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Schickeria: Anti-Neuer-Proteste werden anders ablaufen

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Ein Foto aus dem DFB-Pokal-Halbfinale © sampics

München - Trotz des offenen Briefes des FC Bayern an die Anhänger kündigt die Fan-Gruppierung Schickeria wieder Anti-Neuer-Proteste an. Diese sollen aber anders ablaufen als beim letzten Mal.

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Der FC Bayern hängt die Netze wieder auf. Und zwar ganz offiziell. Die Zeit der netten Worte ist vor dem Zitter-Duell am Samstagabend gegen Schalke 04 (18.30 Uhr, live bei Sky) damit auch in der Allianz Arena endgültig vorbei. An der Säbener Straße hatten ja bereits Arjen Robben, Philipp Lahm und vor allem Bastian Schweinsteiger das Blatt entfernt, das lange vor dem roten Mund klebte. Die Geduld mit zurückhaltenden Leadern, nörgelnden Mitspielern und kritischen Medien ist am Ende – und auch die Ausbrüche der Fans hinter den Toren sollen einfangen werden. Begleitet von mahnenden Worten. „Der FC Bayern München möchte vor den beiden letzten Heimspielen dieser Saison in der Münchner Allianz Arena alle Besucher und Gäste zu Respekt, Achtung, Toleranz und sportlicher Fairness aufrufen“, heißt es in einer Erklärung des Rekordmeisters.

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Doch was nach einer generellen Regelung klingt, hat einen speziellen Hintergrund: Manuel Neuer. Der Riesen-Keeper und Bald-Bayer kommt noch einmal mit dem FC Schalke nach München – und die Bosse wollen ihren künftigen Torwart vor den Angriffen einiger Anhänger schützen. So kommen nach Megafon- und Pultverbot nun auch die Netze zurück. Allerdings: Ein Schutz gegen Kritik von den Rängen stellen sie nicht da!

„Natürlich ist etwas geplant. Ich werde nicht sagen, was es ist, aber es wird schon sichtbar sein, auch wenn es anders ablaufen wird als beim letzten Mal“, sagte ein Schickeria-Sprecher der tz. Er bestätigte, dass die Ultras wieder gegen eine Verpflichtung des Ur-Schalkers protestieren wollen. Trotz Erklärung der Verantwortlichen. „Beim letzten Mal gab es keine Plakate oder Transparente, die über das vertretbare Maß hinaus gingen. Das verstieß nicht gegen Toleranz oder sportliche Fairness. Und gesungen wird ja in jedem Stadion. Wir sind daher der Meinung, dass uns die Erklärung des Vorstands gar nicht betrifft, weil wir ohnehin immer danach gehandelt haben!“, so der Sprecher. Er und seine Kameraden sehen sich in der Anti-Neuer-Kampagne bestätigt – und zwar auch durch die Schalke-Anhänger! Denn die Königsblauen Ultras haben „ihren“ Manuel nun rausgeworfen. In einem offenen Brief erklärte der harte Schalker Kern: „Manuels Entscheidung hat bei zu vielen von uns zu viel zerstört.“

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Damit sich für den FC Bayern am Samstag nicht das sportliche Mindestziel zerstört, wollten am Freitag erst mal alle Verantwortlichen den Blick auf den Fußball lenken. Schwierig genug, sprach doch noch jeder vom Ausbruch des Bastian Schweinsteiger. Und so setzte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge erst mal zur Gegenwehr an. „Dass ein Mann mit so einer sportlichen Vita nun als ‚Chefchen‘ verhöhnt und in dieser Art und Weise diskreditiert wird, ist unerhört und eine Frechheit“, verteidigte er seinen Mittelfeldmotor.

Und weiter: „Wir verstehen, dass sich Bastian Schweinsteiger dagegen auch mal zur Wehr setzt. Dass er am Ende in dieser emotionalen Situation mit seiner Wortwahl übers Ziel hinausschoss, war nicht in Ordnung. Dies weiß er.“ Trainer Andries Jonker sah es genau so und freute sich bei Schweinsteiger immerhin, „dass er nicht eingeschlafen ist“. Und dann wollte er nicht mehr viel Gerede hören: „Wir haben eine Ansammlung von Stars. Jetzt ist der Moment gekommen, dass sie zeigen müssen, was sie können.“

mic, jj

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