Inspiration vom Real-Star

Siegtorschütze Shabani trifft dank Ronaldo-Video

+
Meritan Shabani (r.) trifft am 21. Februar mit den A-Junioren auf Tabellenführer TSV 1860.

FC Bayern München (A-Junioren) - Der Sieg gegen Fürth ist für Trainer Holger Seitz abgehakt. Er sieht spielerisch noch Luft nach oben und

Vom Münchner Derby will Holger Seitz noch nichts wissen. Steht dem U-19-Trainer des FC Bayern mit seiner Mannschaft vor dem Lokalduell gegen den TSV 1860 am 21. Februar doch am kommenden Sonntag zunächst noch der schwere Gang nach Mainz bevor. 13 Punkte trennen die A-Junioren des Rekordmeisters auch nach dem 1:0-Heimerfolg am Samstag über die SpVgg Greuther Fürth vom Lokalrivalen. Auch die zweitplatzierte TSG Hoffenheim liegt unverändert neun Punkte voraus.

Nur die beiden Ersten der A-Junioren-Bundesliga-Staffel Süd/Südwest qualifizieren sich nach Abschluss der regulären Saison für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. So räumt auch der 41-jährige Bayern-Coach ein, dass „man realistisch sein muss, die beiden da oben spielen bisher eine souveräne Saison“. Bedeutet: Falls weder der TSV 1860 noch Hoffenheim einen Einbruch erleidet, wird es schwer für den Bayern-Nachwuchs, noch einmal in das Rennen um die Endrunde einzugreifen. „Wenn aber einer der beiden schwächelt“, erklärt Seitz kämpferisch, „dann müssen wir da sein“.

Ein Anfang wurde am Samstag schon mal gemacht. Mit einem klassischen „Arbeitssieg“, wie auch der Übungsleiter anschließend bilanzierte, gelang der Auftakt ins neue Spieljahr. Meritan Shabani verwertete nach feinem Spielzug eine maßgerechte Hereingabe von Matthias Stingl zum goldenen Treffer (18.). Zuvor waren die jungen Bayern laut Seitz „schwer ins Spiel gekommen“, nach dem Wiederanpfiff bewahrte Schlussmann Ron Hoffmann sein Team bei einer Eins-gegen-eins Situation mit exzellentem Stellungsspiel vor dem Ausgleich (59.). Da die Franken das von Hoffmann gehütete Bayern-Tor in der Folge aber kaum noch in Gefahr brachten, durfte Seitz später zu Recht von einem „verdienten Sieg“ sprechen. „Mit dem Wissen, dass es das erste Spiel des Jahres war“, resümierte er zufrieden, „und Fürth keine schlechte Mannschaft hat, war es vor allem wichtig, dass wir heute bereit waren, die Grundeigenschaften wie Leidenschaft und Laufbereitschaft abzurufen“. Dass dabei spielerisch noch einiges im Argen lag, wollte der Bayern-Trainer angesichts der nachvollziehbaren Nervosität nach achtwöchiger Winterpause nicht überbewerten.

Personifiziert wurde der Siegeswille des Bayern-Nachwuchses durch Shabani, den Schützen des einzigen Tores. Er habe „das Tor unbedingt gewollt“, berichtete der erst 16-jährige Deutsch-Kosovare, und dabei „an ein Video von Christian Ronaldo gedacht“, dass er sich tags zuvor noch zu Gemüte geführt hatte. Shabani ist bereits eine der bestimmenden Figuren im Spiel der Seitz-Elf, doch nicht nur ihm traut der Trainer eines Tages den Sprung zu den Profis zu. „Es ist schwer“, so Seitz, „aber nicht unmöglich, es liegt nur an den Spielern selber“. Da sein Team zum ersten Mal seit dem Hinspiel ohne Gegentor blieb, gestattete er seinen Spielern nach dem Auftaktsieg „den ein oder anderen Faschingskrapfen“. Eine Aufholjagd hält der Ex-Profi auch deshalb für möglich, weil der Mannschaft im neuen Jahr die „enorme Belastung der Youth League“, von der sich der Bayern-Nachwuchs bereits nach der Gruppenphase verabschieden musste, erspart bleibe. Zumal somit mehr Zeit bleibt, sich mit Ronaldo-Videos auf die eigenen Partien einzustimmen.

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

„Satt und müde“: So lautet die Saisonbilanz der Bayern-Fans 
„Satt und müde“: So lautet die Saisonbilanz der Bayern-Fans 
Ticker: Bayern-U19 verliert dramatisches Elferschießen
Ticker: Bayern-U19 verliert dramatisches Elferschießen
„Ich bin traurig“: Dieser Weltklasse-Kicker wird Lahm vermissen
„Ich bin traurig“: Dieser Weltklasse-Kicker wird Lahm vermissen
Termine bekannt: So bereiten sich die Bayern auf die nächste Saison vor
Termine bekannt: So bereiten sich die Bayern auf die nächste Saison vor

Kommentare