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Sandro Wagner erklärt Bayern-Transfers – DAZN-Experte hat Bedenken bei de Ligt und Mané

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Von: Christoph Klaucke

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Sandro Wagner hinterfragt den Sinn hinter den Bayern-Transfers.
Sandro Wagner hinterfragt den Sinn hinter den Bayern-Transfers. © Sven Leifer/Imago

Sandro Wagner analysiert die Transfers des FC Bayern. Der Ex-FCB-Star ist von Mané und de Ligt nicht vollends überzeugt, ein Neuzugang hat es ihm aber angetan.

München – Der FC Bayern hat in diesem Sommer kräftig auf dem Transfermarkt zugelangt. Mit Matthijs de Ligt und Sadio Mané wechselten zwei Superstars an die Säbener Straße, auch die anderen Neuerwerbungen können sich sehen lassen. Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui, Mittelfeldmann Ryan Gravenberch und Sturmjuwel Mathys Tel motzen den Kader ordentlich auf.

Für die Transfer-Offensive der Bayern bekam Sportvorstand Hasan Salihamidzic Lob von allen Seiten. DAZN-Experte Sandro Wagner hat kurz vor Saisonstart einen genaueren Blick auf die Neuzugänge geworfen und ist nicht vollumfänglich überzeugt. Ein Spieler hat es dem Trainer der SpVgg Unterhaching aber dafür besonders angetan.

FC Bayern: Sandro Wagner hinterfragt Sinn von de-Ligt-Transfer

„Wenn man sich die einzelnen Transfers anschaut, muss sich noch zeigen, ob jeder einzelne Transfer Sinn macht“, sagte der achtmalige deutsche Nationalspieler am Dienstag bei einem DAZN-Termin in München. „Macht es Sinn, de Ligt für 70 Millionen zu holen, wenn man Niki Süle hatte und ihn vielleicht hätte behalten können?“, fragt Wagner. Niklas Süle ist diesen Sommer zu Borussia Dortmund gewechselt, für den Nationalspieler sah der FC Bayern München keinen Cent Ablöse.

De Ligt fand in Italien bei Juventus Turin in den vergangenen drei Jahren nicht zu seiner Topform. Der Innenverteidiger soll bei den Bayern eine Führungsrolle einnehmen. Doch auch Sky-Experte Dietmar Hamann hat daran seine Zweifel: „Er war in Turin ein Mitläufer.“ Der Niederländer muss sich zudem noch an das härtere Training in München anpassen.

Sandro Wagner irritiert von Mané-Transfer: „Bayern hat nicht den ganz großen Bedarf gehabt“

Auch den Transfer von Sadio Mané hinterfragt Wagner ein Stück weit. „Mané ist ein großer Name, ein toller Spieler für die Bundesliga, aber auf den dribbelnden Positionen hat Bayern eigentlich nicht den ganz großen Bedarf gehabt“, erklärte der ehemalige Bayern-Profi.

Wobei sich die Situation durch den Lewandowski-Abgang noch mal verändert hätte. „Wenn man das System umstellen will, weil man keinen Stoßstürmer mehr hat, macht es durchaus wieder Sinn“, relativiert der 34 Jahre alte Experte des Internet-Sportanbieters DAZN seine Kritik. 

FC Bayern: Sandro Wagner feiert „Sensationstransfer“ Mazraoui

Wagner, der in der Jugend ein Jahrzehnt und auch als Profi für die Bayern gespielt hatte, hat aber auch Lob parat und ist vor allem von einem neuen Münchner begeistert. „Den Zugang von Mazraoui finde ich herausragend. Das ist ein Sensationstransfer, denn auf der Rechtsverteidigerposition hatten die Münchner ein Problem nach vorne“, sagte der aktuelle Trainer der SpVgg Unterhaching. Noussair Mazraoui kam als einziger Bayern-Neuzugang ablösefrei von Ajax Amsterdam, wo er nach eigener Aussage „nie das größte Talent“ war.

Zuletzt beackerte Benjamin Pavard die rechte Abwehrseite der Bayern, der Franzose ist jedoch gelernter Innenverteidiger und hat seine Stärken in der Rückwärtsbewegung, zudem möchte er in Zukunft ins Zentrum rücken. Back-up Bouna Sarr konnte die Erwartungen in zwei Jahren nicht im Ansatz erfüllen.

Sandro Wagner über Bayern-Transfers: „War überrascht, wie viel Geld in die Hand genommen wurde“

„Grundsätzlich muss man schauen, warum der FC Bayern so viele Transfers getätigt hat. Wenn man die Stimmen der letzten sechs Monate hört, dann wurde viel kritisiert, dass die Mannschaft in einer gewissen Art und Weise satt ist - das betrifft auch die Altersstruktur“, erklärte Wagner. „Ich war überrascht, wie viel Geld in die Hand genommen wurde.“

Durch viele neue Spieler bringe man eine ganz andere Statik und Chemie rein, der Konkurrenzkampf schaffe einen ganz anderen Spirit. Die FCB-Bosse scheinen auf dem Transfermarkt noch immer nicht satt zu sein und haben offenbar den nächsten Bayern-Neuzugang im Visier. (ck/dpa)

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