"Unter Uli Hoeneß wäre das nicht passiert!"

Schweinsteiger-Transfer: Fans stocksauer auf Bayern-Bosse

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Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Bastian Schweinsteiger (Archivbild).

München - "Unter Uli Hoeneß wäre das nicht passiert!" Viele Fans des FC Bayern reagieren im Netz stocksauer auf den Transfer von Bastian Schweinsteiger zu Manchester United.

Update vom 12. Juli: Viele Bayern-Fans schieben Pep Guardiola den schwarzen Peter beim Schweinsteiger-Abgang zu. Die tz zeigt, wie Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer den Trainer aus der Schusslinie zieht.

"Ich habe ein Stückchen Verständnis dafür, wenn ein Spieler, der 17 Jahre bei Bayern München war, am Ende seiner Karriere neue Erfahrungen sammeln will", sagte Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bei der Pressekonferenz am Samstagnachmittag zum Weggang von Bastian Schweinsteiger. Viele Fans des FC Bayern sehen das anders. Sie reagieren stocksauer auf den Transfer des Mittefeldspielers und Fan-Lieblings zu Manchester United. Beobachtet man die Reaktionen der Bayern-Anhänger in den sozialen Netzwerken, so fällt schnell auf, dass der Eindruck weit verbreitet ist, dass Schweinsteiger den FC Bayern niemals verlassen hätte, wenn Uli Hoeneß den Verein weiter führen würde. Beispielhaft können die folgenden Tweets gelten: 

Wer bei Twitter den Hashtag #hoeness eingibt, kann sich selbst ein Bild vom Unmut sowie dem Wunsch nach einer Hoeneß-Rückkehr machen machen. 

Oder man liest einfach die Kommentare der Fans unter dem Facebook-Posting des FC-Bayern, in dem der Verein den Schweinsteiger-Transfer bestätigt.

Schweinsteiger vor Transfer zu Manchester United: http://fcb.de/RummeniggeFCBday1Karl-Heinz Rummenigge: "Bastian mö...

Posted by FC Bayern München on Samstag, 11. Juli 2015

Die einflussreiche FCB-Fan-Seite "La Bestia Negra" (fast 200.000 Follower bei Facebook) hat am Samstagmittag auf ihrer Homepage im Artikel "Der FCB verliert sein Gesicht" eine massive Abrechnung mit den aktuellen Bayern-Bossen veröffentlicht. "Seit dem Verlust von Uli Hoeneß scheint es den Bach runter zu gehen", beklagen die Macher der Seite. Ihren Vorwurf machen sie am Weggang vieler FCB-Spieler fest: "Transfers werden getätigt, die ihr Ziel weit verfehlten. Mitchell Weiser, der zum Ende Saison um seinen Vertrag in Höchstform spielte, spielt nun für Hertha BSC Berlin. Claudio Pizarro, ein weiteres Gesicht des FC Bayern, bekommt keinen Vertrag. Jungtalente wie Görtler oder Strieder verlassen den Verein. Jetzt ist es BASTIAN SCHWEINSTEIGER, der den FCB verlässt! Topspieler werden nicht verpflichtet. Zudem besteht das Gerücht, dass Thomas Müller den Verein verlässt."

Man muss sich nur die Kommentare der Facebook-Follower zu diesem Artikel auf der Seite "La Bestia Negra" durchlesen, um ein Gespür zu bekommen, welche Wut-Welle da hochkocht.

Uns fehlen immer noch die Worte...Bastis Erfolge und das Transferverhalten der Vereinsführung haben wir analysiert! http://labestianegra.com/der-fcb-verliert-sein-gesicht/

Posted by La Bestia Negra - FC Bayern München on Samstag, 11. Juli 2015

Allerdings äußern einige Fans auch Verständnis für den Transfer und stellen sich hinter die Bayern-Bosse. So schreibt einer: "Er hat doch um seine Freigabe gebeten? Was soll der Vorstand machen? Ihn mit Gewalt halten?" Ein anderer mutmaßt, dass Uli Hoeneß nach wie vor im Hintergrund die Strippen zieht - und der Schweini-Transfer sicher nicht ohne sein Wissen vonstatten gegangen sei. "Als würde Herr Hoeneß im Hintergrund nicht die Fäden ziehen! Die Leute da oben sind Profis in ihrem Gebiet und wissen was sie machen!" Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge dementierte auf der Pressekonferenz zum Schweini-Transfer allerdings, dass Hoeneß in irgendeiner Form involviert war. Auch machte Rummenigge klar, dass der FC Bayern probiert habe, Schweinsteiger zu halten. „Wir haben versucht, ihn zu überzeugen, bei Bayern München zu bleiben. Ich bedauere das ein Stück, auch wenn ich dafür Verständnis habe. Er war ein extrem verdienter Spieler. Er will einfach diese neue Erfahrung machen.“

Und: Rummenigge hob ausdrücklich (und ungefragt) hervor, dass Schweinsteiger den FC Bayern NICHT wegen Trainer Pep Guardiola verlassen habe. Schauten die Bayern-Bosse etwa auch mal bei Facebook oder Twitter rein? Dort machen die Fans, die über den Schweini-Transfer erbost sind, nämlich den Katalanen als den Hauptschuldigen aus.

Bei Guardiola konnte Schweinsteiger zuletzt nicht mehr wie gewünscht zentral im Mittelfeld spielen, sondern kam häufiger über außen. "Dass er wegen unseres Trainers gegangen wäre, muss ich ins Reich der Fabel verweisen. Die zwei haben ein völlig intaktes Verhältnis“, sagte Rummenigge."

Auch wenn nur die Bayern-Bosse alle Hintergründe zum Schweinsteiger-Transfer kennen mögen. Fakt ist: Vielen Fans tut der Weggang des Spielers mit der Trikotnummer 31 richtig WEH!

Bayern-Fans Simon Linder kleidete den Schmerz der Bayern-Fans in einem ausführlichen Posting auf der Facebook-Seite in emotionale Worte. Hier ist sein vollständiges Posting:

Lieber Bastian,Fußballer wechseln manchmal ihren Verein. Das ist normal. Der alte Verein bekommt ein paar Millionen,...

Posted by Simon Linder on Freitag, 10. Juli 2015

fro

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