Achtelfinale der Champions League

Bayern stolpert, Xabi fliegt: "Gefährlich..."

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Und raus bist du: Schiri Undiano Mallenco schickte Xabi Alonso (3.v.l.) nach einem taktischen Foul mit Gelb-Rot vom Platz.

Lwiw - Der FC Bayern hat im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Schachtjor Donezk nur ein torloses Remis geholt. Zudem flog Xabi Alonso vom Platz.

Thomas Müller sollte recht behalten. Nach dem 8:0 gegen den HSV prognostizierte der Bayernstar, dass es gegen Schachtjor Donezk nicht so viele Kisten werden würden. Am Ende wurde es gar keine. 0:0. Die Bayern mühten sich ab, kamen jedoch nie entscheidend vor den Kasten der Ukrainer – und dann sah auch noch Xabi Alonso Gelb-Rot. „Es war schwierig“, so Pep Guardiola. „Wir haben das Spiel kontrolliert, hatten aber wenige Chancen. Es ist immer schön, wenn man auswärts ein Tor erzielt. Tut man das nicht, wird es gefährlich.“ Und Matthias Sammer fügte an: „Ich halte das Ergebnis für gefährlich. Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir zwangsläufig ein Spiel gewinnen. Das sollten wir im Rückspiel anstreben.“

Gleich zu Beginn war klar: Das 8:0 des FCB gegen den HSV war auch bis in die Ukraine durchgedrungen, anders war die taktische Ausrichtung der Schachtjor-Truppe unmittelbar nach Anpfiff nicht zu erklären. Bis zu acht Mann im eigenen Sechzehner, in Bedrängnis wurde die Kugel direkt über die Mittellinie geschweißt, das Motto zunächst: Schadensbegrenzung! Das ein oder andere Ding für die Roten sprang trotzdem heraus: Erst versuchte sich Schweinsteiger nach einem Robben-Chip an einem artistischen Seitfallzieher (2.), scheiterte allerdings. Ebenso Müller, der nach flachem Ribéry-Querpass übers Gebälk zielte (31.).

Recht viel mehr lief in den ersten 45 Minuten nicht zusammen. Ob es an Guardiolas Umstellungen lag? Alaba konnte in der Innenverteidigung nicht den Ribéry-Schatten spielen, Schweinsteiger wirkte vor Alonso unsicher, vertändelte oft die Kugel, vorne ging die falsche Neun namens Müller (Lewandowski durfte diesmal auf der Bank Platz nehmen) viele Wege, blieb aber meist harmlos. Und Schachtjor? Schlich sich immer wieder über Taison, Teixeira und Adriano in Neuers Revier! Und wurde einmal sogar durch einen Rakytskyy-Freistoß-Aufsetzer (25.) gefährlich, den Neuer nur im Nachfassen festhielt.

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0:0. Zur Pause. Das konnte den Bayern nicht gefallen. Doch dann wurd’s auch noch schmutzig. Douglas Costa nahm sich Ribéry vor, schoss ihn erst am Boden liegend ab und verpasste ihm dann noch einen Ellbogencheck. Es gab nur Gelb. Immerhin. Denn für den gestreckten Fuß von Adriano gegen Xabi Alonso gab’s nichts. Dafür sah der Spanier nach dem zweiten taktischen Foul Gelb-Rot (66.). „Das ist natürlich sehr unglücklich für uns“, so Mario Götze. Und Karl-Heinz Rummenigge schimpfte: „Der Schiedsrichter war eine einzige Katastrophe. Wahrscheinlich hat er gedacht, weil er aus Spanien ist, müsse er besonders gegen Spanier pfeifen. Er hatte kein Champions-League-Format.“

Die Bayern nur noch zu zehnt. Guardiola brachte Badstuber für Müller, beorderte Alaba in die Zentrale. Zusätzlich kam noch Lewandowski für Götze als Vollstrecker. Nur: Es brachte alles nichts. „Wir sind im Allgemeinen nicht zu unserem Spiel gekommen“, so Götze. Doch es hätte schlimmer kommen können. In der Hoffnung, doch noch den Siegtreffer zu erzielen, schoben die Roten die Abwehr bis zur Mittellinie vor, was riesige Lücken eröffnete.

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Zufrieden waren die Bayern nach diesem Ausflug in die Ukraine nicht. Das Rückspiel entscheidet. Am 11. März in der Arena. Sammer: „Man hat gesehen, dass wir zu unserer Topform noch Luft nach oben haben.“ In der Tat…

Der Spielverlauf im Ticker zum Nachlesen.

lop, mic, sw

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