Scholl vermittelt Ex-FCB-Talent an Heimstetten

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Mehmet Scholl hat dem SV Heimstetten die Verpflichtung von Mustafa Sarici ans Herz gelegt.

Heimstetten - Dank TV-Experte und FCB-Legende Mehmet Scholl kickt ein 18-Jähriger Ex-Bayern-Spieler in Zukunft beim Regionalligisten SV Heimstetten.

SV Heimstetten - Mit vier Neuen startet der SV Heimstetten in die Vorbereitung. Darunter ist ein Last-Minute-Zugang, der auf Empfehlung von Mehmet Scholl zum Regionalligisten gekommen ist. Am Samstag testet der SVH erstmals gegen die SpVgg Unterhaching

Die Personalplanungen des SV Heimstetten für die restliche Saison in der Regionalliga sind eigentlich schon abgeschlossen, als das Handy von Ewald Matejka klingelt. Am Apparat: Mehmet Scholl, einst Weltklassespieler beim FC Bayern, später dort Jugendtrainer, Fernsehexperte und Everybody’s Darling. Der 44-Jährige habe dem Klub einen Spieler angepriesen, „einen hochanständigen Kerl, der sehr fußball-intelligent ist“, berichtet der SVH-Präsident.

Die Rede ist nicht von Scholl selbst – leider, werden sich die Stammgäste im Sportpark denken, denn ein solcher Coup hätte sogar die Sechs-Minuten-Karriere von Berkant Göktan beim SVH in den Schatten gestellt. Vielmehr habe Scholl einen Fußballer empfohlen, den er aus seiner Zeit als Jugendtrainer kenne: Mustafa Sarici.

Der 18-jährige Verteidiger, der bis zur B-Jugend beim FC Bayern war, seit einem halben Jahr jedoch gar nicht mehr gespielt hat, soll in Heimstetten eine neue Chance bekommen. „Mehmet glaubt, dass er uns weiterhelfen kann“, erzählt Matejka. „Allerdings wird es bei ihm sicher noch eine Zeit dauern, bis er wieder fit ist und sich an den Herren-Fußball gewöhnt hat.“

Anders sieht das mit den anderen Winter-Zugängen aus. Von Maximilian Bauer (Vorort-Interview mit Maxi Bauer) etwa erwartet Matejka, dass er „gleich bei uns Fuß fasst“. Der 19-jährige Außenverteidiger ist von der SpVgg Unterhaching ausgeliehen, hat dort einen Profi-Vertrag, kam aber bislang nur in der Bayernliga-Reserve des Klubs zum Einsatz. Dort spielte bis vor kurzem auch Stephan Gnadl, dessen letzter Auftritt bei der Spielvereinigung jedoch vom 28. September datiert. Nun will der Nachwuchsstürmer in Heimstetten neu durchstarten.

Mit dem dritten Neuzugang hat der SVH schließlich einen Coup gelandet: Andreas Neumeyer, einst Regionalliga-Torschützenkönig, kehrt nach einem Gastspiel beim TSV 1860 München und einer halbjährigen Pause zu seinem alten Verein zurück. „Er hat beim Trainingsauftakt einen guten Eindruck hinterlassen“, lobt Coach Vitomir Moskovic. „Man merkt, dass er selbstständig viel gemacht hat.“ Der 30-Jährige soll die Lücke schließen, die der Abgang von Top-Stürmer Sammy Ammari hinterlassen hat. Der Ismaninger ist im Winter zum FC Ingolstadt II gewechselt.

Für Neumeyer und Co. steht bereits an diesem Samstag das erste Testspiel an: Im Sportpark empfängt der SVH den Drittligisten SpVgg Unterhaching (siehe Randspalte). Allerdings treffen sich die beiden Gegner unter ungleichen Voraussetzungen, betont Moskovic: „Die stehen am Ende ihrer Vorbereitung, wir hingegen haben gerade erst angefangen. Das wird man sicher auf dem Feld sehen.“ Personell wird Moskovic wohl auf die angeschlagenen Clemens Kubina (Adduktoren), Christoph Schmitt (Oberschenkel) und Nils Ehret (Schambeinentzündung) verzichten sowie auf Ali Kartal, der an der Leiste operiert wurde.

Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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