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Lewandowski hat sich offenbar entschieden: Keine Vertragsverlängerung! Jetzt sind die FCB-Bosse am Zug

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Von: Marcus Giebel

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Robert Lewandowski winkt
Möglicherweise der letzte Pflichttermin in der Allianz Arena: Robert Lewandowski winkt nach der Schalenübergabe ins Publikum. © Sven Hoppe/dpa

Robert Lewandowski hat sich wohl gegen eine Verlängerung beim FC Bayern entschieden. Auch die Münchner Bosse lehnen einen Wechsel des Polen wohl nicht mehr vollends ab.

Update vom 12. Mai, 18.50 Uhr: Geht er? Bleibt er? Seit Wochen und Monaten wird über die Zukunft von Bayern-Stürmer Robert Lewandowski diskutiert. Der Pole wird seinen Vertrag nach tz-Informationen nicht verlängern. Zuvor hatte die Bild berichtet. So soll der Pole in der vergangenen Woche den Bayern-Bossen mitgeteilt haben, dass er seinen Vertrag in München nicht verlängert. Sein Kontrakt läuft 2023 aus, also Ende der nächsten Saison.

Das bedeutet, wenn der FC Bayern noch eine Ablöse für den Weltfußballer haben will, müssen sie ihn noch diesen Sommer verkaufen. Die Frage ist, was ist ihnen wichtiger? Um die 35 Millionen Ablöse-Summer oder einen Stürmer in der nächsten Saison zu haben, der für wettbewerbsübergreifend um die 40 Tore gut ist.

Lewandowski-Abschied doch möglich? Mehrere Dinge bringen Bosse angeblich zum Umdenken

Erstmeldung vom 12. Mai 2022:

München - Beim FC Bayern wurde im letzten Saison-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (2:2) lediglich Niklas Süle offiziell verabschiedet. Doch der zu Borussia Dortmund wechselnde Verteidiger ist mit Sicherheit nicht der einzige Profi, der die Roten nach einer alles andere als zufriedenstellenden Saison verlassen wird. Womöglich packt sogar der größte Name im Kader von Julian Nagelsmann seine Sachen und läuft nie wieder für die Roten in der Allianz Arena auf.

Auch wenn die Klubbosse zuletzt immer wieder betonten, Robert Lewandowski in diesem Sommer unter keinen Umständen ziehen zu lassen. Denn dieser Standpunkt soll nicht mehr in Stein gemeißelt sein. So berichtet es zumindest die Bild, derzufolge das kategorische Nein langsam bröckele. Hintergrund sei demnach das Verhalten des Torjägers, der jüngst sehr genervt vom FC Bayern wirke.

Lewandowski-Abschied vom FC Bayern? Torjäger wirkt offenbar zunehmend genervt

Als Beispiel wird die Meisterfeier im „Rocca Riviera“ genannt, die er nach einer Stunde verlassen habe. Ebenso die kleine Party auf dem Rasen nach der Schalenübergabe, bei der sich Lewandowski mehr mit seiner Frau Anna und den beiden Töchtern beschäftigt habe als mit der Trophäe oder den Teamkollegen.

Das könnte darauf hindeuten: Dem aktuellen Weltfußballer geht es gegen den Strich, dass nicht frühzeitig über die Verlängerung seines im kommenden Sommer auslaufenden Vertrags verhandelt wurde. Erst vor wenigen Wochen trafen sich Vorstandsboss Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic mit Lewys Berater Pini Zahavi.

Robert Lewandowski geht eine Treppe hinab und hebt die Hand
Abschiedsgruß? Robert Lewandowski könnte den FC Bayern offenbar doch in diesem Sommer verlassen. © Bernd Feil/M.i.S.

Lässt FC Bayern Lewandowski ziehen? Fronten sollen verhärtet sein

Laut Bild sind die Fronten bereits verhärtet, der Pole wolle den Verein verlassen, über das Interesse vom FC Barcelona wird bereits landauf landab berichtet. Dem Artikel nach soll der FC Bayern eine Schmerzgrenze von 35 bis 40 Millionen Euro festgelegt haben für den 33-Jährigen, der vor acht Jahren ablösefrei an der Säbener Straße aufschlug und seither in 373 Pflichtspielen sagenhafte 343 mal einnetzte. Mit dieser Summe könnten sich die Katalanen offenbar arrangieren.

Wird das Gastspiel beim VfL Wolfsburg am Samstag (ab 15.30 Uhr bei uns im Live-Ticker) Lewandowskis letzter Auftritt im Bayern-Trikot? Salihamidzic habe der Bild nach dem Auftritt gegen Stuttgart auf die Frage nach der bislang klaren Haltung in der Personalie ausweichend geantwortet: „Wie ich schon gesagt habe, wir werden Gespräche führen.“

Video: Barca-Trainer Xavi nennt möglichen Lewandowski-Transfer „kompliziert“

FC Bayern ohne Lewandowski? Mindestens 40 Tore pro Saison würden wegbrechen

Ein Abgang der Nummer neun würde natürlich eine enorme Lücke in die Offensive des Rekordmeisters reißen. In jeder Saison in München lieferte Lewandowski mindestens 40 Tore. Allein in der Champions League traf er 78 mal. Aber Fußball ist eben ein Teamsport und die Bosse sollen auch mit dem Gedanken spielen, dass eine Zukunft ohne den Starstürmer positive Nebeneffekte mit sich bringen könnte.

So müsste das Spiel nicht mehr komplett auf den alle anderen in den Schatten stellenden Knipser zugeschnitten werden, andere Offensivakteure könnten womöglich befreiter aufspielen und ihre Stärken gewinnbringender einsetzen. Außerdem könnte ein weiterer und besonders wichtiger Part des Umbruchs vorgezogen werden, denn ganz vorne steigt beim FC Bayern mit Lewandowski, Thomas Müller und Eric Maxim Choupo-Moting bereits eine Ü30-Party. Aber gerade der gebürtige Warschauer scheint mit seiner Präsenz die Entwicklungschancen großer Talente abzuwürgen, soll er doch auf keine einzige Einsatzminute verzichten wollen.

Lewandowski-Nachfolger beim FC Bayern: Gerüchte um Mané und Lukaku

Einen Angreifer mit großem Namen könnten die Bayern also wohl nur an Land locken, wenn Lewandowski nicht mehr da ist. Zuletzt wurden Sadio Mané vom FC Liverpool und der beim FC Chelsea unglückliche Belgier Romelu Lukaku gehandelt. Zumindest der Senegalese ist jedoch ein gänzlich anderer Spielertyp, lange nicht so robust, dafür tempo- und trickreicher. Falls es tatsächlich leise Gedankenspiele um eine Verpflichtung von Erling Haaland gegeben haben sollte, wurden die Anfang dieser Woche mit der Verkündung des Transfers zu Manchester City erstickt.

Günstigere Optionen wären Patrik Schick von Bayer Leverkusen, Darwin Nunez von Benfica Lissabon, Stuttgarts Sasa Kalajdzic oder Sébastien Haller von Ajax Amsterdam, wo die Roten sich bereits für die Defensive bedient haben. Klar wäre auf jeden Fall: Der Neue würde in enorm große Fußstapfen treten, die er allein gar nicht ausfüllen kann. Lassen die Bayern Lewandowski tatsächlich ziehen, endet die größte Stürmer-Ära des Vereins seit dem unvergessenen Gerd Müller. Auch dessen werden sich Kahn und Salihamidzic bewusst sein. (mg)

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