Neuseeländer will beim FC Bayern durchstarten

Singh: „Bundesliga-Debüt wäre ein Traum“

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Sarpreet Singh im Spiel gegen die SpVgg Unterhaching mit großem Einsatz.

Der 20-Jährige Neuseeländer spricht über seine Heimat und die ersten zwei Monate bei seinem neuen Verein FC Bayern München

Sarpreet Singh ist seit zwei Monaten beim FC Bayern München und zeigt bereits sehr gute Ansätze bei seinem neuen Verein. Er kam für 650.000 Euro vom Klub Wellington Phoenix aus Neuseeland. Zu Beginn wurde dieser Transfer von vielen belächelt, doch spätestens nach den guten Vorstellungen in seinen ersten Drittliga-Partien hat der Offensivspieler alle von sich überzeugt.

Bei der 1:2-Niederlage gegen die SpVgg Unterhaching erzielte er äußerst sehenswert sein erstes Pflichtspieltor. Aber schon auf der Audi Summer Tour mit den Profis des FC Bayern in den USA machte Singh auf sich aufmerksam. Mit starken Spielen, unter anderem gegen Real Madrid und Tottenham Hotspur, überzeugte er auch Niko Kovač: „Ich finde, dass wir einen guten Fang gemacht haben. Er war für die zweite Mannschaft vorgesehen. Ich betone das war“, sagte der 47-Jährige und nahm ihn im Supercup gegen Borussia Dortmund und beim Pokal-Auftakt gegen Energie Cottbus mit in den Kader.

Sarpreets Singhs Familie fiebert in Neuseeland mit

Es war ein großer Schritt für den erst 20-Jährigen aus seiner Heimat in das über 18.000 Kilometer entfernte München. Er kannte niemanden, als er in Bayern ankam. Seine Familie ist natürlich in Neuseeland geblieben, aber er hört trotzdem viel von seinen engsten Verwandten und Freunden: „Sie verfolgen meinen Weg natürlich ganz genau. Durch die sozialen Netzwerke bin ich mit den meisten auch in engem Kontakt“, sagte Singh im Interview auf FC Bayern.com

Trotz der großen Entfernung ist Singh bis jetzt glücklich in seiner neuen Heimat. Dass er binnen weniger Wochen eine Option für die Profis ist, war nicht zu erwarten. Das hat die erste Zeit im neuen Land sicherlich einfacher gemacht: „Die ersten beiden Monate hätten nicht besser sein können. Ich habe nicht gedacht, dass ich mich so schnell einfinde.“ 

„Mein Schritt zum FC Bayern war etwas Besonderes“

Dass Bayern einen Spieler aus einer eher exotischen Fußballiga verpflichtet, passiert selten. Nachwuchsspieler aus dem Ausland kommen sonst aus Brasilien, Argentinien oder Spanien. Doch er machte als junger Spieler bereits viele Partien in der australischen A-League, markierte einige Tore und sammelte Vorlagen. Daraufhin wurde er auch für die A-Nationalmannschaft nominiert. Doch ausschlaggebend für den Wechsel nach Europa war die U20-WM in Polen: „Dort konnte ich mit guten Leistungen überzeugen und habe somit auch das Interesse bei europäischen Vereinen geweckt. Mein Schritt zum FC Bayern war etwas Besonderes.“

Damit es mit der großen Karriere an der Isar klappt, orientiert sich Singh an den unzähligen Nationalspielern aus dem Profi-Kader. Er trainiert individuell, um sich seinen Traum vom Einsatz im Star-Ensemble bald zu erfüllen: „Dafür mache ich neben dem normalen Trainingsbetrieb noch Extraschichten und fühle mich topfit.“ Wenn er weiterhin so gute Leistungen in der 3.Liga abliefert, kann er auf eine Berufung von Niko Kovač in der Bundesliga hoffen. Darüber wäre der Neuseeländer sehr begeistert: „Wenn es auch noch zu einem Bundesliga-Debüt kommen sollte, wäre das natürlich ein Traum. “

Text: Niklas Sagner

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