Ex-Bayern-Spielerin: „Dürfen nicht nebenbei noch arbeiten müssen“

Sara Däbritz kritisiert Rahmenbedingungen im Frauenfußball

Sara Däbritz (l.) und Lena Oberdorf (r.) zusammen beim DFB.
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Sara Däbritz (l.) und Lena Oberdorf (r.) zusammen beim DFB.

Sara Däbritz und Lena Oberdorf sehen aufgrund der noch fehlenden Strukturen im Frauenfußball die Zeit für eine Angleichung der Prämienhöhe bei den Nationalmannschaften von Frauen und Männern in Deutschland noch nicht gekommen.

Frankfurt/Main – Während einer Online-Pressekonferenz vor den Länderspielen gegen Australien am Samstag und am Dienstag gegen Norwegen in Wiesbaden sagten sie am Mittwoch, zuerst müssten generell die Bedingungen im deutschen Frauenfußball angepasst werden.

In Australien und Norwegen erhalten die Nationalspielerinnen die gleichen Geldsummen wie ihre männlichen Kollegen.

Lena Oberdorf fordert höhere Medienpräsenz

„Wir sind da in einem Prozess und sollten nicht zu schnell zu viel erwarten“, sagte die Wolfsburgerin Oberdorf. Zu den Rahmenbedingungen, die geschaffen werden müssen, zählt sie unter anderem eine höhere Fernsehpräsenz. „Und die bekommt man erst, wenn nicht nur vier Clubs professionell arbeiten, sondern acht bis zehn.“

Auch die bei Paris Saint- Germain in Frankreich unter Vertrag stehende Däbritz sieht das so. „Man kann das kaum länderübergreifend vergleichen. Wichtig ist, dass alle deutschen Spielerinnen ähnliche, vor allem professionelle Bedingungen auch im Ligaalltag haben. Die Mädels dürfen nicht nebenbei noch arbeiten müssen, sondern sollten sich zu einhundert Prozent auf den Fußball konzentrieren können“, sagte die frühere Münchnerin. „Erst dann können sich die Strukturen im Frauenfußball verbessern und entwickeln.“

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