Sportvorstand stellt sich vor Trainer und Mannschaft

Sammer: Diskussionen wegen Pep? "Das ist Mumpitz"

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Über öffentliche Diskussionen um Pep Guardiola und sein Verhältnis zur Mannschaft kann Matthias Sammer langsam nur noch lachen.

Augsburg - Traditionell tut sich der FC Bayern gegen den FC Augsburg ziemlich schwer. Am Sonntag war dies nicht der Fall. Matthias Sammer war trotzdem grantig.

Wenn viele Menschen gleichzeitig pfeifen, sind sie wohl als Pfeifer zu bezeichnen. Oder doch eher als Pfeifen? Im Fall der Augsburger Zuschauer gestern Abend war das vielleicht, wenn auch linguistisch falsch, die richtige Bezeichnung. Denn bei jedem Ballkontakt wurde Bayerns Arjen Robben vom Publikum ausgepfiffen, ganz offensichtlich eine unschöne Reaktion der FCA-Fans auf die Schwalbendiskussion der letzten Woche. Es versteht sich von selbst, dass der FC Bayern sicher ein herzliches „Dankeschön dafür“ in Richtung von Bochums Trainer Gertjan Verbeek senden würde – denn der hatte die Sache mit seiner Anti-Robben-Tirade angezettelt. Selbstverständlich ließ sich Robben nicht aus dem Konzept bringen, und in der zweiten Hälfte vergaßen die Pfeifen, pardon: Pfeifer, auch ab und an zu pfeifen.

Aber auch ganz abgesehen davon hatten die Roten auch schon vor dem Spiel Betriebstemperatur erreicht. Zum Beispiel Matthias Sammer, der sich bei Sky erneut zum Abschied von Pep Guardiola und den angeblichen Folgen äußern musste. „Man muss eines mal klarstellen, in aller Sachlichkeit und Ruhe: Pep Guardiola, ich kann das bestätigen, denn ich arbeite jeden Tag mit ihm zusammen, ist einer der anständigsten und korrektesten Menschen. Klar ist er auch mal emotional, aber ich konnte mich immer darauf verlassen, was er gesagt hat“, sagte er auf die wiederholte Frage, ob der Coach mit seinem verzögerten Wechsel zu Manchester City den Spielern nicht vielleicht ein Alibi liefern könnte. „Es wird zu viel hineininterpretiert.“

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Und überhaupt, was heißt da unglücklicher Zeitpunkt?, schimpfte Sammer: „Das ist ja Mumpitz, wir haben den Zeitpunkt bewusst gewählt, und dann sind die Dinge ordentlich kommuniziert worden. Ich kann nicht nachvollziehen, dass man daraus ein Thema macht. Alle Trainer haben gewisse Eigenheiten. Und Pep ist so wie er ist, er ist total berechenbar. Ich arbeite gerne mit ihm zusammen.“

Kurz nach Sammers Auftritt wurde dann übrigens auch noch Fußball gespielt – mit dem bekannten und erwartbaren Ende, das der verletzte Augsburger Daniel Baier schon in der Pause so zusammenfasste: „Wir haben das nicht schlecht gemacht, aber dann ist das eine sehr gute Einzelleistung von Robert Lewandowski, der trifft leider sehr gerne gegen uns.“ In Zahlen ausgedrückt klingt das so: zwei Mal Lewandowski, drei Punkte FC Bayern, null Punkte FC Augsburg – und darüber konnte dann auch Arjen Robben sicher lachen.

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tz

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