Ex-FCB-Youngster schaut nach vorne

Sinan Kurt reumütig: "Sicher habe ich Fehler gemacht"

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Sinan Kurt in seinem ersten Testspiel für Hertha BSC.

FC Bayern München II - Der frisch gebackene Herthaner Sinan Kurt wurde beim FC Bayern nie so richtig glücklich. In Berlin will das Talent nun von vorne anfangen.

Sinan Kurt war gerade einmal 18 Jahre alt, als er vom vergleichsweise beschaulichen Mönchengladbach nach München zum FC Bayern wechselte. Beim Rekordmeister bekam er auch gleich die harte Gangart des Profi-Geschäftes zu spüren. Der Jungspund musste sich nun im Konkurrenzkampf um einen Platz auf der offensiven Außenbahn mit Stars wie Arjen Robben oder Franck Ribery beweisen. Eine Aufgabe, die sich anscheinend als eine Nummer zu groß für das Talent herausstellte.

Auf die Frage, warum er den Durchbruch beim FCB nicht gepackt habe, äußert sich Kurt im "BILD"-Interview folgendermaßen: "Der Übergang vom Jugend- zum Herrenfußball ist schwer. Ich habe mir mit dem Wechsel nach München auch nicht den einfachsten Übergang ausgesucht."Dass der Wechsel an die Säbener Straße für ihn zu früh gekommen sei, möchte Kurt jedoch nicht kategorisch bejahen: "Das ist schwer zu sagen. Ich habe die Entscheidung so getroffen, dazu stehe ich und ich würde es auch jederzeit wieder so machen."

Kurt: "Ich brauche Spielpraxis"

Angesprochen auf die Entwicklung Sinan Kurts' war im Bayern-Umfeld immer wieder von einer ungenügenden Körpersprache die Rede. Ein Faktum, das der Youngster gegenüber dem kicker zwar einräumt, aber in Zukunft ändern will: "Früher war ich vermutlich zu schnell zufrieden. Da habe ich auf andere hin und wieder etwas lustlos gewirkt. Aber das ist vorbei!"

Allgemein soll in Berlin für Kurt einiges anders laufen. Zuletzt spielte er im Testspiel gegen Hannover 96 seine ersten 45 Minuten im Dress der Herthaner. Er selbst bezeichnet seinen Auftritt als "okay", würde sich aber zunächst über Einsätze in der U23 nicht beschweren: "Es ist klar, das ich Spielpraxis brauche." Sein Selbstvertrauen scheint nach der eher unbefriedigenden Zeit in München zumindest keinen großen Schaden erlitten zu haben. So beschreibt er sich selbst als "schnell" und sein linker Fuß sei "auch nicht so schlecht". "Ich trete gern Standards und mache da öfter Extraschichten", verrät er schon mal, wie er den Berlinern weiterhelfen könnte. Der junge Mann reflektiert sein Kapitel in München zwar durchaus, möchte aber nur noch nach vorne schauen, wie er dem "kicker" verdeutlicht: "Sicher habe ich Fehler gemacht! Man kann's immer besser machen. Aber jetzt zählt die Hertha!"

Quelle: fussball-vorort.de

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