zweck. Der FC Bayern hat einen ganz besonderen Spieler an der Angel.

Bambaly - Es gibt sie, diese ganz speziellen Fußballer. Superstars, die trotz Millionen-Gehalt immer noch ihren alten Mini Cooper fahren, den sie vor sieben Jahren von ihrem ersten großen Premier-League-Lohn gekauft haben. Chelseas N‘golo Kanté hat den Ruf als bescheidenster und nettester Profi in diesem Milliarden-Geschäft. Beeindruckend ist aber auch der Lebensstil von Manchester Citys Rodri, der zu seiner Zeit als Profi beim FC Villarreal nebenbei noch studierte - und dabei in einem Studentenwohnheim lebte.

Sadio Mané reiht sich problemlos in die Liste der bodenständigen Megastars ein. Längst ist bekannt, dass der Senegalese keinen großen Wert auf materielle Besitztümer wie teure Autos, Yachten oder Villen legt. Viel eher bewirkt er seit Jahren mit Teilen seines Liverpool-Gehaltes, dass es in seinem senegalesischen Heimatdorf Bambaly bergauf geht. Der 30-Jährige ließ eine Schule, ein Krankenhaus und eine Moschee errichten - und kehrte nun nach Afrika zurück.

Sadio Mané kickt im Schlamm von Senegal: „Da, wo alles begann“

Auf seinem Instagram-Account teilte Mané Mitte Juni ein Bild und ein Video. Auf dem Bild ist er selbst zu sehen: in einem Trikot auf einem matschigen Fußballplatz. Der Superstürmer, der kurz vor dem Wechsel zum FC Bayern München steht, kickte während seines Heimaturlaubs für den guten Zweck.

Die Bayern-Fans werden angesichts des schwer zu bespielenden Terrains natürlich hoffen, dass er sich nicht verletzt hat. Denn schon einmal machte eine Verletzung einen sicher geglaubten Wechsel zunichte: Leroy Sané hatte sich im August 2020 das Kreuzband gerissen, als er für Manchester City im Community Shield gegen Liverpool auflief. Der quasi eingetütete Transfer platzte und Sané kam erst ein Jahr später nach München.

FC Bayern München: Wunschspieler Sadio Mané reist in seine Heimat

Bei Mané scheint jetzt aber alles glatt gelaufen zu sein. Im Video sieht man den Fußballplatz schließlich in seiner vollen „Pracht“, die Hälfte des Feldes steht unter Wasser, dazu regnet es stark. Trotzdem scheint es ein ganz besonderer Tag für Mané gewesen zu sein. Er schreibt: „Zurück zum Ursprung, mit einem Gala-Match auf dem Bambaly-Platz. Dort, wo alles begann!“

Dazu schickte er ein „großes Dankeschön“ an seine „Brüder“ Papiss Demba Cissé (früher unter anderem SC Freiburg und Newcastle United), Mbaye Diagne (Galatasaray Istanbul), Désiré Segbe Azankpo (Dinamo Bukarest) und sein „lebenslanges Idol“, El-Hadji Diouf (früher unter anderem FC Liverpool). Die aktuellen und ehemaligen Fußballstars waren beim Benefizkick ebenfalls dabei, Diouf erzielte in der Szene im Video sogar ein Tor und wurde anschließend von Mané (Nummer zehn) gefeiert.

Sadio Mané: „Sogar der Schlamm ist von deiner Demut beeindruckt“

Die Fans preisen Mané in der Kommentarspalte für seine „unvergleichbare Bescheidenheit“. Etliche Nutzer aus verschiedensten Ländern zollen dem Noch-Liverpooler Respekt, einer schreibt: „Sogar der Schlamm ist von deiner Demut beeindruckt.“ Dass Mané ein feiner Fußballer ist, weiß die ganze Fußball-Welt. Beim FC Bayern darf man sich aber, wenn der Transfer endlich in trockenen Tüchern ist, auch noch auf einen ganz besonderen Menschen freuen. (akl)

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