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Shaqiri: "Will Bayern einen einschenken"

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Xherdan Shaqiri (l.) mit Alexander Frei © dapd

München - Die schwierige Lage in der Bundesliga sorgt bei Bayern München weiter für Unruhe, das Spiel beim FC Basel kommt zur Unzeit. Xherdan Shaqiri hat sich für das Match einiges vorgenommen.

National nur noch dritte Geige, im Konzert der europäischen Großklubs in der Pflicht: Nach den jüngsten Rückschlägen in der Bundesliga geht bei Fußball-Rekordmeister Bayern München die Angst vor einem vorzeitigen Ende des Traums vom Heimfinale in der Champions League um.

„Ich werde versuchen, Bayern einen einzuschenken“, kündigte Xherdan Shaqiri an, der im Sommer von Basel an die Isar wechselt: „Auch gegen ManU haben alle erwartet, dass wir untergehen - und was ist passiert?“

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In der Königsklasse dürfe man sich Spiele wie in Mönchengladbach und Freiburg „nicht erlauben. Das K.o.-System verzeiht solche Spiele nicht. Da bist du weg“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge dem kicker vor dem Achtelfinal-Hinspiel beim FC Basel.

Es sei laut Rummenigge die „Verpflichtung“ des FC Bayern, „alles zu tun, um diesen Traum der Fans“ vom Endspiel am 19. Mai „lange aufrechtzuerhalten“, ergänzte der Bayern-Boss und nahm die Profis in die Pflicht: „Im letzten Saisondrittel müssen wir Vollgas geben, um nicht wie im Vorjahr mit leeren Händen dazustehen. Wir brauchen eine stabile Form, gerade an nicht so guten Tagen; und die Charaktereigenschaft, dass die Mannschaft bereit ist, sich zu quälen.“

Diese hatte nicht nur Rummenigge vor allem beim enttäuschenden 0: 0 beim SC Freiburg am vergangenen Samstag vermisst. Bei den Bayern schrillen seither die Alarmglocken, wie es Sportdirektor Christian Nerlinger ausdrückte. Und wie es in der Mannschaft vor dem Gastspiel beim Schweizer Meister am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und Sat. 1) aussieht, ließ Kapitän Philipp Lahm durchblicken. „Mit dem größten Selbstvertrauen fahren wir da natürlich nicht hin. Wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit, haben wir in Basel keine Chance“, sagte er. Von seinen Kollegen war nichts Neues mehr zu hören. Die für Rosenmontag angesetzte Pressekonferenz sagten die Bayern ohne Angabe von Gründen ab.

Angesichts der allgemeinen Verunsicherung wirkt es fast befremdlich, dass Rummenigge forderte, die Bayern müssten im St. -Jakob-Park „ohne Arroganz auftreten“. Von der beinahe sprichwörtlichen „Mia-san-Mia“-Attitüde ist beim Rekordmeister derzeit kaum was zu spüren. Doch Rummenigge machte unmissverständlich deutlich, dass Hochmut in Basel zum Fall führen würde. „Wenn wir es wie ManUnited machen, bekommen auch wir Probleme“, sagte er. Der englische Rekordmeister war in der Gruppenphase sensationell an Basel gescheitert. Die Bayern, meinte Rummenigge, müssten ihren Status als dritte Kraft Europas hinter Barcelona und Madrid „beweisen. Jetzt geht's los!“

Stefan Effenberg, Kapitän beim vierten und bislang letzten Bayern-Triumph in der Königsklasse 2001, hat da so seine Zweifel. „Das war Fußball aus dem Stand“, ätzte er bei Sky über das 0:0 in Freiburg. Die Münchner hätten ihre aus vergangenen Tagen gewohnte Dominanz längst verloren, „und mit der Dominanz verliert man auch an Selbstbewusstsein“. Als Gegenmittel empfahl Effenberg, dass Führungsspieler wie Lahm oder Manuel Neuer an die Kollegen appellierten: „'Hallo Jungs, aufwachen! Das sind die entscheidenden Wochen, wir können ganz schnell alles verlieren.' Wäre ich noch Käpt'n, dann Halleluja!“

Trainer Jupp Heynckes allerdings versuchte schon in Freiburg vergeblich, seine Elf wachzurütteln - trotz besserer Leistung nach der Pause. Wie zuletzt so häufig fehlte der letzte Zug zum Tor, die Kreativität, ein echtes Konzept. Gut möglich, dass Heynckes in Basel wieder auf Arjen Robben setzt, der nach seiner Einwechslung im Breisgau ordentlich spielte. Rummenigge hat trotz allem Hoffnung. „Topfavorit waren wir auch 2010 nicht - und dennoch im Finale.“

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