Großes Heimat- und Ballgefühl

Das sagt Edmund Stoiber zum Heynckes-Comeback - interessante Aussage zu Tuchel 

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Ein Blauer und ein Roter beim Fachsimpeln: Martin Bachhuber (li.), bekennender Anhänger des TSV 1860, pflegt ein freundschaftliches Verhältnis zu FC-Bayern-Aufsichtsratsmitglied Dr. Edmund Stoiber. 

Beim Festakt zur Verleihung der Walk-of-Fame-Plakette verriet Dr. Edmund Stoiber, warum ihm Wolfratshausen so viel bedeutet und warum Jupp Heynckes der richtige Trainer für den FC Bayern München ist.

Wolfratshausen – Johannes Schneider, Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller und der Vorsitzende des Vereins Lebendige Altstadt, Hans-Werner Kuhlmann, hatten Edmund Stoiber am Freitagabend vor der Enthüllung der Walk-of-Fame-Plakette in ihren Reden bereits ausgiebig gewürdigt. Danach zeigte sich der ehemalige bayerische Ministerpräsident nur für einen kurzen Moment wortkarg. „Was soll ich jetzt eigentlich noch sagen?“, fragte der 76-Jährige zu Beginn seiner Festrede. 

Liebeserklärung an Wolfratshausen

Seine Vorredner hatten Stoibers Lebenslauf und politischen Werdegang bereits beschrieben, da blieb nur noch eine Liebeserklärung an Wolfratshausen: „Es ist für mich immer etwas Besonderes, eine Würdigung in meiner Heimatstadt zu erfahren“, sagte der CSU-Politiker.

Zwei seiner drei Kinder wurden dort geboren, seine Frau Karin lernte er beim BCF kennen, den er heute noch bei vielen Heimspielen anfeuert. Er liebe Spaziergänge im Bergwald, um zur Ruhe zu kommen. Es sei „unendlich wohltuend“, dass die Wolfratshauser Bürger bei Begegnungen nicht viel Aufhebens um ihn machen. „Hier ist meine Heimat“, sagte er während der Rede. Ohne sie, könne er kein glückliches Leben führen.

„Heynckes ist die richtige Wahl“

Anschließend genossen Stoiber und seine Frau die bayerische Brotzeit mit vielen ehemaligen politischen Weggefährten und Freunden im Wirtshaus Flößerei. CSU-Stimmkreisabgeordneter Martin Bachhuber, der Wolfratshauser Ex-Kreisrat Johannes Schneider, Thomas Schwarzenberger aus Krün, Gerhard Meinl, Ewald Kailberth und Bürgermeister Michael Müller aus Geretsried sowie die Wolfratshauser Stadträte Alfred Fraas, Peter Plößl, Helmut Forster, Markus Höft, Maximilian Schwarz, Fritz Schnaller, das Ehepaar Dr. Harald und Gisela Mosler und andere Ehrengäste waren mit von der Partie. 

Im vertrauten Kreis gab Stoiber auch ein paar Interna zur Trainerdebatte beim Fußballrekordmeister FC Bayern preis. „Jupp Heynckes ist die richtige Wahl“, sagte das FCB-Aufsichtsratsmitglied. Eine Verpflichtung des ehemaligen Dortmunder Coaches Thomas Tuchel hätte das Team gespalten. „Viele Spieler wollten ihn nicht.“ Dass der FC Bayern in dieser Saison jedes seiner ambitionierten Ziele erreicht, bezweifelt Stoiber. „Der lange Ausfall von Torhüter Manuel Neuer trifft uns schwer.“ Sein Vertreter Sven Ulreich habe zwar Bundesligaformat, könne den Weltmeister-Keeper aber auf Dauer nicht ersetzen.

Peter Herrmann

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