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Wegen Lewandowski und Salihamidzic: Markus Babbel schießt scharf gegen FC Bayern

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Von: Christoph Klaucke

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Markus Babbel übt scharfe Kritik am FC Bayern – wegen Robert Lewandowski und Hasan Salihamidzic.
Markus Babbel übt scharfe Kritik am FC Bayern – wegen Robert Lewandowski und Hasan Salihamidzic. © Herbert Rudel/Imago

Markus Babbel übt scharfe Kritik am FC Bayern im Umgang mit Robert Lewandowski. Der Ex-FCB-Profi nimmt zudem seinen früheren Mitspieler Salihamidzic in Schutz.

München – Dem FC Bayern steht noch ein langer Sommer bevor. Statt in Ruhe die Saison Revue passieren zu lassen und Kraft für die neue Spielzeit zu tanken, treibt die ungeklärte Situation um Robert Lewandowski den Rekordmeister schier in den Wahnsinn. Ganz so schlimm ist es noch nicht, doch die Gemengelage ist zumindest für alle Beteiligten alles andere als zufriedenstellend.

Die Bayern wollen ihren Torjäger nicht abgeben und bestehen auf Einhaltung des Vertrags bis 2023. Lewandowski hingegen will unbedingt weg, am liebsten zum FC Barcelona und am besten sofort. Obendrauf liefern sich die Klubbosse um Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Vorstandschef Oliver Kahn auf der einen und Lewandowski-Berater Pini Zahavi auf der anderen Seite eine mediale Schlammschlacht.

Für Außenstehende wie Ex-Bayern-Profi Markus Babbel ist diese Entwicklung nur schwer zu ertragen. Der frühere Bundesliga-Trainer vertritt eine klare Meinung und macht seinem Ex-Klub und Lewandowski heftige Vorwürfe.

FC Bayern: Markus Babbel kritisiert „Kasperltheater“ um Lewandowski

„Ich glaube, dass Lewandowski im Sommer den FC Bayern verlassen wird. Wenn ein Spieler nicht mehr für einen Verein spielen will, sollte man ihn gehen lassen“, sagte Markus Babbel im Sky-Interview. Lewandowskis-Berater Pini Zahavi hatte jüngst erklärt, dass der FC Bayern für Lewandowski Geschichte sei. Doch auch der Pole kommt bei Babbel nicht gut weg.

„Bei Lewandowski hast du jedes Jahr das Theater. Ich verstehe ihn, dass er jetzt auch mal etwas anderes sehen will. Das ist legitim. Aber dieses Kasperletheater muss nicht sein“, schimpfte der 49-Jährige. „Da muss ich auch Uli Hoeneß Recht geben. Die Wertschätzung, von der alle immer sprechen, die steht am Ende auf dem Gehaltszettel. Da wollen die Spieler die Wertschätzung sehen.“ Der Status, den sich Lewandowski bei den Bayern-Fans über die Jahre erspielt hat, sei jetzt nicht mehr so da. „Als Fan nervt das einfach nur noch.“

Wegen Lewandowski und Salihamidzic: Markus Babbel schießt scharf gegen FC Bayern

Babbel nimmt zudem seinen früheren Mitspieler Hasan Salihamidzic in Schutz. „Als die Bayern sechs Titel gewonnen haben, hat sich keiner bei Salihamidzic bedankt. Und wenn der Erfolg ein wenig zu wünschen übrig lässt, ist er der Schuldige“, sagte Babbel. „Hasans Pech ist, dass er mit Hansi Flick und jetzt Julian Nagelsmann tolle Trainer hat und hatte. Willst du dann einen Sportdirektor, der sich artikulieren kann oder vielleicht nicht ganz so stark in der Öffentlichkeit auftritt und dafür super arbeitet? Ich kenne den Hasan, er ist ein sehr fleißiger Mensch.“

Babbel irritiert vielmehr die Medienabteilung der Bayern. „Die ist überhaupt nicht Bayern-like. Die Außendarstellung des FC Bayern ist ein Desaster“, poltert der gebürtige Münchner. „Wenn Nagelsmann den Außenminister spielen muss, der alle Brände löscht, dann stimmt etwas nicht. Ich muss da aber auch Oliver Kahn und Herbert Hainer mit ins Boot nehmen. Auch sie haben nicht immer die beste Figur abgegeben.“

FC Bayern: Babbel glaubt an Mané-Transfer als Lewandowski-Nachfolger

Markus Babbel hat 261 Pflichtspiele für den FC Bayern München bestritten und wurde Deutscher Meister sowie DFB-Pokalsieger. Als Trainer arbeitete er unter anderem für den VfB Stuttgart, Hertha BSC und die TSG Hoffenheim. Vor kurzem machte sich Babbel mit seinem eigenen Startup in der Fitness- & Gesundheitsbranche selbstständig.

Für die Lewandowski-Nachfolge könnte er sich übrigens einen Transfer von Sadio Mané gut vorstellen. „Mané ist kein Topverdiener in Liverpool. Sollte dieser Deal stattfinden, wird Lewandowski verkauft. Davon bin ich überzeugt“, so Babbel. (ck)

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