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Ribéry: Gefürchtet wie Nero

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Franck Ribery spielt gegen den AS Rom den unberechenbaren Brandstifter. Der Franzose kommt immer mehr in Fahrt.

München - Franck Ribery spielt gegen den AS Rom den unberechenbaren Brandstifter. Der Franzose kommt immer mehr in Fahrt.

Die Ersatzbank des FC Bayern las sich am Mittwochabend beim 2:0 gegen den AS Rom mal nicht ganz so furchteinflößend wie sonst; zumal auch nur fünf statt der üblichen sechs Feldspieler Platz nahmen. Arjen Robben hatte sich kurzfristig mit einem Magen-Darm-Infekt abgemeldet, ausgerechnet Arjen Robben, dieser menschgewordene Dämon gegnerischer Abwehrreihen, doch bei den Münchnern herrscht an Schreckgespenstern kein Mangel. Robben wurde durch Franck Ribery ersetzt. Der saß zuletzt meist auf der Bank, weil er eine Patellasehnenverletzung auskurieren musste, nun fehlte sein Name also auf der Reservistenliste – dafür aber veredelte er die erste Elf.

Der Franzose tastet sich so langsam heran an alte Glanzzeiten. Er stand nach dem Pokalspiel vergangene Woche in Hamburg zum zweiten Mal in der Startformation, beim 2:1 gegen Dortmund am Samstag hatte er bei beiden Münchner Toren seine Füße im Spiel; er kommt allmählich in Fahrt.

Gestern entwickelte sich zunächst ein Spiel, das Offensivleuten alles abverlangt, in erster Linie Geduld. Die Italiener verteidigten in dichten Linien am eigenen 16er, da die Lücke zu finden, war eine Kunst. Ribery rochierte mit Robert Lewandowski und Mario Götze emsig entlang der Römer Strafraumkante, doch erst bei einem Tempogegenstoß, den er gegen Ende der ersten Halbzeit initiierte, gab es den Lohn für allen Aufwand. Er schnappte sich die Kugel an der Mittellinie, leitete sie schnell weiter zum bestens aufgelegten David Alaba, der im 16er klug auf den mitgelaufenen Franzosen zurückpasste. Ribery hielt den Fuß hin, vom Innenpfosten prallte der Ball ins Tor – voilá, ein Treffer auf dem Weg zurück zu alter Stärke.

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Noch ist zum Ribery früherer Zeiten Luft, doch es war beachtlich, wie der 31-Jährige den Brandstifter auf verschiedenen Positionen spielte. Einst klebte er an der linken Auslinie, um erst spät vor dem Tor zu wildern. Unter Pep Guardiola aber sortiert er mal das Spiel in der Zentrale, reißt dann Lücken über die eine oder andere Seite und sucht auch immer wieder den Weg ganz nach vorne. „Guardiola setzt Rom in Brand“, hatten die Gazzetten jenseits der Alpen nach dem 1:7 vor zwei Wochen geklagt, gestern kamen die Italiener glimpflicher davon. Aber man sah es ihnen an, wie sie ehrfürchtig agierten, immer auf der Hut nicht zuletzt vor diesem Ribery, unberechenbar und gefürchtet wie Nero, der Rom in Schutt und Asche legte.

Noch am Samstag hatte Guardiola gesagt, Ribery habe keine Kraft für mehr als die gute halbe Stunde, die er seinem Star da gewährt hatte. Gestern traute er ihm gegen die weitgehend blassen Römer die volle Distanz zu, zurecht, jede Spielminute auf hohem Niveau erhöht die Wettbewerbsfähigkeit. Und Ribery braucht noch, um sich wieder einen Namen jenseits der Ersatzbank zu machen. Aber das Projekt läuft.

VON ANDREAS WERNER

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