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FC Bayern muss bei Mané Klopps Fehler verhindern - „Er hat ihn verloren“

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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In Liverpool soll FCB-Neuzugang Sadio Mané Wertschätzung vermisst haben. Coach Jürgen Klopp und der Klub würdigten einen Wettbewerb offenbar nicht genug.

München – Seit Sonntagabend (26. Juni) ist das Nummern-Geheimnis von Sadio Mané gelüftet. Der neue Superstar des FC Bayern wird künftig mit der 17 auflaufen und tritt damit in prominente Fußstapfen wie die von Triple-Sieger Jérôme Boateng oder des früheren Kapitäns Marc van Bommel.

„Gute Wahl, Sadio! Ich hoffe, sie bringt die Erfolg – halte das Erbe am Laufen“, kommentierte Boateng die Entscheidung. Dass sich Mané relativ schnell für eine eher weniger prominente Rückennummer entschieden hat, beweist einmal mehr, wie umgänlich der senegalesische Nationalspieler ist.

Liverpool und Coach Klopp würdigten Manés Afrika-Cup-Sieg nicht allzu sehr – zu dessen Ärger

Die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters tragen ihren Königstransfer ohnehin auf Händen. Anders, als es der FC Liverpool und Trainer Jürgen Klopp phasenweise taten, was Mané in seiner Entscheidung, Liverpool zu verlassen, bestärkte. Wie unsere Zeitung erfuhr, war der Angreifer sehr enttäuscht darüber, dass ihm nach dem Gewinn des Afrika-Cups kein Empfang bereitet wurde.

Sadio Mané vom FC Bayern schaut bei seiner Vorstellung in München auf einer Pressekonferenz ernst ins Publikum
Sadio Mané ist der neue Star beim FC Bayern. © Sven Hoppe/dpa

Zur Erinnerung: Bouna Sarr bekam vom FC Bayern ein rauschendes Willkommensfest, nachdem er mit Senegal den Titel gewonnen hatte. Eine Delegation um Vorstandschef Oliver Kahn, Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Trainer Julian Nagelsmann hieß Sarr an der Säbener Straße willkommen und überreichte ihm eine Torte. Liverpool hingegen war dieser Mané-Erfolg lediglich eine kleine Meldung auf der Vereinshomepage wert, in seinem Heimatdorf Bambali wurde er mit einer Parade empfangen.

Klopp-Spruch zum Afrika-Cup kam bei Bayern-Neuzugang Mané schlecht an

Der Afrika-Cup war ohnehin ein sensibles Thema zwischen Klopp und Mané, wenn man den Worten des langjährigen Premier-League-Profis Trevor Sinclair glaubt (49). Hintergrund: Der Liverpool-Coach hatte den Afrika-Cup als „kleines Turnier“ bezeichnet. Zwar beteuerte er glaubhaft, das nur ironisch gemeint zu haben, doch die Diskussion um den Respekt vor dem afrikanischen Fußball war danach nicht mehr aufzuhalten.

„Ich glaube, der Hauptgrund (für seinen Wechsel; Anm. d. Red.) ist, dass Jürgen Klopp ihn verloren hat als er den Afrika-Cup kleingeredet hat und Manés Trainer den afrikanischen Fußball verteidigen musste“, erklärte Sinclair bei Talksport. Denn: Mané, der aus dem Senegal stammt und sein Heimatland im Januar 2022 zum Triumph beim Afrika-Cup führte, sei laut Sinclair „ein Mann mit Prinzipien. Er hat Krankenhäuser gebaut, Schulen gebaut und noch eine Menge mehr für seine Heimatstadt im Senegal getan“.

Mané-Wechsel zum FC Bayern: Geld wohl nicht der Grund für den Liverpool-Abgang

Fakt ist: Am Verdienst lag es nicht, dass Mané Liverpool den Rücken gekehrt und sich dem Münchner Serienmeister angeschlossen hat. Das verriet sein PR-Berater Bakary Cissé im französischen TV-Sender TV5Monde. „Ein Spieler von Sadios Kaliber kann nicht so ein Gehalt erhalten, von dem die Menschen sprechen. Die kursierenden Zahlen sind komplett falsch“, stellte Cissé klar.

Zur Erinnerung: Als die ersten Meldungen über Manés Bayern-Wechsel die Runden machten, wurde kolportiert, Mané würde maximal 15 Millionen Euro brutto im Jahr verdienen. Einmal in Fahrt, plauderte Cissé aus dem Nähkästchen: „Er hat bereits mehr verdient, als er von Southampton nach Liverpool wechselte.“ Nach der Vertragsverlängerung 2018 sei das Gehalt noch höher gewesen.

Und: Mané hatte bereits im Sommer 2021 mit einem Abschied aus England gespielt. Damals sollen sich sowohl Lionel Messi als auch Samuel Eto’o für einen Wechsel nach Barcelona eingesetzt haben. (bok/pk)

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