Das bescheidene Bayern-Talent

Kurt zur tz: "Ich habe schon viel gelernt"

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Sinan Kurt (l.) mit Dante beim Fußballtennis.

Doha - Viel wurde über ihn geredet, er selbst sprach allerdings nicht. Ein halbes Jahr ist inzwischen vergangen, um Sinan Kurt wurde es nach den Schlagzeilen rund um das Transferhickhack ruhiger.

Es war gerade noch rechtzeitig, als der wochenlange Poker im Sommer des vergangenen Jahres endete. Kurz vor Schließung des Transfersfensters war dann aber plötzlich doch alles klar – und Sinan Kurt ein Bayer. Für kolportierte 2,5 Millionen Euro wechselte das hochgehandelte Supertalent von Borussia Mönchengladbach zum Rekordmeister FC Bayern. Viel wurde über ihn geredet, er selbst sprach allerdings nicht. Ein halbes Jahr ist inzwischen vergangen, um Kurt wurde es nach den Schlagzeilen rund um das Transferhickhack ruhiger. In diesem Jahr will Kurt aber angreifen, im Trainingslager will er dafür die Grundlage schaffen. „Der erste Eindruck ist sehr gut. Die Bedingungen sind gut, und es macht Spaß, mit dem Team zu arbeiten“, erzählt Kurt der tz nach den ersten Einheiten.

Beim FCB spielte er bislang fast ausschließlich in der U19, ein Kurzeinsatz in der Regionalliga steht auch zu Buche. Dennoch betont Kurt: „In meinem ersten halben Jahr beim FC Bayern habe ich viel gelernt.“

Vor allem von den Weltstars. Jetzt in Doha steht er zweimal am Tag mit Arjen Robben, Franck Ribéry & Co. auf dem Rasen – und ist begeistert. „Man kann sich sehr viel abgucken. Das Tempo ist natürlich ganz anders als in der U19, das Niveau ist viel höher. Weltklasse eben“, grinst der 18-Jährige Linksfuß.

Sogar Superstar Ribéry hat lobende Wort für ihn. „Sinan hat viel Qualität und einen guten linken Fuß. Und er ist ein guter Typ“, sagte der Franzose über den Youngster, der ihn vielleicht mal auf der linken Außenbahn beerben kann. So weit will der gebürtige Gladbacher aber noch nicht denken. „Natürlich träume ich davon, mein Bundesliga-Debüt zu geben. Aber ich bin noch jung. Dass ich am Anfang vielleicht noch nicht ganz so viel Spielzeit bekomme, war mir klar“, gibt sich Kurt der tz gegenüber bescheiden.

Schritt für Schritt will er sich bei Pep Guardiola in den Vordergrund spielen. In Doha sprüht das Juwel vor Tatendrang, gibt in allen Einheiten Vollgas und sorgt vor allem mit seinem linken Hammer für Furore. „Ich versuche einfach, mein Bestes zu geben“, meint Kurt. Dann könnte es mit dem Bundesliga-Debüt vielleicht gar nicht mehr so lange dauern.

sw

 

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