Stimmen zum Remis gegen Donezk

"Ich hatte schon ein komisches Gefühl"

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Mit Haken und Ösen: Bayern-Verteidiger Jerome Boateng (l.)

München - Kampf und Krampf und Karten, willkommen in der Königsklasse! Der Auftakt ins Jahr 2015 fällt nicht ganz in die Kategorie Leckerbissen, das konnten wir nach dieser Nullnummer von Lwiw schnell festhalten.

Immerhin: Franz Beckenbauer war trotzdem zufrieden! „Ich hatte 1:1 getippt, ich hatte einfach ein komisches Gefühl. Die Bayern haben sich schwer getan, Donezk war sehr laufstark – vor allem dafür, dass sie eigentlich noch in der Winterpause sind.“

69 Tage sind vergangen, seit der ukrainische Meister ein Pflichtspiel bestritten hatte. Um den FCB zu ärgern, dafür reichte es. So sagte auch der Kaiser: „Brasilianer stelle ich mir eigentlich anders vor, als Ballkünstler. Dass sie so mit Nickligkeiten zu Werke gehen, hat mich überrascht.“ Zur Erklärung: Der Sky-Experte bezeichnete die Gastgeber als „eine brasilianische Auswahl mit ein paar Einheimischen.“ Nun war diese ukrainische Seleçeao allerdings auch nicht gerade hoch gefährlich, woran also hakte es bei den Roten? Der Kaiser haderte schon zur Pause. „Das sind immer so halbe Chancen. Da ist dann immer ein Gegner dazwischen, ein Bein oder ein Kopf.“

Damit nicht immer nur Körperteile getroffen werden, forderte Beckenbauer „eine zweite Spitze. Das Team Lewandowski/Müller hat sich eigentlich ganz bewährt“, sagte er. Der Pole aber blieb bis zur 75. Minute auf der Bank, was schon vor dem Spiel ein großes Thema war. Genau wie das Mittelfeld, wo die Namen Alonso und Schweinsteiger auftauchten. Etwa eine Doppelsechs?

„Schweinsteiger und Alonso auf einer Höhe, das kannst du machen, wenn du defensiv spielen willst, aber das ist dann nicht der FC Bayern. Eine Sechs und davor einen Offensiven aufzustellen, wäre gescheiter“, analysierte Beckenbauer. Weniger vorherzusehen: die gesamte Taktik. Mit Blick auf die elf Namen konnte sich eigentlich niemand einen Reim darauf machen, was Guardiola vorab überhaupt vorhatte. Da sollte vor dem Anpfiff eine Nachfrage Frage bei Matthias Sammer helfen. Doch der sagte: „Ich mag nicht darüber reden.“ In der heutigen Zeit sei über die Medien ja alles möglich, auch das Donezk zu früh eine Ahnung bekäme. „Das können Sie vielleicht als kleinkariert betrachten“, sagte der Sportvorstand dann noch zu seiner Verweigerungshaltung vor dem Sky-Mi­krofon. Aber lassen wir das, es gab ja auch wesentlich wichtigere Fragen, die großkarierten. So wie die zu Peps Zukunft.

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Der Kaiser sagte zu einer möglichen Vertragsverlängerung des Spaniers: „Ich würde es mir wünschen, es passt perfekt zusammen, was sich da angetan hat seit einem Jahr.“ Klang schlimmer, als es gemeint war. Und wurde noch schöner: „Ich kenne seine Beweggründe nicht. Ich weiß nur, dass er sich wohl fühlt in München. Aber er ist ein sehr junger Mensch und ich denke, er wird sich irgendwann mal verändern. Ich hoffe nicht so bald.“

Jetzt muss er ja erst einmal die Startelf verändern. Nach der gelb-roten Karte ist Xabi Alonso im Rückspiel gesperrt...

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