"Es ist sehr wenig zu tun"

Sammer verordnet den Stars eine Pause

+
Matthias Sammer.

München - Arjen Robben spielte nach dem Sieg in Mainz ein wenig den Mahner, Matthias Sammer dagegen gar nicht. Er verordnete den Bayern-Stars Entspannung.

Bei diesen Zahlen darf’s ruhig auch mal ein Glaserl Schampus sein. Wenn nicht sogar zwei. Nach dem Last-Minute-Sieg in Mainz stießen die Bayern noch in der Kabine auf eine wahre Rekord-Hinserie an. Die wenigsten Gegentore (vier), der größte Vorsprung (elf Punkte auf Wolfsburg) und die beste Tordifferenz (+37) – da fielen auch dem sonst eher mäßig zufriedenen Matthias Sammer keinerlei Kritikpunkte ein. „War ganz okay“, meinte der Sportvorstand mit einem Grinsen auf den Lippen. „Nein, wir sind überglücklich und zufrieden!“

Und jetzt? Ist erst mal Beinehochlegen angesagt. Bis zum Trainingsauftakt am 7. Januar heißt es: Seele baumeln lassen, Akku aufladen, entspannen, relaxen und chillen. Die Spieler sollen nach dem kräftezehrenden Jahr 2014 wieder runterkommen, weshalb es von Klubseite aus nur ein sehr dosiertes Trainingsprogramm mit in den Urlaub gab. Sammer: „Natürlich haben wir einen Auftrag mitgegeben, der hält sich aber im Rahmen. Es ist sehr wenig zu tun.“

Die Sammer-Rolle übernahm nach der Partie dafür Arjen Robben. Nach einem Wahnsinnsjahr, das der Holländer in Mainz mit dem Siegtor zum 2:1 krönte, verabschiedete er sich mit einer Warnung in den Winterurlaub. „Das ist ein gutes Beispiel für das, was uns in der Rückrunde erwartet“, so Robben nach dem Kraftakt in Mainz. „Es geht nicht von alleine. Die Mannschaften werden alles reinlegen und ihr bestes Spiel abliefern, um uns zu schlagen. Du musst immer Vollgas geben, da reichen keine 70 Prozent. Aber jetzt können wir erst mal mit einem guten Gefühl in den Urlaub fahren. Genau das brauchen wir jetzt.“

Die Frage ist nur: Dürfen Robben & Co. nach den knapp drei Wochen Urlaub bereits im Januar den ein oder anderen Neuen im Team begrüßen? Sammer hatte Wintertransfers ja ausgeschlossen, Gleiches tat nun auch Karl-Heinz Rummenigge im Aktuellen Sportstudio. „Im Januar werden wir nicht tätig werden auf dem Transfermarkt, zumindest, was den Einkauf betrifft“, so der Vorstandsboss des FCB. „Ob wir Spieler abgeben, wird man abwarten müssen.“ Gemeint sind Xherdan Shaqiri, der in Mainz aufgrund von Muskelproblemen passen musste, sowie Pierre Emille Höjbjerg, die nun schon seit Wochen mit einem Wechsel kokettieren. Matthias Sammer dazu: „Stand jetzt ist noch keine Entscheidung gefallen.“ Auch von einer Entscheidung in diesem Jahr geht der Sportvorstand nicht aus, gleichwohl sagt er: „So was kann manchmal auch ganz schnell gehen.“

Bei Marco Reus deutet hingegen nichts auf einen schnellen Vollzug hin. Rummenigge erklärte, dass der Nationalspieler entscheiden müsse, „was er will. Wir sind da ganz entspannt und haben im Moment in keinster Art und Weise irgendwelche Aktivitäten – dürfen wir auch gar nicht.“ Also kann auch Rummenigge ganz entspannt sein Glaserl Schampus schlürfen…

lop

Bayern dreht Spiel in Mainz - dreimal Note 2

Bayern dreht Spiel in Mainz - dreimal Note 2

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Goretzka: Angeblich gibt es eine Tendenz
Goretzka: Angeblich gibt es eine Tendenz
Transfergerüchte und aktuelle News: Welche Spieler sind beim FC Bayern München im Gespräch?
Transfergerüchte und aktuelle News: Welche Spieler sind beim FC Bayern München im Gespräch?
Kristin Demann soll auf Sicht Melanie Behringer beerben
Kristin Demann soll auf Sicht Melanie Behringer beerben

Kommentare