Rückspiel am Dienstag

Showdown gegen Real: Warum Bayern das Wunder von Madrid schafft

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Im Rückspiel in Madrid zählt es: Die Bayern wollen unbedingt ins Finale. 

Im Hinspiel gab der FC Bayern ein unglückliches Bild gegen abgezockte Madrilenen ab. Im Rückspiel stehen Müller und Co. vor einer Herkulesaufgabe, doch der Glaube an das Weiterkommen ist deutlich zu spüren - das sind die Gründe. 

München - Ausgeruht und aufgeräumt steigen die Stars des FC Bayern am Montag in den Lufthansa-Airbus gen Madrid. Die Mission für Flug LH 2570 ist klar: Im Rückspiel des CL-Halbfinals in der spanischen Hauptstadt gegen Real (Dienstag, 20.45 Uhr/ZDF und Sky) soll ein rotes Wunder her. Und diese Fakten machen Mut:

Alle glauben an das Wunder! Kapitän Müller, Keeper Ulreich, Joker Wagner – sie alle sind fest entschlossen, die CL-Siegesserie der Königlichen zu beenden. Ulle ganz selbstbewusst: „Wir fliegen nach Kiew! Wir haben schon in München ein gutes Spiel gegen Real gemacht, nur die Chancen nicht genutzt. Wir können noch besser spielen, deswegen sind wir felsenfest davon überzeugt, dass wir ins Finale kommen.“ Wie Madrid zu knacken ist, erlebten die Roten im Hinspiel. Der FCB hatte viel Ballbesitz, Real lief lange Zeit nur hinterher. Zwei Böcke von Martinez und Rafinha schenkten der Zidane-Truppe aber letztlich den Sieg. Wagner: „Jeder war nach dem Spiel ein bisschen angestachelt. Wir können das schaffen, sonst würden wir nicht hinfliegen und könnten uns die Flugkosten sparen.“ Vier Buden gegen Frankfurt – und das mit einer C-Elf – gaben dem FCB den Glauben an die eigenen Knipser-Qualitäten wieder. Müller erklärte nach dem 4:1-Erfolg: „Das war ein richtiger Hormonschub.“

Süle vor Einsatz gegen Real Madrid: „Gegen Anderlecht war ich nervöser“

Lichtblicke beim Personal: Nach dem Seuchen-Hinspiel, bei dem Arjen Robben, Jerome Boateng und Javi Martinez verletzt ausgewechselt werden mussten, gibt’s gute Nachrichten aus dem Lazarett. Martinez (nach Schädelprellung) trainierte am Sonntag gemeinsam mit David Alaba und James, sie alle können wohl in Madrid ran. Bei Robben sieht es dagegen schlecht aus. Bayerns Fitness-Coach Holger Broich sagte nach dem Frankfurt-Spiel: „Es wird eng bis Dienstag, aber wir versuchen alles.“ Letztendlich kam aber die bittere Gewissheit: Robben wird den Münchnern in Madrid fehlen! Nur Innenverteidiger Boateng fällt also sicher aus, Niklas Süle steht als Ersatz bereit. Der 22-Jährige meinte: „Jupp Heynckes und auch Herr Ancelotti haben mir unglaublich viel Vertrauen geschenkt. Spiele wie gegen Real bringen mich weiter. Beim ersten Champions-League-Spiel gegen Anderlecht war ich nervöser als jetzt.“ Süle, die coole Socke! Nun zahlt sich aus, dass Jupp viel rotieren ließ. Neben Süle steht auch Thiago als möglicher Robben-Ersatz voll im Saft. Ein weiterer Pluspunkt: Von schweren Beinen ist keine Spur. Heynckes mischte gegen die Eintracht wieder richtig munter durch. Aus der möglichen Startelf für Dienstag mussten nur Ulreich und Mats Hummels über 90 Minuten ran. Joshua Kimmich wurde in Hälfte zwei geschont. Franck Ribéry fehlte ganz im FCB-Aufgebot. Mit ähnlichen Voraussetzungen geht Real Madrid ins Rückspiel. Coach Zidane strich die Stars Cristiano Ronaldo und Sergio Ramos komplett aus dem Kader für das Liga-Spiel gegen CD Leganes (2:1). Keylor Navas, Toni Kroos, Marcelo, Luka Modric, Lucas Vazquez und Marco Asensio nahmen erst mal auf der Bank Platz. Am Sonntag trainierten dann auch Mittelfeldmann Isco und Verteidiger Nacho Fernández wieder mit. Einziger Ausfall bei Real bleibt also Rechtsverteidiger Dani Carvajal.

Lässt Heynckes gegen Real die Doppelspitze ran?

Alle haben Lewy (wieder) lieb! Ballermann Robert Lewandowski erwischte im Hinspiel einen schwarzen Abend, vergab zwei dicke Chancen. Damit setzte sich seine Flaute in der Königsklasse fort – kein Tor in den letzten vier Partien. Droht ihm jetzt etwa die Bank? Keinesfalls! Heynckes machte ganz klar: „Für mich ist Robert ein Weltklassespieler. Sie glauben doch bitteschön nicht, dass ich ihn in Madrid weglassen würde.“ Auch Sturmkonkurrent Wagner stärkt Lewy den Rücken. Er meinte: „Er macht jedes Jahr seine 50 Tore. Es ist mir zu leicht, jetzt draufzuhauen, weil er ein paar Spiele nicht getroffen hat. Robert ist auch nur ein Mensch und hat mal Tage, an denen es nicht so hinhaut. Er wird am Dienstag die Reaktion zeigen und die Tore machen.“ Im Zweifelsfall sogar gemeinsam mit Wagner. Der Winter-Neuzugang erzählte grinsend: „Eine Doppelspitze wäre auch was. Das habe ich dem Trainer schon gesagt, aber noch keine Antwort erhalten.“ Die Stimmung ist schon mal wunderbar… auch, wenn Wagner am Montag bei der Pressekonferenz des FCB nicht die gewünschte Antwort erhielt.

Lesen Sie auch: Madrid ist gewarnt: "Bayern hat keinen Real-Komplex"

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